Werbung

Nachricht vom 28.02.2019    

Betzdorfer CDU: Resolution gegen Ausbaubeiträge

Das Land muss die Kosten übernehmen. Gemeint sind die Kosten des Straßenausbaus. Die CDU-Stadtratsfraktion in Betzdorf bringt eine Resolution in den Rat ein, die die Abschaffung dieser Beiträge für die Anlieger fordert. Ähnliche Resolutionen wurden bereits in verschiedenen Räten der Region beraten.

Straßenausbaubeiträge für die Bevölkerung sollen bald Geschichte sein. Das will die CDU-Fraktion im Betzdorfer Stadtrat. (Foto: GStB/Karl-Heinz Gutmann/pixabay.com)

Betzdorf. Die CDU Stadtratsfraktion möchte die Straßenausbaubeiträge abschaffen und hat eine Resolution des Stadtrates zur Übernahme der Straßenausbaubeiträge durch das Land beantragt. Ähnliche Resolutionen wurden bereits in verschiedenen Räten der Region eingebracht.

Der Stadtrat wurde laut Pressemitteilung der CDU-Fraktion aufgefordert, in seiner nächsten Sitzung zu beschließen, dass die Ausbaubeiträge für die städtischen Straßen zukünftig vom Land übernommen werden. Das Land soll über zweckgebundene Zuweisungen die Kommunen in die Lage versetzen, ihre Straße auszubauen, ohne dafür die Anwohner finanziell zu belasten. Das Kommunalabgabengesetz zwingt bisher die Städte und Gemeinden dazu, beim Ausbau einer Straße von den angrenzenden Grundstückseigentümern Ausbaubeiträge zu verlangen. Einige Bundesländer wie Baden-Württemberg, Bayern, Berlin und Hamburg haben diese Beiträge bereits abgeschafft. „Rheinland-Pfalz sollte dem guten Beispielen folgen und das Kommunalabgabengesetz entsprechend ändern“, schreibt die CDU. Deren Landtagsfraktion hat hierzu eine Gesetzesinitiative auf den Weg gebracht.

Das jetzige System, bei dem nur Grundstückseigentümer, entsprechend der Nutzung, anteilig die Baukosten bezahlen müssen, ist nach Wertung der Union ungerecht. „Wenn die Grundstücksbesitzer die Ausbaubeiträge bezahlen müssen, legen sie diese auf die Miete oder Pacht um. Einige Besitzer von Einfamilienhäusern haben aber nicht die Möglichkeit, die Ausgaben weiter zu geben. Bei Beträgen von mehreren 10.000 Euro kann das existenzbedrohlich sein“, so die Christdemokraten. Besonders ältere Hausbesitzer hätten oft Probleme, einen Bankkredit zu bekommen. Sie müssen dann um Stundung der Beträge – zu hohen Zinsen – bitten oder verkaufen und wegziehen.



Die Fahrwege würden von allen benutzt, so die CDU-Argumentation. Keiner fahre nur vor seiner Haustür. Der Fraktionssprecher der CDU-Stadtratsfraktion, Werner Hollmann, erklärt: „Die Erhaltung der Verkehrsinfrastruktur gehört nach unserer Überzeugung zur allgemeinen Daseinsfürsorge, die das Land übernehmen muss!“ Die CDU hofft, dass der Stadtrat Betzdorf, ebenso wie beispielsweise die Stadt Koblenz, parteiübergreifend dem Antrag zustimmt. Einige andere Kommunen haben bereits entsprechende Schreiben nach Mainz geschickt. „Weitere sollten sich beteiligen. Nur wenn viele mitmachen, gelingt es vielleicht, zum Wohle aller Bürgerinnen und Bürger, die noch ablehnende Haltung der Landesregierung zu ändern“, heißt es seitens der CDU. (PM)


Mehr dazu:   CDU  
Lokales: Betzdorf & Umgebung
Feedback: Hinweise an die Redaktion

AK-Kurier Newsletter: Immer bestens informiert

Täglich um 20 Uhr kostenlos die aktuellsten Nachrichten, Veranstaltungen und Stellenangebote der Region bequem ins Postfach.



Aktuelle Artikel aus Politik


Termin verschoben: Johannes Behner lädt zum Feierabendgespräch nach Rennerod ein

Die zweite Gesprächsrunde "Klartext - Das Feierabendgespräch" mit dem Landtagsabgeordneten Johannes Behner, ...

Protest gegen Basaltabbau: "Nauberg soll Naturschutzgebiet bleiben"

Ein breites Bündnis aus Politik, Naturschutz und Zivilgesellschaft aus den Kreisen Altenkirchen und Westerwald ...

Ellen Demuth lobt Reformen bei BAföG und Meisterförderung

Der Deutsche Bundestag hat diese Woche über zwei bedeutende Reformen beraten, die sowohl Studierende ...

Tagungen in Siegen beleuchten Einfluss digitaler Medien auf geopolitische Konflikte

Was Menschen über Kriege, Machtverschiebungen und internationale Konflikte wissen, basiert längst nicht ...

Ellen Demuth begrüßt Reform der Notfallversorgung

Die Bundestagsabgeordnete Ellen Demuth (CDU) sieht in der beschlossenen Reform einen Schritt zu einer ...

Grüner Abend: Wie Naturschutz vor Ort helfen kann

Beim Grünen Abend in Wissen hat Michelle Haas über die Folgen des Klimawandels und den Verlust der Artenvielfalt ...

Weitere Artikel


Schießsport-Weltcup in Neu-Delhi: Wissener Schützin wird Achte

Sanja Vukasinovic vom Bundesligateam des Wissener Schützenvereins nahm für ihr Heimatland Serbien am ...

Kommunale Vereinigung stellte Gemeinderatskandidaten auf

Die Kommunale Vereinigung in Pracht (Wählergruppe Seidler) hat die Weichen für die Kommunalwahlen gestellt. ...

Schwere Last: Eine Brücke fährt ins Ruhrgebiet

Am Mittwoch (27. Februar) war es soweit: Eine Brücke wurde vom Gewerbegebiet Horhausen auf die Reise ...

Kostenloser Strom für Elektrofahrzeuge und Elektrofahrräder in Altenkirchen

Das Projekt Elektromobilität der Stadt Altenkirchen wurde von Stadtbürgermeister Heijo Höfer zusammen ...

Damit beim Notkaiserschnitt jeder Handgriff sicher sitzt

In der Geburtshilfe des Diakonie-Klinikums Jung-Stilling in Siegen streben die medizinischen Fachkräfte ...

Hallerbach und Enders: Freiwillige Kooperation ausbauen

Wie die künftige Zusammenarbeit der Landkreise Altenkirchen und Neuwied aussehen könnte, darüber tauschten ...

Werbung