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Nachricht vom 28.03.2019    

Millionen-Förderungen im Kreis: ISB stellte Ergebnisse 2018 vor

Die Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz (ISB) hat ihre Jahresergebnisse 2018 für den Kreis Altenkirchen vorgestellt. Im Rahmen der Wirtschafts- und Wohnraumförderung gab es 75 Zusagen mit einem Volumen von rund 23 Millionen Euro, im Bereich der Wirtschaftsförderung hat die ISB im Jahr 2018 mit knapp 19 Millionen Euro 25 Projekte gefördert. Die ISB und die Wirtschaftsförderung des Kreises Altenkirchen planen für die nahe Zukunft einen gemeinsamen Beratertag.

Präsentierten die ISB-Förderergebnisse 2018 im Landkreis Altenkirchen: (von links) Ulrich Dexheimer, Iris Scharenberg-Henrich, Landrat Michael Lieber, Lars Kober, Julia Schmidt und Petra Lauterbach. (Foto: ISB)

Altenkirchen. Im Jahr 2018 hat die Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz (ISB) im Rahmen der Wirtschafts- und Wohnraumförderung mit 75 Zusagen ein Volumen von rund 23 Millionen Euro im Landkreis Altenkirchen ausgesprochen und damit das Vorjahresergebnis mit 94 Prozent fast verdoppelt. An die Unternehmen flossen Förderungen in Höhe von nahezu 19 Millionen Euro, fast 9 Millionen und damit 87 Prozent mehr als 2017. Über dieses Ergebnis freuten sich Landrat Michael Lieber, Lars Kober, Leiter der Wirtschaftsförderung, und ISB-Vorstandssprecher Ulrich Dexheimer, die die Zahlen im Rahmen eines gemeinsamen Pressegesprächs in Altenkirchen vorstellten.

Den Kundenbedarf erfassen
Im Bereich der Wirtschaftsförderung hat die ISB im Jahr 2018 mit knapp 19 Millionen Euro (Vorjahr 10,1 Millionen Euro, +87 Prozent) 25 Projekte gefördert. So konnten die Betriebe im Landkreis mit Unterstützung der Förderbank 189 Arbeitsplätze schaffen und 286 sichern.

Bei den Investitions- und Betriebsmitteldarlehen für mittelständische Unternehmen verzeichnet die ISB einen Anstieg der Fördervolumina um 153 Prozent auf knapp 17,4 Millionen Euro (Vorjahr 6,9 Millionen Euro) bei 10 Förderzusagen (Vorjahr 12 Förderzusagen). „Nach der Steigerung 2017 von 50 Prozent hat die Nachfrage nach den Darlehen erneut kräftig zugelegt“, so Dexheimer. „Vor dem Hintergrund der lang anhaltenden Niedrigzinsphase sind unsere Förderprodukte im Landkreis weiterhin gefragt und erfassen die Bedarfe der Kunden.“

Von den Darlehen entfallen drei Zusagen in Höhe von rund 1,4 Millionen Euro (Vorjahr 5,2 Millionen Euro) auf den MFP-Unternehmerkredit für mittelständische Unternehmen und drei Zusagen in Höhe von 338.000 Euro – keine Zusagen im Vorjahr – auf den MFP-Gründerkredit, mit dem junge Unternehmen ihren Start in die Selbstständigkeit finanzieren können. In der Summe ebenfalls enthalten sind 10 Millionen Euro für den Effizienzkredit und 5,1 Millionen Euro (Vorjahr 0,2 Millionen Euro) für den Betriebsmittelkredit RLP.

Mit einem Volumen von knapp 400.000 Euro beteiligte sich die ISB 2018 an zwei jungen Unternehmen im Landkreis. „In Rheinland-Pfalz sind wir mit einem Bestand von circa 74 Millionen Euro in rund 600 Beteiligungen führender Eigenkapitalgeber für Start-ups in Früh- und Wachstumsphasen. Die ISB ist in der Gründerszene präsent und sehr gut vernetzt“, so Dexheimer. Mit Zuschüssen in der Regionalförderung sowie zur Steigerung der Energie- und Ressourceneffizienz hat die ISB mit einem Volumen von 1,1 Millionen Euro (Vorjahr 1,9 Millionen Euro) insgesamt 10 Vorhaben (2017: ebenfalls 10 Vorhaben) gefördert.

Investitionen in Neubauten und Maschinen
„Die Zahlen verdeutlichen, wie wichtig die Förderung durch das Land für die heimische Wirtschaft ist. Zugleich zeigen sie auf, dass es zahlreiche Unternehmen im Kreis mit hohem Wachstumspotenzial gibt“, so Landrat Lieber. Insbesondere das Regionale Landesförderprogramm kann von Unternehmen in Anspruch genommen werden, die in neue Maschinen oder einen Neubau investieren möchten und durch ihr Vorhaben zugleich Arbeitsplätze schaffen. Allerdings gilt es laut Lars Kober immer den Einzelfall zu betrachten. Pauschale Aussagen können nicht getroffen werden. „Die Klärung der Förderfähigkeit prüfen wir in enger Abstimmung mit den Unternehmen und unserem Partner, der ISB, individuell ab. Das Regionale Landesförderprogramm nimmt das Gros unserer Förderberatungen innerhalb der Wirtschaftsförderung ein.“

In diesem Zusammenhang verwies ISB-Vorstandssprecher Dexheimer auf die gute Zusammenarbeit mit dem Landkreis Altenkirchen: „Die Wirtschaftsförderung hat den direkten Draht zu den Betrieben in der Region und kann hier im Rahmen der Beratungstätigkeit die Unternehmen unterstützen und ihnen die passenden Fördermöglichkeiten anbieten.“ Dies bestätigte Kober. Er betonte, dass die Zusammenarbeit mit der ISB sehr kollegial und unkompliziert sei und dass die Wirtschaftsförderung aufgrund dieser Kooperation den Unternehmen eine umfassende Beratung anbieten könne. Dabei spiele die Branche selbstverständlich keine Rolle. „Wir beraten Unternehmen vom Handwerk über das produzierende Gewerbe bis hin zu Dienstleistern wie beispielsweise Firmen aus der IT-Branche“, stellte Kober heraus.

Die ISB und die Wirtschaftsförderung des Kreises Altenkirchen planen für die nahe Zukunft einen gemeinsamen Beratertag. Die Unternehmen aus dem Kreis können sich dann in Altenkirchen direkt von den Experten der ISB über aktuelle Fördermöglichkeiten beraten lassen. Der Termin und Informationen zur Anmeldung werden über die lokalen Medien veröffentlicht.

Wohnraumförderung legt erheblich zu
Im Bereich der Finanzierung von Wohnraum stieg das Fördervolumen im Landkreis Altenkirchen um 139 Prozent. Die ISB förderte im Jahr 2018 50 Wohneinheiten mit einem Volumen von knapp 4,1 Millionen Euro (Vorjahr 1,7 Millionen Euro). Im Rahmen der ISB-Darlehen Wohneigentum hat die Förderbank im Landkreis Altenkirchen Zusagen in Höhe von knapp 2,8 Millionen Euro (+175 Prozent) für den Neubau und Erwerb von 34 Wohneinheiten ausgesprochen. 2018 flossen über 0,8 Millionen Euro in den Bau von insgesamt acht Mietwohnungen. 2017 waren es knapp 0,6 Millionen Euro für neun geförderte Wohneinheiten. Zudem wurden insgesamt acht Darlehen (2017: 6 Darlehen) für die Modernisierung von Wohnraum in Höhe von 204.000 Euro (2017: 88.000 Euro) vergeben. „Angesichts der anhaltenden Wohnungsknappheit freut uns der Anstieg der Förderzahlen sehr“, erläuterte Dexheimer. „Es zeigt sich, dass wir mit unseren niedrigen Zinssätzen, die bis zur Volltilgung festgeschrieben werden können, und den Tilgungszuschüssen in allen Programmen der Wohnraumförderung die richtigen Anreize setzen.“ Die Zahl der Tilgungszuschüsse betrage 2018 193.000 Euro und habe sich somit im Vergleich zu 2017 mehr als verzehnfacht.

Förderergebnis für Rheinland-Pfalz 2018
Insgesamt hat die ISB im vergangenen Jahr Rheinland-Pfalz-weit mit einem Volumen von 1,6 Milliarden Euro (+ 66 Prozent) die Anzahl der Förderzusagen um 33 Prozent steigern können. Im Bereich der Finanzierung von Wohnraum stieg das Förderergebnis um 47 Prozent. Insgesamt förderte die ISB im Jahr 2018 3.008 Wohneinheiten (+37 Prozent) mit einem Volumen von 235,6 Millionen Euro. Im Bereich der Wirtschaftsförderung verzeichnete die ISB im Jahr 2018 einen Anstieg der Fördervolumina um 76,9 Millionen Euro auf 333,2 Millionen Euro bei 1.529 Förderzusagen (Vorjahr 1.410). Rund 16.700 Arbeitsplätze wurden gesichert und rund weitere 1.300 geschaffen. Die ISB unterstützt die Kunden wettbewerbsneutral gemeinsam mit den Hausbanken. Der Fokus der Förderbank liegt auf der Umsetzung der Wirtschafts-, Struktur- und Wohnraumförderung in Rheinland-Pfalz. (PM)


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