Werbung

Region | - keine Angabe -


Nachricht vom 22.01.2019    

SGD Nord: Amphibienprojekt sichert wertvolle Lebensräume

Die Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Nord plant im Rahmen der Umsetzung der FFH-Richtlinie die Durchführung von zwingend erforderlichen Amphibienschutzmaßnahmen. In den Kreisen Altenkirchen, Westerwald und Neuwied bestehen bekannte Amphibienschwerpunkte mit erhöhtem Handlungsbedarf. Ziel ist die dauerhafte Erhaltung stabiler Amphibienbestände im Planungsraum durch Sicherung und Optimierung der bekannten „Quellpopulationen" sowie die bessere Vernetzung durch Trittsteine.

Die Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Nord plant als Obere Naturschutzbehörde im Rahmen der Umsetzung der FFH-Richtlinie die Durchführung von zwingend erforderlichen Amphibienschutzmaßnahmen im Naturraum Westerwald. (Foto: SGD Nord)

Koblenz/Weserwald. Die Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Nord plant als Obere Naturschutzbehörde im Rahmen der Umsetzung der FFH-Richtlinie die Durchführung von zwingend erforderlichen Amphibienschutzmaßnahmen im Naturraum Westerwald. Das im Jahr 2017 gestartete Amphibienprojekt wird im Rahmen des ELER-Entwicklungsprogrammes „Umweltmaßnahmen, Ländliche Entwicklung, Landwirtschaft, Ernährung" (EULLE) auch durch die Europäische Union gefördert. Die meisten Amphibienarten sind bei uns durch den Verlust oder Beeinträchtigung ihrer angestammten Lebensräume sehr stark in ihrem Bestand gefährdet. Ein langfristiges Überleben vieler Arten, wie beispielsweise der Gelbbauchunke oder auch des Laubfroschs, ist ohne die aktive Hilfe des Menschen bei der Anlage und Pflege entsprechender Lebensräume oft nicht möglich.

Von dem Projekt können bis zu zwölf der in Rheinland-Pfalz vorkommenden Arten profitieren. Leitarten sind unter anderem die besonders geschützten und stark gefährdeten Arten Gelbbauchunke (Bombina variegata) und Kammmolch (Triturus cristatus). Optional sollen bei nachgewiesenen Vorkommen auch Maßnahmen für weitere Arten wie zum Beispiel Europäischer Laubfrosch (Hyla arborea), Geburtshelferkröte (Alytes obstetricans), Kreuzkröte (Epidalea calamita) oder Wechselkröte (Bufo viridis) vorgesehen werden.

In den Landkreisen Altenkirchen, Westerwald und Neuwied bestehen die bekannten Amphibienschwerpunkte mit erhöhtem Handlungsbedarf. Projektziel des bis 2022 laufenden Vorhabens ist die dauerhafte Erhaltung stabiler Amphibienbestände im Planungsraum durch Sicherung und Optimierung der bekannten „Quellpopulationen" sowie die bessere Vernetzung durch Trittsteine. Nach Beauftragung eines fachlich geeigneten Planungsbüros Ende 2017 und entsprechenden Planungen konnten im Herbst und Winter 2018 die ersten Maßnahmen in allen Landkreisen des Projektraumes umgesetzt werden. In diesem ersten Schritt sollen unter anderem durch die Anlage von Laich- und Aufenthaltsgewässern, Optimierung der Landlebensräume und Schaffung von Trittsteinbiotopen in den drei genannten Landkreisen noch vorhandene Vorkommen gestärkt werden. Insbesondere geht es hier um die Gelbbauchunke. Die Gesamtkosten der aktuellen Maßnahmen belaufen sich auf rund 139.000 Euro.

Neben rein naturschutzfachlichen Kriterien wurde bei der Planung des Gesamtprojektes ein besonderes Augenmerk auf die Nachhaltigkeit der Maßnahmen gelegt. Aufgrund des engen fachlich-inhaltlichen Austausches mit dem Bundesverband Keramische Rohstoffe und Industrieminerale e.V., im Projektraum tätigen Abbaubetrieben, Kommunen, Naturschutzvereinen, Universitäten, Biotopbetreuern und anderen soll durch das Projekt insgesamt ein hohes Synergiepotential zum Nutzen der Arten erreicht werden. Die bisherige Unterstützung durch die verschiedensten Institutionen ist vorbildlich. So wurden zum Beispiel durch die Firma Sibelco Deutschland GmbH, die Waldgenossenschaft Elkenroth, den Arbeitskreis für Natur-und Umweltschutz Asbach Land e.V., die Stadt Wirges und die Ortsgemeinde Elkenroth langfristig und kostenlos die für die Umsetzung der Amphibienschutzmaßnahmen notwendigen Flächen zur Verfügung gestellt.

Natura 2000 ist die Bezeichnung für ein zusammenhängendes Netz europäischer Schutzgebiete, bestehend aus Fauna-Flora-Habitat (FFH)-Gebieten und Vogelschutzgebieten (VSG). Ziel ist es, die biologische Vielfalt in Europa nachhaltig zu bewahren, zu entwickeln und dabei die wirtschaftlichen, sozialen, kulturellen und regionalen Anforderungen zu berücksichtigen. Im Zuständigkeitsbereich der SGD Nord befinden sich 85 FFH-Gebiete mit einer Gesamtfläche von 163.937 Hektar und 23 Vogelschutzgebiete mit einer Gesamtfläche von 143.137 Hektar. (PM)



Kommentare zu: SGD Nord: Amphibienprojekt sichert wertvolle Lebensräume

Es sind bisher keine Kommentare vorhanden

Beliebte Artikel beim AK-Kurier


72 Infektionen im Kreis – 45 Frauen und Männer geheilt

Seit Montag, 6. April, ist lediglich ein neuer Fall einer Corona-Infektion im Kreis Altenkirchen hinzugekommen. Mittlerweile gelten 45 Personen als geheilt. Landrat Dr. Peter Enders appelliert besonders im Hinblick auf das bevorstehende Oster-Wochenende an die Bevölkerung.


Region, Artikel vom 07.04.2020

Heute Nacht in den Supermond schauen

Heute Nacht in den Supermond schauen

Heute können Sie ein besonderes Himmelsspektakel bestaunen: den sogenannten Supermond. Ein Supermond ist der Vollmond am erdnächsten Punkt seiner elliptischen Bahn. Er erscheint dadurch besonders groß und hell. Der hellste Supermond des Jahres 2020 ist in der kommenden Nacht vom 7. auf den 8. April zu beobachten.


Motorradfahrer bei Unfall auf der L 269 schwer verletzt

Auf der Landesstraße 269 ist es am Dienstag, 7. April, gegen 14.40 Uhr zu einem Verkehrsunfall mit einem Motorrad gekommen. Der Fahrer befuhr die L 269 zwischen Oberlahr und Burglahr. Durch eine Unachtsamkeit ereignete sich nach Aussage der Polizei der folgenschweren Unfall.


Region, Artikel vom 07.04.2020

Umbau der Rathausstraße in Wissen gestartet

Umbau der Rathausstraße in Wissen gestartet

Nach der großen Sorge vor der Baustelle und den damit verbundenen Umsatzeinbußen erscheint nun durch die Corona-Pandemie die Baustelle in der Wissener Rathausstraße völlig in den Hintergrund gerückt. Das marode Abwassersystem lässt aber keinen Aufschub zu, so Stadtbürgermeister Berno Neuhoff.


Standort Betzdorf der Agentur für Arbeit bleibt vorläufig unverändert bestehen

Der Vorsitzende der Geschäftsführung der Bundesagentur für Arbeit in Neuwied, Karl-Ernst Starfeld hat in der vergangenen Woche dem Fraktionssprecher der Betzdorfer CDU Stadtratsfraktion, Werner Hollmann geantwortet auf die schriftliche Anfrage der CDU zu den Plänen, ab 2021 Personal und Aufgabenbereiche der Agentur von Betzdorf nach Altenkirchen zu verlegen.




Aktuelle Artikel aus Region


Standort Betzdorf der Agentur für Arbeit bleibt vorläufig unverändert bestehen

Betzdorf. Die Fraktion hatte Herrn Starfeld angeschrieben und gefordert, die Entscheidung, den „nicht terminierten Kundenzugang“ ...

Umbau der Rathausstraße in Wissen gestartet

Wissen. Seit Montag, 6. April, ist die Wissener Rathausstraße für die geplanten Ausbau-, Kanal- und Leitungsarbeiten ab der ...

Energietipp: Welche Heizung soll es werden?

Kreis Altenkirchen. Wer in nächster Zeit seine Heizung austauschen will – egal ob Öl- oder Gasheizung -, aber noch nicht ...

Kreative Kinder gefragt: Wettbewerb der Kreisjugendpflege läuft

Altenkirchen/Kreisgebiet. Die Bilder und Kunstwerke sollen während der diesjährigen Osterzeit entstehen. Einsendeschluss ...

Motorradfahrer bei Unfall auf der L 269 schwer verletzt

Burglahr. Auf der L 269 zwischen Oberlahr und Burglahr kam es am Dienstagnachmittag, 7. April, gegen 14.40 Uhr zu einem sogenannten ...

Fensdorf lädt weiterhin ins Bürgerhaus ein – virtuell

Fensdorf. „Das Bürgerhaus ist, wie viele andere Einrichtung in dieser Zeit, zu. Und so vermissen wir alle die Begegnungen ...

Weitere Artikel


Erfolgloser Tankstellenüberfall in Hamm

Hamm. Am Dienstagabend (22. Januar) wurde die A-Tankstelle in Hamm überfallen. Allerdings hatten die Täter keinen Erfolg. ...

Es ging um Schwangerschaftsdiabetes: Kreisärzteschaft lud zur Fortbildung

Wissen/Kreisgebiet. Zu ihrer ersten gemeinsamen Fortbildung im Jahr 2019 trafen sich Ärzte aus dem Kreis Altenkirchen in ...

Bezirksmeisterschaften Skilanglauf werden am 26. Januar nachgeholt

Stein-Neukirch/Heimbach-Weis. Der Ausrichter SRC Heimbach-Weis 2000 e.V. hatte sich am 12. Januar aufgrund der ungünstigen ...

Land gibt Geld für wasserwirtschaftliche Maßnahmen

Altenkirchen/Horhausen. Das Mainzer Umweltministerium hat für wasserwirtschaftliche Maßnahmen in Altenkirchen und Horhausen ...

Eine Trauminsel und noch viel mehr

Wissen. In Kooperation von Caritasverband Altenkirchen – Aktion Neue Nachbarn im Erzbistum Köln –, der Offenen Tür Wissen ...

Dachstuhlbrand in Herdorf ging glimpflich aus

Herdorf. Zu einem Dachstuhlbrand kam es am späten Montagabend (21. Januar) in der Herdorfer Luisenstraße. Durch schnelles ...

Werbung