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Nachricht vom 17.03.2019    

Freifunk für Wissen: Experte sprach beim Kaufmannsessen

„Freifunk für Wissen“ lautet das Ergebnis des diesjährigen Kaufmannsessens der Wissener Werbegemeinschaft „Treffpunkt Wissen“ im Hotel Germania. Bereits zum 25. Mal jährte sich diese Traditionsveranstaltung der Gewerbetreibenden aus Wissen und Umgebung. Thomas Kölschbach als Vereinsvorsitzender konnte 91 Gäste im Festsaal des Hotels begrüßen. Highlight des Abends war der Vortrag von Andreas Groß zum Thema Freifunk in Wissen. Wie immer ließ man den Abend mit einem gemeinsamen Abendessen ausklingen.

Andreas Groß, Vorsitzender von Freifunk Rhein Sieg e.V., erläuterte in Wissen das System Freifunk. (Foto: GRI)

Wissen. Zum 25. Mal veranstaltete die Wissener Werbegemeinschaft „Treffpunkt Wissen“ das traditionelle Kaufmannsessen für ihre Mitglieder. Sinn und Zweck dieser Veranstaltung ist der gemeinsame Gedankenaustausch der Gewerbetreibenden untereinander. Auf jeder Veranstaltung wird den Gästen ein besonderer Vortrag geboten, der in diesem Jahr von Andreas Groß zum Thema „Freifunk für Wissen“ gehalten wurde. Zum Kaufmannsessen hatten sich die Gäste, wie auch im vergangenen Jahr, im Hotel Germania eingefunden, die von der Hausherrin Michaela Halbe willkommen geheißen wurden.

Vereinsvorsitzender eröffnet Perspektiven
Der Vereinsvorsitzende Thomas Kölschbach als Moderator des Abends begrüßte die Gewerbetreibenden sowie die Vertreter der Kommunen und Geldinstitute und verwies auf die App Wisserland.de, die demnächst zum Download zur Verfügung stehen wird. Der Aufbau einer Internetpräsenz für eine lokale Handelsplattform der Kreise Altenkirchen, Neuwied und Westerwald sei vorrangiges Ziel der Werbegemeinschaft. Dadurch sei es ein Anliegen des Gewerbevereins, das Problem der freien Internetzugänge in Wissen so schnell wie möglich und kostengünstig zu lösen. Weiterhin verfüge Wissen mit Ulrich Noß seit 2018 über einen Citymanager, der für das Stadtmarketing verantwortlich ist und die Belange der Gewerbetreibenden koordiniert. Wie fast überall sei auch in Wissen das Leerstandmanagement ein einschneidendes Thema, dem mit sinnvollen Maßnahmen begegnet werden müsse.

Citymanager soll Wissen attraktiver machen
Citymanager Ulrich Noß gab den Gästen einen Überblick über seine Tätigkeiten. Nur ein gesunder Mix aus Handel, Gastronomie und Entertainment mache eine Stadt für die Bürger und Gäste attraktiv. Die Innenstadt lebe vom Handel, Leerstände bedeuten eine Verschiebung der Werteflüsse und negative Entwicklung der Immobilienwerte. Dagegen müsse der Citymanager reagieren und die Innenstadt aktiv gestalten. Besondere Ziele seien die Erhöhung der Attraktivität und die Belebung der Innenstadt, die Kommunikation und Kooperation untereinander, die Steigerung des Images der Stadt sowie die Zufriedenheit der Kunden. Nur in einer attraktiven und lebendigen Stadt möchte man wohnen, deshalb sei das Flächenmanagement eine seiner wichtigsten Aufgaben, um den Leerständen entgegenzuwirken. Der Citymanager verstehe sich als Schaltstelle zwischen Vermietern und Mietern und zwischen Bürger, Stadt und Handel. Events schaffen Image und Sympathie, so sei das 50-jährige Jubiläum zum Anlass der Übertragung der Stadtrechte an Wissen in diesem Jahr Ansporn, dies mit verschiedenen Aktionen und Festivitäten umzusetzen.

Freifunknetz für Wissen
Anschließend konnte Thomas Kölschbach zur Thematik freie Internetzugänge Andreas Groß, Vorsitzender des Freifunk Rhein Sieg e.V., als Gastredner begrüßen, der zum Thema „Freifunk für Wissen“ referierte. Beim Freifunk handelt es sich um eine Gemeinschaft von Nutzern, die durch eine Vernetzung mehrerer Router untereinander den Zugang zu einem eigenen Datennetz (Stadtnetz) und zum Internet für Jedermann kostenlos ermöglichen. Durch die Vernetzung der Router ist eine komplette Netzabdeckung ohne Einschränkungen innerhalb der Community unabhängig von einem kommerziellen Diensteanbieter möglich. Es entstehen für den Nutzer keine monatlichen Gebühren oder Kosten. Um diesen Dienst bereitzustellen, wird lediglich ein Freifunk-fähiger Router benötigt, der an den bestehenden WLAN-Router angeschlossen wird. Die Router nehmen im Funkabstand untereinander Kontakt auf und bilden dann das sogenannte Freifunknetz. Eine Software ist nicht notwendig. Die Investition dafür beträgt etwa 35 Euro für den Ankauf des Routers. Durch das Freifunknetz wird es auch sozial schwachen Familien möglich, das Internet kostenlos zu nutzen. Hotspots können mit wenigen Investitionen ohne monatliche Folgekosten betrieben werden, was besonders für Gewerbetreibende interessant ist. Laut Andreas Groß wurden mit Stand November 2018 bereits an 443 Orten in Deutschland Freifunknetze mit insgesamt rund 50.000 Freifunk-Routern realisiert. Dabei seien die öffentliche Zugänglichkeit und Anonymität der Surfer, die nichtkommerzielle Nutzung, der kostenlose Zugang sowie der Netzbesitz in einer Gemeinschaft die entscheidenden Vorteile. Da die Freifunknetze von der Bundesnetzagentur als eigener Netzbetreiber betrachtet werden, ist die so genannte Störerhaftung gegenüber Dritten ausgeschlossen.

Freifunknetz in Wissen soll kurzfristig installiert werden
Nach der Präsentation des Freifunks, die mit großem Interesse verfolgt wurde, stellte sich Andreas Groß den Fragen der Gäste. Thomas Kölschbach als Vertreter des Gewerbevereins und der Stadtbürgermeister von Wissen, Berno Neuhoff, sprachen sich für die Installation eines Freinetzes für Wissen aus. Dieses Netz soll so schnell wie möglich realisiert werden. Interessierte Bürger können sich dazu ab sofort an Citymanger Ulrich Noß wenden (Tel.: 02742-9115183). Weitere Informationen zum Freifunknetz gibt es auf den Seiten Freifunk.net (https://freifunk.net) und auf der Homepage von Freifunk Rhein.Sieg e.V. (https://freifunk-rhein-sieg.net).

Traditionelles Abendessen
Traditionell endete die Veranstaltung mit einem gemeinsamen Abendessen, bei dem noch anregend über die Vorträge des Abends diskutiert wurde. Wie der Vorsitzende der Werbegemeinschaft „Treffpunkt Wissen“, Thomas Kölschbach mitteilte, freue man sich schon auf das nächste Kaufmannsessen 2020, welches wieder interessante Themen beinhalten werde. Besonders erwarte man mit großer Spannung das Ergebnis über die Akzeptanz des Freifunknetzes. (GRI)


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