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Nachricht vom 13.03.2019    

Zum Start der Literaturtage: „Nachtleuchten“ im Hüttenhaus

Bald geht es los: Die 18. Westerwälder Literaturtage (WW-Lit) starten. Diesmal geht es in Herdorf los: Im Hüttenhaus gastiert die Argentinierin Cecilia Barbetta mit „Nachtleuchten“. Der Roman über den Vorabend eines politischen Umsturzes wurde mit dem Alfred-Döblin-Preis geehrt und stand auf der Shortlist für den Deutschen Buchpreis. Das Buch wird für seine politische Botschaft und die virtuose Sprachkunst gefeiert.

Die 18. Westerwälder Literaturtage (WW-Lit) starten. Diesmal geht es in Herdorf los: Im Hüttenhaus gastiert die Argentinierin Cecilia Barbetta mit „Nachtleuchten“. (Foto: Marcus Höhn)

Herdorf/Region. Zum Start der Westerwälder Literaturtage (WW-Lit) 2019 geht es nach Argentinien. Dorthin sind sie aus der ganzen Welt gekommen, haben sich in Buenos Aires eine Existenz aufgebaut. In dem Viertel Ballester kämpfen sie jeder auf seine Art für den Aufbruch, die Revolution und eine bessere Zukunft – Teresa und ihre Klassenkameradinnen in der katholischen Mädchenschule ebenso wie Celio, der Friseur in der „Ewigen Schönheit“, oder die Mechaniker der Autowerkstatt „Autopia“. Doch politische Spannungen zerreißen das Land, Aberglaube und Gewalt schleichen sich in die Normalität. Mit einem feinen Gespür für die Poesie des Alltags erzählt die in Argentinien geborene María Cecilia Barbetta von der Liebe zum Leben in Zeiten des Umbruchs in ihrem Roman „Nachtleuchten“.

Virtuose Sprachkunst
María Cecilia Barbetta wurde 1972 in Buenos Aires geboren, wuchs in dem Einwandererviertel Ballester, in dem ihr Roman spielt, auf, und besuchte dort die deutsche Schule. 1996 zog sie nach Berlin und blieb. Ihr erster Roman, „Änderungsschneiderei Los Milagros“ (2008), wurde unter anderem mit dem Aspekte-Literaturpreis ausgezeichnet. Ihr zweiter Roman über den Vorabend eines politischen Umsturzes, „Nachtleuchten“ (2018), wurde mit dem Alfred-Döblin-Preis geehrt und stand auf der Shortlist für den Deutschen Buchpreis. María Cecilia Barbetta schreibt auf Deutsch. „Nachtleuchten“ wird für seine politische Botschaft und die virtuose Sprachkunst gefeiert.

Perfekte Technik und Stilgefühl
Der Pianist Leopoldo Lipstein stammt wie die Autorin aus Argentinien und bereiste schon als Jugendlicher ganz Südamerika auf Konzerttourneen. Er ist Klavierdozent an der Robert-Schumann-Hochschule Düsseldorf. Lipstein gibt Solo-Konzerte auf der ganzen Welt. Bei seinen Konzerten treten perfekte Technik und Stilgefühl, Professionalität und musikalische Intelligenz in den Dienst einer sensiblen und liebevollen Poesie. In diesem Sinne wird er Cécilia Barbettas Lesung mit argentinischen Tänzen von Alberto Ginastera und einem virtuosen und wunderschönen Tango von Piazzolla auf dem Steinway-Flügel des Hüttenhauses begleiten.



Michael Au moderiert
Michael Au wurde 1964 in Wissen geboren, studierte Deutsch und Sozialwissenschaften und arbeitete nach einem journalistischen Volontariat als Redakteur und als Pressesprecher in verschiedenen Ministerien in Mainz. Seit einigen Jahren ist er Literatur- und Theaterreferent des Landes Rheinland-Pfalz. Er begleitet die Westerwälder Literaturtage sowohl in der Planung als auch durch Moderationen besonders herausragender Autorinnen und Autoren, so auch die Lesung mit Cecilia Barbetta.

► Der Start der Westerwälder Literaturtage 2019 mit Cecilia Barbetta und „Nachtleuchten“ erfolgt am Donnerstag, den 28. März, im Herdorfer Hüttenhaus. Beginn ist um 19 Uhr. Tickets gibt es zum Preis von 15 Euro – ermäßigt für 12 Euro – im Vorverkauf, und zwar online unter ww-lit.de, an allen Ticket-Regional-Vorverkaufsstellen sowie im Buchladen in Wissen und bei der Volkshochschule (VHS) Herdorf. (PM)


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