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Nachricht vom 18.12.2009    

Spitzengespräch: Infrastrukur deutlich verbessern

Die Infrastruktur im Kreis Altenkirchen muss deutlich verbessert werden. Dies war das Thema eines Spitzengespräches zwischen Wirtschafts- und Verkehrsminister Hendrik Hering und einer hochrangigen Delegation aus dem Landkreis. Dabei wurde Bilanz gezogen und die noch anstehenden Projekte wurden erörtert.

Kreis Altenkirchen/Mainz. Am Freitag, 18. Dezember, trafen in Mainz Vertreter der Industrie- und Handelskammer (IHK) Koblenz, der Kreishandwerkerschaft und der Wirtschaftsförderung sowie der Landrat des Kreises Altenkirchen mit dem rheinland-pfälzischen Wirtschaftsminister Hendrik Hering zu einem Spitzengespräch über die von der Wirtschaft dringend benötigte Verbesserung der für sie unzureichenden Verkehrs­infrastruktur im Landkreis Altenkirchen zusammen. Diese wird von 63 Prozent der Unternehmen des Kreises als wesentlichster Standortnachteil empfunden. Die wichtigsten Handlungsfelder aus Sicht der Wirtschaft sind die Autobahn-Anbindung des Kreises (B 256 an die A 3), der Ausbau der Ost-West-Verbindung B 8-— B 414 zwischen A 3 und A 45, Verbesserungen an der B 62 und Verkehrserleichterungen durch Ortsumgehungen und Überholspuren auf den Bundes- und Landesstraßen. Auch der Zustand und der Ausbau der Kreisstraßen wurden intensiv besprochen.
Dabei machte die von IHK-Vizepräsident Thomas Bellersheim und Hans-Jürgen Podzun, Hauptgeschäftsführer der IHK Koblenz, angeführte Delegation deutlich, dass schnelle und spürbare Verbesserungen der Straßeninfrastruktur von den Unternehmern im Kreis zeitnah erwartet werden. "Um den Nachholbedarf im Landkreis auszugleichen und die Unternehmensstandorte zu sichern, brauchen wir jetzt dringend eine beschleunigte Umsetzung der genannten Projekte", so Dr. Ulrich Bernhardt, IHK-Beiratsvorsitzender aus dem Kreis Altenkirchen.
Das Ministerium stellte die bereits begonnenen sowie die geplanten über 50 Maßnahmen zur Verbesserung der Infrastruktur im Kreis Altenkirchen vor. "Noch nie ist in der Geschichte des Landes Rheinland-Pfalz so viel Geld in diesen wichtigen Infrastrukturbereich geflossen, alle Regionen im Land profitieren davon", sagte Verkehrsminister Hendrik Hering. Rheinland-Pfalz habe rechtzeitig für Baurecht gesorgt, so konnten mehr Mittel gebunden werden als in anderen Bundesländern, so Hering weiter. Voraussichtlich rund 550 Millionen Euro wurden in diesem Jahr in den Straßenbau investiert und sollen in gleicher Größenordnung noch einmal im kommenden Jahr im Land verbaut werden.
Minister Hering verwies auf das umfangreiche Konzept einer Verbesserung der Ost-West-Verbindung B 8 - B 414, mit dem die mittlere Reisegeschwindigkeit von 60 auf 80 km/h erhöht werden soll. Die geschätzten Baukosten dafür belaufen sich auf rund 200 Millionen Euro. In einem Stufenkonzept sollen kurz-, mittel- und langfristig schienengleiche Bahnübergänge beseitigt, Knotenpunkte verbessert und Zusatzfahrstreifen angebaut werden. Aktuell seien noch Ende des Jahres an der B 414 der Anbau des dritten Fahrstreifens zwischen Schneidmühle (bei Hachenburg) und Kirburg sowie die Erweiterung auf drei Fahrspuren zwischen Altenkirchen und Sörth angelaufen. Allein die kurzfristigen Maßnahmen bis 2015 seien auf über 30 Millionen Euro beziffert.
Im Kreisstraßenbau gelten im Ministerium insbesondere folgende Projekte als vordringlich:
- K 84, Ausbau der Ortsdurchfahrt Friesenhagen
- K 106, Ausbau der Ortsdurchfahrt Scheuerfeld
- K 60, Sanierung der Siegbrücke bei Etzbach.



Vor dem Hintergrund der hohen Relevanz der Straßeninfrastruktur für die Wirtschaft im Kreis Altenkirchen wurde eine Fortsetzung der Gespräche im kommenden Jahr vereinbart.
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Foto: Spitzengespäch in Mainz (von links) unter anderem mit Landrat Michael Lieber, IHK-Hauptgeschäftsführer Hans-Jürgen Podzun, Verkehrsminister Hendrik Hering, Dr. Ulrich Bernhard (IHK-Beiratsvorsitzender aus dem Kreis Altenkirchen, und IHK-Vizepräsident Thomas Bellersheim.


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