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Nachricht vom 19.03.2019    

Titus Dittmann rät Eltern: „Bleibt locker!“

Ende der 70er Jahre hat ihn das Skateboard gepackt und nicht mehr losgelassen: Titus Dittmann, geborener Kirchener, bezeichnet sich selbst bisweilen als „Berufsjugendlicher“. Jetzt war er in der ZDF-Sendung Aspekte zu Gast, plädierte für mehr selbstbestimmte Freiräume für Kinder und diskutierte über die Thesen seines in Kürze erscheinenden Buchs „Lernen muss nicht scheiße sein".

Titus Dittmann ist überzeugt: (Helikopter-)Eltern sollten ihre Kinder nicht permanent durch ihre Fremdbestimmung antreiben. (Foto: ZDF)

Münster/Berlin. Eine kürzlich erschiene Studie aus den USA kommt zu dem Schluss, dass eine konsequente und intensive elterliche Förderung den eigenen Nachwuchs in Sachen beruflicher Karriere erfolgreicher macht. Die Autoren hatten dazu die Ergebnisse der Pisa-Studien über mehrere Jahre im internationalen Rahmen verglichen und beispielsweis im Falle der USA eine höhere Wahrscheinlichkeit für einen College-Abschluss als Resultat festgestellt. Sind die sogenannten Helikopter-Eltern also mit ihrem Erziehungsstil im Recht? Zu dieser Frage lud das ZDF den Münsteraner Skateboard-Pionier Titus Dittmann als Talk-Gast in die Sendung Aspekte.

Der „Vater der deutschen Skateboard-Szene", geboren 1948 in Kirchen an der Sieg, plädiert in seinem in Kürze erscheinenden Buch „Lernen muss nicht scheiße sein" dafür, den Kindern in den heutigen Zeiten der „Überförderung" eher wieder mehr Freiräume zu geben, insbesondere zum selbstbestimmten Lernen. Der Tenor: (Helikopter-)Eltern sollten ihre Kinder nicht permanent durch ihre Fremdbestimmung antreiben. Ob ein Mensch, ganzheitlich gesehen, erfolgreich oder glücklich sei, ließe sich schließlich nicht nur an Schulnoten oder späterem Studienerfolg festmachen.




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Genauso wichtig für die Entwicklung starker und glücklicher Persönlichkeiten seien freie Zeit und Neugier, beispielsweise als Ausgangspunkt für eigenes kreatives Tun. So könnten sich auf intrinsischer Motivation und Begeisterung basierende Lernprozesse in selbstgewählten Interessensgebieten entwickeln. Und diese seien viel nachhaltiger und effizienter als vorgesetztes oder aufgezwungenes Wissen, wie es durch die Schule oder eben Eltern vorgegeben wird. Dittmann kommt es hier auf die richtige Balance an. Man lerne eben nicht alles fürs Leben in der Schule, wichtige Erfahrungen -Stichwort Eigenverantwortung- könnten Kinder nur in selbstbestimmten Freiräumen machen. Dittmanns abschließender Ratschlag an die Eltern: „Bleibt locker!“ (PM)


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