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Nachricht vom 29.03.2019    

SSV95 Wissen: Zwei Niederlagen, ein Sieg

Einzig die Wissener Handball-Damen sorgten für Punkte am letzten Wochenende. Die Landesliga-Herren mussten sich gleich Mal geschlagen geben, die Damen punkteten gegen den HSV Rhein-Nette II. Die meisten Treffer für die SSV-Damen erzielten Johanna Schmidt (6/1) und Jule Flender (4/2).

Jule Flender – hier bei einem ihrer beiden erfolgreichen Siebenmeter-Versuche – steuerte insgesamt vier Treffer zum Auswärtssieg der SSV-Damen in eigener Halle bei. (Foto: SSV95 Wissen)

Weibern/Wissen. Wieder keine Punkte für die Wissener Handball-Herren in der Landesliga: In Weibern verlor man deutlich, gegen Güls fehlte ein Tor zur Punkteteilung. Die Damen errangen einen „Auswärtssieg“ beim HSV Rhein-Nette II.

In Weibern war nichts zu holen
Am vergangenen Samstag (23. März) war der SSV95 Wissen in der Herren-Handball-Landesliga zu Gast beim TuS Weibern. Ungewohnt für den schmalen Kader der Gäste war, dass Haftmittel erlaubt waren und dies nicht zur Gewohnheit der Mannschaft gehört. Dennoch war die Mannschaft motiviert, die Punkte aus der Weiberner Halle entführen zu können und aus der längsten Auswärtsfahrt der Saison eine Erfolgsgeschichte entstehen zu lassen. Dank einiger guter Anspiele an den Kreis und mehrerer Paraden in der Abwehr kamen die Wissener gut ins Spiel. Bis zur 11. Spielminute gelang es, mit vier Toren in Führung gehen (5:1). Doch langsam agierte die Abwehr des TuS Weibern besser und nutze alle Fehler, die der SSV machte. Der Ausgleich in der 17. Minute war die Folge (6:6). Dem SSV unterliefen weiterhin immer wieder Fehlpässe und Fehlwürfe. Weibern baute nun seine Führung bis zur Halbzeit immer deutlicher aus, wodurch die Wissener zur Halbzeit 7:14 im Hintertreffen lagen.

In der Halbzeitansprache äußerte Trainer Wolfgang Becher seinen Unmut über die mangelnde Spieldisziplin in Abwehr und Angriff. Auf beiden Seiten sei viel Platz für Verbesserung, die er entsprechend von seiner Mannschaft für die zweiten 30 Minuten einforderte. Die zweite Halbzeit begann und die Wissener schwächelten weiter. Es passierten viele Fehler, wodurch der TuS Weibern einen zwischenzeitigen Zehn-Tore-Vorsprung erarbeiten konnte. Zum Ende gelang es dem SSV noch durch wieder bessere Abwehrarbeit und gewonnene Bälle in der Defensive, einfache Konter zu fahren und sechs Tore Rückstand zu verkürzen, so dass es am Ende 29:23 stand. Erneut vergab der SSV zu viele gute Chancen, darunter jeweils drei Tempogegenstöße und Siebenmeter.

Der SSV95 spielte mit Kilian – Gräber (2), Brenner, C. Hombach (4/1), Nickel (2), Demmer (3), Flender (1), Greb (5/1), P. Hombach (3), Perez Leal (3).

SSV95 erneut ohne Punkte
Nachdem es am Samstag in Weibern nicht gelungen war, die erhofften Punkte mitzunehmen, wollte der SSV es gleich am darauffolgenden Sonntagnachmittag (24. März) besser machen und Punkte aus diesem Doppelspieltag erobern. Doch die Wissener Mannschaft tat sich gleich von Beginn an schwer. Komplett konträr zum Vortag kamen die Gastgeber in den Anfangsminuten gar nicht ins Spiel. Die hatte zur Folge, dass es nach rund 14 Minuten 4:9 für die Gegner aus Güls. Nun nahm Trainer Wolfgang Becher die erste Auszeit. Diese schien Früchte zu tragen, denn die Siegstädter konnten den Rückstand in den nächsten zehn Minuten auf nur noch zwei Tore verkürzen. So ging es beim Spielstand von 13:15 in die Pause, nachdem der erneut stark spielende Marco Cassens mit einem seiner vier Treffer den Schlusspunkt der ersten Halbzeit setzte.

In der Halbzeitpause nahm sich die Mannschaft dann vor, weiter zu kämpfen und nun in der zweiten Hälfte nochmal alles zu geben. Die zwei Tore Rückstand aufzuholen sei absolut machbar. Nach dem Seitenwechsel plätschert das Spiel etwas vor sich hin. Die Gegner vom TV Güls II konnten sich nicht weiter absetzen, die Wissener Mannschaft schaffte es durch einige vergebene Chancen im Angriff aber nicht, den Rückstand zu verkürzen. So war der Rückstand nach 45 gespielten Minuten unverändert (20:22). Nun riss sich der SSV nochmals zusammen. Es gelang durch gute Abwehrarbeit eine Unterzahl ohne Gegentor überstehen und kämpfte sich bis auf ein Tor heran. Die nächsten Minuten gehörten den beiden Hombachs auf Seiten der Wissener. Zuerst war es Christian Hombach, der per Siebenmeter zum Ausgleich traf, dann war es Philip Hombach, der in der 50. Spielminute die erste und einzige Führung des SSV erzielte. Durch hektische Aktionen in Ballbesitz konnte man diese Führung jedoch nicht halten. Entsprechend übernahm der TV Güls diese wieder. Beim Stand vor 25:26 wurde wieder fahrig gespielt und der Ballbesitz vergeben. Trotz allem kam der SSV ein letztes Mal an den Ball. Erneut wurde nicht ideal ausgespielt, sodass zwei Sekunden vor Ablauf der Spielzeit die Uhr angehalten wurde und der SSV noch einen letzten Wurf bekommen würde. Diesen nahm sich Phillip Hombach, der das Runde leider nicht im Eckigen unterbringen konnte. Dies hatte auf Seiten der Gastgeber ausschließlich enttäuschte Gesichter zur Folge, der SSV unterlag 25:26.

In der Schlussphase gab es noch einige diskussionswürdige Entscheidungen gegen den SSV. Hierüber war der Torhüter der Heimmannschaft so aufgebracht, dass er seinen Unmut lautstark kundtat. Der Schiedsrichter bezog dies auf sich, sodass er ihm die blaue Karte zeigte. Damit endete für den Torwart, der im Spiel 20 Paraden verbuchen konnte, der Nachmittag sehr unschön. Auf diesem Wege entschuldigt er sich öffentlich bei seinen Mannschaftskameraden. Insgesamt müssen sich die Wissener erneut mangelnde Chancenverwertung und fehlende Konzentration vorwerfen lassen. Auch das Umschaltspiel nach hinten war nicht gut genug, um bestehen zu können. Der Sieg gegen einen Gegner auf Augenhöhe wäre sicherlich realisierbar gewesen, dafür unterliefen dem SSV jedoch deutlich zu viele Fehler.

Es spielten auf Wissener Seite: Kilian, Cassens (4), Burghaus (1/1), C. Hombach (2/1), Diederich (1), Brenner (2), Pfeifer, Nickel, Perez Leal (3/1), Demmer (5), Orthey, P. Hombach (4), Hohlstamm, Gräber (3).
Am kommenden Sonntag, den 31.03. bestreiten die Herren ihr nächstes Spiel auswärts in Westerburg gegen die HSG Westerwald. Das nächste und letzte Heimspiel der Saison ist am 13.04. gegen Puderbach.

Damen feiern Auswärtssieg in eigener Halle
Aufgrund dessen, dass der HSV Rhein-Nette das Hinrunden-Spiel der Bezirksliga in Wissen nicht bestritten hatte, wechselte das Heimrecht für das Rückspiel. Entsprechend wurden erstmalig die Tore des SSV in der heimischen Konrad-Adenauer-Halle bei den Gästen geführt.

Die Mannschaft um Trainer Andreas Groß startete gut in die Begegnung. Die Abwehr konnte in einer von einfachen technischen Fehlern geprägten Anfangsphase Bälle gewinnen. Durch gutes Tempospiel nach vorne gelang es nach rund vier Minuten mit 3:0 in Führung zu gehen. Danach tat sich der SSV im Angriff ähnlich schwer, wie in den vergangenen Wochen. Entsprechend wirke das Spiel ein wenig zäh, da es von Abwehrarbeit geprägt war, denn von spielerischem Glanz. Rhein-Nette schaffte es durch auszugleichen (3:3), was der SSV seinerseits wieder kontern konnte (5:3). Nachdem die Gastgeber in fremder Halle beim Stand von 8:7 erst- und einzigmalig in Führung gehen konnten, folgte noch der Ausgleich zum Halbzeitstand.

In der zweiten Hälfte gelang es den SSV-Ladies, die Führung wieder an sich zu nehmen. Insgesamt zeigte sich ein Spiel mit Gegner auf Augenhöhe, bei dem die Wissenerinnen immer leichte Vorteile auf ihrer Seite hatten. Als die leicht bessere Mannschaft lagen sie immer ein bis zwei Tore in Front. Die Entscheidung fiel letztlich nach der zweiten Groß-Auszeit in den Spielminuten 53 bis 56. Durch einen 3:1-Lauf konnten die Siegstädterinnen auf 17:13 davonziehen. Rhein-Nette konnte das Ergebnis nur noch leicht verbessern bis zum Endstand von 17:15 und der SSV fuhr endlich den langersehnten Sieg ein.

Es spielten für den SSV95: Christina Leidig, Jana Steiger – Elena Hombach (1), Sophie Krafft, Tanja Quast (3), Jule Flender (4/2), Johanna Schmidt (6/1), Alexandra Müller (2), Jenny Kemper, Maya Muders (1), Katharina Buhr, Ronja Retz, Viola Hild und Anica Trudrung. (PM)



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