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Nachricht vom 06.04.2019    

Rückblick auf ein historisches Jahr für die Feuerwehr Oberlahr

Oberlahr. Gut gefüllt war der Schulungsraum im neuen Feuerwehrhaus Oberlahr an der Brucherstraße zur Jahreshauptversammlung des Löschzuges Oberlahr. Neben der aktiven Mannschaft sowie den Vertretern aus der Altersabteilung konnte Wehrführer André Wollny den Ersten Beigeordneten der Verbandsgemeinde Flammersfeld, Rolf Schmidt-Markoski, und Vertreter der übrigen Kommunen begrüßen. Das Jahr 2018, machte Wollny klar, war ein historisches für die Oberlahrer Wehr.

Wie immer gab es auch Ernennungen und Beförderungen bei der Oberlahrer Wehr. (Foto: Feuerwehr Oberlahr)

Oberlahr. Gut gefüllt war der Schulungsraum im neuen Feuerwehrhaus Oberlahr an der Brucherstraße zur Jahreshauptversammlung des Löschzuges Oberlahr. Neben der aktiven Mannschaft sowie den Vertretern aus der Altersabteilung konnte Wehrführer André Wollny den Ersten Beigeordneten der Verbandsgemeinde Flammersfeld, Rolf Schmidt-Markoski, mit den zuständigen Mitarbeitern der Verwaltung, Ortsbürgermeisterinnen und Ortsbürgermeistern aus den Gemeinden des Ausrückebereiches und Verbandsgemeindewehrleiter Stefan Krämer sowie den Stellvertreter Raphael Jonas begrüßen. „Es ist die erste Jahreshauptversammlung im neuen Feuerwehrhaus, jedoch gleichzeitig die letzte des Löschzuges Oberlahr innerhalb der seit 85 Jahren bestehenden Verbandsgemeindefeuerwehr Flammersfeld in der bekannten Form“, eröffnete Wollny die Versammlung im Hinblick auf die Fusion mit der Verbandsgemeinde Altenkirchen. „Die anstehende Fusion der beiden Gemeinden betrifft auch die Arbeit der insgesamt neun Löschzüge, was wir bereits jetzt in einigen Vorbereitungs- und Arbeitsgruppen mit durchaus positiven Ergebnissen feststellen können.“ Gerade im Bereich der ehrenamtlichen Feuerwehrarbeit sei ein gemeinsames Miteinander für alle Wehren unverzichtbar, so der Wehrführer.

Eindrucksvolle Bilanz
Im Jahresbericht der Wehrführung konnten Wollny und sein Stellvertreter Ingo Becker mit einer eindrucksvollen Bilanz aufwarten. Die insgesamt 29 Übungsdienste, 30 belegten Ausbildungsplätze und besuchten Fortbildungsseminare auf Kreis-, Landes- und Feuerwehrverbandsebene sowie die Absolvierung zahlreicher Gerätedienste, führten alleine zu rund 2.500 Stunden ehrenamtlichem Feuerwehrdienst. Besonders wurde die Leistung der Gerätewarte, Jugendwarte und Atemschutzgerätewarte hervorgehoben, die neben ihrer regulären Teilnahme am Feuerwehrdienst, diese hochverantwortungsvolle Arbeit zusätzlich nebenbei leisten.

Das Jahr 2018 brachte für den Löschzug mit 76 Einsätzen eine verhältnismäßig hohe Zahl gegenüber einem durchschnittlichen Einsatzjahr mit sich. Die Gesamtzahl gliederte sich in 19 Brandeinsätze, 46 Hilfeleistungen und neun Brandmeldeanlagen-Alarme. Hauptgrund für die hohe Einsatzzahl waren zwei Sturmereignisse im Januar des vergangenen Jahres, die alleine zu rund 20 Einsatzstellen für die Wehr führten. Stark erhöht war auch die Zahl der Vegetationsbrände. „Aufgrund des bekanntlich sehr trockenen Jahres, kam es in 2018 zu einer Vielzahl von Hecken-, Wald- und Flächenbränden, deren Aufkommen bis Ende November anhielt“, führte Wollny aus.

Historische Ereignisse
Historisch gesehen brachte 2018 gleich zwei wichtige Ereignisse für den Löschzug mit sich: Nach 15-monatiger Bauzeit konnte die Wehr im Mai endlich Ihre neue Feuerwache beziehen. Zudem folgte im August die Auslieferung eines neuen Mannschaftstransportfahrzeuges für die Wehr. Wollny fand lobende Worte für die gegründete Arbeitsgruppe, die sich rund zweieinhalb Jahre in vielen Sitzungen und Terminen mit dem Neubau des Feuerwehrhauses und der Detailplanung hierzu befasst hatte. Auch durch dieses Engagement konnten zahlreiche Finanzmittel eingespart und der geplante Kostenrahmen eingehalten werden. Er dankte seinem Vorgänger Ingo Becker und dessen Stellvertreter Jörg Eschenbacher, die die Geschicke der Wehr im ereignisreichen Jahr gelenkt hatten, sowie allen Kameradinnen und Kameraden für die gute Zusammenarbeit und Unterstützung, da sie viel Zeit für dieses Ehrenamt opferten.

Den Jahresbericht der Jugendfeuerwehr gab Anja Bruckner vom Betreuerteam. Die Jugendfeuerwehr Oberlahr, erst im Jahr 2015 gegründet, weist mittlerweile eine Mitgliederzahl von 18 Mädchen und Jungen auf. Im letzten Jahr konnten weitere zwei Jugendliche nach Vollendung des 16. Lebensjahres in den aktiven Dienst des Löschzuges wechseln. Das Betreuerteam besteht aktuell aus insgesamt sechs Mitgliedern des aktiven Löschzuges und bildet zweimal im Monat beim Jugendfeuerwehrdienst den Nachwuchs der Wehr aus. Am 15. Juni ist ein Schnuppertag für interessierte Kinder rund ums Feuerwehrhaus geplant.

159 Aktive in der VG-Wehr
In seinem Grußwort dankte Wehrleiter Stefan Krämer allen Aktiven für ihr Engagement und auch den Partnerinnen und Partner, die oftmals wegen der Feuerwehr privat zurückstecken müssten. Er gab eine kurze Zusammenfassung und informierte über anstehende Aufgaben der vier Löschzüge. Zum 31. Dezember 2018 wies die Personalstatistik der Verbandsgemeindefeuerwehr Flammersfeld einen Bestand von 159 aktiven Wehrleuten auf. Dies zeige entgegen dem bundesweit sinkenden Mitgliedertrend, dass immer wieder Leute in der Verbandsgemeinde zu diesem verantwortungsvollen Ehrenamt fänden. Er betonte die gute Zusammenarbeit im Bereich der Feuerwehren beider Verbandsgemeinden in Vorbereitung auf die Fusion, denn beide VG-Feuerwehren seien hier bereits eng zusammengerückt. „Man kann sagen, dass bei den Feuerwehren die Fusion bereits jetzt gelebt wird“, so Krämer.

Die Ortsbürgermeister des Ausrückebereichs dankten der Oberlahrer Mannschaft für ihr Engagement und die immer zuverlässige Arbeit im Interesse der Bürgerinnen und Bürger. Der Erste Beigeordnete der Verbandsgemeinde, Rolf Schmidt-Markoski, überbrachte die Grußworte und den Dank des Verbandsgemeinderates und betonte seine persönliche, enge Verbundenheit mit der Oberlahrer Wehr, die nicht zuletzt aus den gemeinsam bewältigten Aufgaben und Ereignissen des letzten Jahres resultiere. Er dankte allen Ehrenamtlern für die geleistete Arbeit und das stets vorbildliche Engagement, welches selbst die Jüngsten in der Jugendfeuerwehr bereits zeigten.

Ernennungen und Beförderungen
Im Anschluss konnte Schmidt-Markoski folgende Kameraden ernennen und befördern: Per Handschlag wurden mit Niklas Adrian, Leonard Fröhlich, Niklas Jurtan, Tim Katowitsch und Jan Marx gleich fünf neue Feuerwehrmitglieder für den aktiven Dienst verpflichtet. Nach erfolgreich absolvierten Lehrgängen wurden Jan Marx zum Gerätewart sowie René Becker und Sascha Liedhegener zum Gruppenführer bestellt. Ebenfalls nach erfolgreich bestandenen Lehrgängen wurden Jannis Hähn und Marius Kemper zum Feuerwehrmann, Maximilian Polenk zum Oberfeuerwehrmann, Jannik Birnbach zum Hauptfeuerwehrmann sowie René Becker und Sascha Liedhegener zum Brandmeister befördert. (PM)


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