Werbung

Nachricht vom 29.03.2019    

Zu Gast im Kirchenkreis „Oberes Havelland“

Auf einer Rundreise durch den Kirchenkreis „Oberes Havelland“ in Brandenburg erlebten die Mitglieder des Kreissynodalvorstandes aus dem Evangelischen Kirchenkreis Altenkirchen, wie die Partner mit ihren vielen historischen Kirchen und Klosteranlagen herausgefordert werden und welche Ideen sie zu Erhalt und Nutzung entwickelten und umsetzen.

Auf einer Rundreise durch den Kirchenkreis „Oberes Havelland“ in Brandenburg erlebten die Mitglieder des Kreissynodalvorstandes aus dem Evangelischen Kirchenkreis Altenkirchen, wie die Partner mit ihren vielen historischen Kirchen und Klosteranlagen herausgefordert werden und welche Ideen sie zu Erhalt und Nutzung entwickelten und umsetzen. (Foto: Ute König)

Altenkirchen/Templin. Zu einem intensiven Austausch kamen die beiden Leitungsgremien der evangelischen Kirchenkreise Altenkirchen und Oberes Havelland diesmal für drei Tage im brandenburgischen Templin zusammen. Viele aktuelle Herausforderungen verbinden die beiden ländlichen Kirchenkreise, aber auch viel langjährig vertrautes Miteinander durch die gegenseitigen Besuche und Kontakte. Schon lange „vor der Wende“ gab es die Partnerschaft zwischen den Evangelischen im Kreis Altenkirchen und dem damaligen Kirchenkreis Gransee. Dieser ging dann in den 90er Jahren in einem größeren Kirchenkreis auf, in 2010 entstand daraus – nochmals erweitert – der Kirchenkreis „Oberes Havelland“. Der dortige Superintendent Uwe Simon und der Kreiskirchenrat empfingen Amtskollegin Andrea Aufderheide mit den Kreissynodalvorstands-Mitgliedern (KSV) Ute König (Betzdorf), Martina Pohlmann-Jerusalem (Wissen), Reinhild Roßbach (Hilgenroth), Ulrike Thiel-Schmidt (Altenkirchen), Hildburg Thomas (Wissen), Pfarrer Marcus Tesch (Wissen) und Pfarrer Peter Zahn (Herdorf) in Templin.

Einblicke in die jeweilige „Kirchenkreis-Welt“
In einer ausgiebigen Arbeitsphase – diese wechselten mit Austausch und Besichtigungen – ging es zunächst um Einblicke in die jeweilige „Kirchenkreis-Welt“, die Schwerpunktthemen „Jugendarbeit“ und „Kirchliche Kindertagesstätten“, aber auch um Fachkräftemangel und demographische Veränderungen in Pfarrerschaft und Gemeinden. Trotz teils unterschiedlicher Voraussetzungen in Brandenburg und im Rheinland – so sind etwa alle evangelischen Schulen und Kindertageseinrichtungen im Kirchenkreis Oberes Havelland in einem diakonischen Trägerverbund vereint – bietet der Austausch immer wieder neue Denkansätze und Anregungen. „Der Kirchenkreis Oberes Havelland ist uns auf Grund seiner Struktur immer um einige Entwicklungsschritte voraus“, unterstreicht Superintendentin Andrea Aufderheide. „Wir sind dankbar, dass wir aus diesem Erfahrungsschatz schöpfen dürfen!“ Dankbar wiederum sind die brandenburgischen Kirchenaktive für die stetigen Anregungen, aber noch immer für die Unterstützung aus dem Westerwald in den Nachwendezeiten. Dies wurde wieder mehrfach bei dem Treffen verdeutlicht. Beide Kirchenkreise vereint aktuell auch die Frage, wie man mit rechtspopulistischen Strömungen umgeht: Welche Handlungsmöglichkeiten innerhalb der Kirchenordnungen schließen es aus, gleichzeitig Mitglied in einer dem christlichen Leitbild zuwiderlaufenden Partei und einem kirchlichen Leitungsgremium zu sein?

Neues ausprobieren
Dass aufgrund der historischen und strukturellen Gegebenheiten immer weniger Menschen die Gottesdienste in den zahlreichen historischen Kirchen in der Havelregion besuchen, ist es für die dortigen Gemeinden schon lange selbstverständlich Neues auszuprobieren oder von sich aus dorthin zu gehen, wo Menschen sich ohnehin versammeln. Auf einer „Klöster- und Kirchenrundreise“ der beiden Leitungsteams gab es zahlreiche beeindruckende Einblicke in Kirchen, die etwa als „Konzert-Ort“ oder als Mittelpunkt kulturellen Lebens vor Ort genutzt werden. Die „Altenkirchener“ hörten von gut genutzten Angeboten wie etwa Hubertusmessen oder Biker-Gottesdienste mit mehr als 1.000 Besuchern, hörten von gelungenem Miteinander der Kommunen und Kirche, unter anderem in den Bereichen Tourismus und Bildung.

„Werbeblock“ für den Westerwald
„Wenn Gott die Welt liebt, dann dürfen wir sie auch lieben“: Superintendent Uwe Simon nutzte einen Gottesdienst in Zehdenick, zu dem sich die beiden Kirchenkreis-Teams mit vielen interessierten Christen aus der Region versammelten, seine Predigt auch für einen „Werbeblock“ für den Westerwald. Er beschrieb die Schönheiten des Westerwaldes, den er durch seine mehrmaligen Besuche schätzen gelernt hat, und appellierte an die „Uckermärker“, die selbst in so einer schönen Heimat leben dürften, doch mal auf die Reise zu den Partnern im Kirchenkreis Altenkirchen zu gehen. „Da wo Menschen Heimat finden, da empfinden sie die Liebe zur Welt!“

„Wir sind wieder sehr bereichert und angeregt worden“, bilanziert Synodalassessor Pfarrer Marcus Tesch die ausgefüllten Tage, die von Fröhlichkeit und Herzlichkeit geprägt waren. Dankbar sei man auch, dass man den Gemeindebus aus Gebhardshain nutzen durfte und so gemeinsam gut die lange Reise meistern konnte. (PES)



Interessante Artikel



Jetzt Fan der AK-Kurier.de Lokalausgabe Altenkirchen auf Facebook werden!


Kommentare zu: Zu Gast im Kirchenkreis „Oberes Havelland“

Es sind leider keine Kommentare vorhanden


Aktuelle Artikel aus der Kultur


Nach einem Jahr Pause: Komödie im „Residenztheater Gebhardshain“

Gebhardshain.Die Lachmuskeln der Zuschauer wurden mit dieser Komödie Schlag auf Schlag bedient. Das Thema, eine fast krankhafte ...

Klangwerk Morsbach: Rauschende Oscar-Nacht in der Kulturstätte

Morsbach. Alle Musiker hatten sich wieder in Schale geworfen, die Damen in langen Abendkleider und die Herren in schwarzen ...

So erlebte „Grandpa“ das Sido-Konzert in Köln

Das Kind hatte sich Konzertkarten für Sido bestellt, aber niemand aus dem Freundeskreis wollte mit. Also wurde der alte Mann ...

„Open Stage“ im Jugendzentrum Hachenburg

Hachenburg. Egal ob ihr solo, als Band oder auch als Dj oder Djane auftreten möchtet, an diesem Abend habt ihr die Möglichkeit ...

Weihnachtskonzert auf dem Herdorfer Rathausinnenhof

Herdorf. Längst ist das Open-Air-Event zu einer geliebten Tradition für viele Herdorfer und Gäste aus der Umgebung geworden. ...

Buchtipp: „Rote Kerzen, Tannengrün“ von Eva von Kalm

Dierdorf/Norderstedt. Eva von Kalm wohnt in Erpel. Seit ihrer Kindheit liebt sie es, Geschichten zu erzählen und seit 2015 ...

Weitere Artikel


C-Junioren-Sichtungstraining bei der JSG Wisserland

Wissen. Auch wenn die Fußballer in allen Ligen derzeit noch um Tore und Punkte kämpfen: Die nächste Saison will geplant sein. ...

Sparkasse Westerwald-Sieg weiter auf Wachstumskurs

Bad Marienberg. Das Jahr 2018 hat die Sparkasse Westerwald-Sieg intensiv genutzt, weiter in die Qualifizierung ihres Beraterteams ...

Neue Standesbeamtin: Bei Lena Hombach sagt man „Ja“

Daaden. Nach absolviertem Grundlehrgang und bestandener Prüfung an der Akademie für Personenstandswesen in Bad Salzschlirf ...

FDP-Bürgerliste kandidiert für den Herdorfer Stadtrat

Herdorf. Nach einem kritischen Bürgergespräch und der lebhaften Diskussion mit Herdorfs Stadtbürgermeister Uwe Erner hat ...

SG Westerwald: Tennisabteilung startet in die Saison

Gebhardshain. Die Weichen für den Start in die Sommersaison stellte jetzt die Tennisabteilung der SG Westerwald in ihrer ...

SSV95 Wissen: Zwei Niederlagen, ein Sieg

Weibern/Wissen. Wieder keine Punkte für die Wissener Handball-Herren in der Landesliga: In Weibern verlor man deutlich, gegen ...

Werbung