Werbung

Nachricht vom 08.04.2019 - 07:24 Uhr    

Katastrophenschutzeinheiten übten den Einsatzfall

Die Feuerwehren der Region haben, nachdem zu Jahreswechsel 2018/2019 ein Konzept für die vorbereitete überörtliche Hilfeleistung beschlossen wurde, erstmals gemeinsam geübt. Es handelt sich bei diesen Kräften um Einheiten aus den Landkreisen, die zum Leitstellenbereich Montabaur zählen, also Altenkirchen, Neuwied, Rhein-Lahn und Westerwald. Aus den Landkreisen werden Löschzüge zusammengestellt, ohne den Grundschutz in den Standorten zu vernachlässigen.

Registrierung der eintreffenden Einheiten. (Foto: kkö)

Region. Nachdem im Januar 2019 ein gemeinsames Konzept der Landkreise Altenkirchen, Neuwied, Rhein-Lahn – alle Leitstellenbereich Montabaur – sowie des Leitstellenbereichs Koblenz und des Rhein-Hunsrück-Kreises für die überörtliche Hilfe beschlossen worden ist, wurde am Samstag (6. April) dieses Konzept erstmals im Rahmen einer großen Übung umgesetzt. In der Region machten sich nach der Alarmierung, die gegen 9.15 Uhr ausgelöst wurde, zahlreiche Feuerwehrfahrzeuge auf den Weg in vorher festgelegte Sammelräume. Aus dem Kreis Altenkirchen wurden Fahrzeuge aus Altenkirchen, Weitefeld, Wissen, Hamm und Horhausen besetzt und fuhren den Sammelraum am Feuerwehrgerätehaus Horhausen an. Hier wurde Verpflegung für die Einsatzkräfte ausgegeben und die Funkrufnamen, die natürlich einheitlich sein sollten, ausgegeben. Die Feuerwehreinsatzzentrale übernahm die Koordination der eintreffenden Fahrzeuge und die Kommunikation mit der bereits in Neuwied befindlichen Bereitschaftsführung.

Insgesamt 450 Feuerwehrleute beteiligt
Nach der Einweisung fuhren die Fahrzeuge aus den Sammelräumen die Unterkunft des THW in Neuwied an. Nach und nach trafen hier die rund 30 Fahrzeuge mit rund 140 Einsatzkräften ein und wurden von den Helferinnen und Helfern des THW registriert. Der THW-Ortsverein Neuwied war hierbei mit 19 Kräften tätig. Insgesamt, so die Verantwortlichen, waren an dieser Übung rund 450 Feuerwehrleute mit 90 Fahrzeugen beteiligt. Neben den Kräften aus dem Leitstellenbereich Montabaur waren die Einheiten aus dem Leitstellenbereich Koblenz sowie aus dem Rhein-Hunsrück-Kreis alarmiert worden.

Übungsszenario: Unwetter im Rheinland
Als fiktive Lage war ein Unwetter im Bereich der Stadt Bonn und dem Rhein-Sieg-Kreis angenommen worden. Die dortigen Einheiten konnten sich, aufgrund zahlreicher Einsatzstellen im jeweiligen Einsatzbereich, nicht unterstützen. Daher wurde die überörtliche Hilfe aus Rheinland-Pfalz angefordert. Die im Sammelraum Neuwied zusammengetroffene Bereitschaft fuhr als Verband, 30 Fahrzeuge sind die maximale Anzahl, bei der der Verband als ein Fahrzeug gilt, nach Montabaur. Im Einsatzleitwagen (ELW 2) des Kreises Neuwied wurde allerdings die Routenplanung für die Fahrt nach Bonn berechnet, um auch hier die Zeiten möglichst reell ermitteln zu können.

Vorbild NRW
Diese vorbereitete überörtliche Hilfe orientiert sich, so die Verantwortlichen, an dem Konzept des Nachbarlandes NRW. Dort besteht ein solches Konzept bereits seit mehr als zehn Jahren und hat sich, so alle Beteiligten Führungskräfte in verschiedenen Einsatzsituationen, auch über die Landesgrenzen hinaus bewährt. In Rheinland-Pfalz stellt diese Form der Zusammenarbeit „Neuland“ dar, soll aber auch als Muster für das gesamte Bundesland gesehen werden. Wie die Verantwortlichen erklären, soll es zukünftig dann zwei Abteilungen, nördliches und südliches Rheinland-Pfalz, geben. Sicherlich, darüber sind sich alle Führungskräfte einig, wird das Konzept immer wieder überprüft und angepasst werden müssen. Für die Fahrer der Feuerwehrfahrzeuge war es vielfach der erste „Marsch im Verband“ und auch für die Kraftfahrer von PKWs ist ein solcher Anblick nicht alltäglich. Hier, so die Verantwortlichen, liegen noch zahlreiche Unwägbarkeiten. So werden in NRW Feuerwehrmotorräder zur Begleitung der Verbände eingesetzt, was sich bewährt hat.

Übungsziele erreicht
Weitere Übungsziele, Alarmierung und Kommunikation, haben, von kleinen Pannen abgesehen, in allen beteiligten Kommunen funktioniert, so Ralf Schwarzbach, stellvertretender Kreisfeuerwehrinspekteur (KFI) des Kreises Altenkirchen und Altenkirchener Wehrleiter. Sicher müssen noch weitere Übungen folgen, um möglichst alle Schwachstellen zu erkennen und diese dann beheben zu können. Wichtig, so sind sich die Verantwortlichen einig, ist es aber, dass die Einsatzkräfte, mit Ausnahme der Abteilungsführung, die die Berufsfeuerwehr Koblenz stellt, aus den Reihen der freiwilligen Feuerwehren der beteiligten Landkreise kommen. Auch bei solchen Übungen zeigt sich, dass die Feuerwehrleute ihre Freizeit zum Schutz der Bevölkerung einbringen. (kkö)



Interessante Artikel



Jetzt Fan der AK-Kurier.de Lokalausgabe Altenkirchen auf Facebook werden!

Weitere Bilder (für eine größere Ansicht klicken Sie bitte auf eines der Bilder):
     


Kommentare zu: Katastrophenschutzeinheiten übten den Einsatzfall

Es sind leider keine Kommentare vorhanden


Aktuelle Artikel aus der Region


Klimaschutz: Acht Verbandsgemeinden verbessern ihre Energieeffizienz

Kirchen/Region. Acht Verbandsgemeinden aus dem Westerwald haben sich im September 2017 zu einem Netzwerk zusammengeschlossen, ...

PKW überschlug sich: Fahrerin schwer verletzt

Niederfischbach. Eine 59-Jährige PKW-Fahrerin wurde bei einem Verkehrsunfall am frühen Dienstagmorgen schwer verletzt. Gegen ...

Dorfgemeinschaftsverein Katzwinkel-Elkhausen spendet Kalender-Erlös

Katzwinkel-Elkhausen. Startschuss zur Bestellung des für 2020 aufgelegten Heimatkalenders, den der Dorfgemeinschaftsverein ...

Prüfen, Rufen, Drücken: Aktionstag zur Wiederbelebung im Kreishaus

Altenkirchen. Am Montag (16. September) informierten Helfer des DRK-Ortsvereins Altenkirchen-Hamm über die Maßnahmen der ...

Hochwasser-Partnerschaft Wied-Holzbach

Neustadt. Um sich an Wied und Holzbach gegen Hochwasser zu wappnen, haben sich die Stadt Neuwied, die Verbandsgemeinden Rengsdorf-Waldbreitbach, ...

60 Jahre Diakonisches Werk in Altenkirchen

Kreis Altenkirchen. Mit dem Gottesdienst, einem Empfang nebst Fachvortrag und einem Tag der Offenen Tür wurde das Fest einer ...

Weitere Artikel


Gartenhaus in Niederwambach in Sonntagnacht abgebrannt

Niederwambach. Zum Glück stellte sich heraus, dass nur eine größere Gartenhütte brannte. Personen waren nicht in Gefahr und ...

Fahrerflucht zwischen Etzbach und Hamm

Etzbach. Zu einem Unfall mit einem verletzten PKW-Fahrer kam es am Samstag (6. April) gegen 9.50 Uhr. Laut Bericht der Polizeiinspektion ...

Jugendfeuerwehr Altenkirchen lernte Rettungshundestaffel kennen

Altenkirchen. Das war ein „Einsatz“ der besonderen Art für die BRH Rettungshundestaffel Westerwald e. V.: Es ging nicht ...

Jetzt startet die „Spurensuche Gartenschläfer“

Region. „Das Verschwinden der Gartenschläfer ist wirklich besorgniserregend“, erklärt Sven Büchner Biologe der Justus-Liebig-Universität ...

Wilde Ablagerung von Grünabfall ist verboten

Betzdorf/Kreisgebiet. Der Struthwald in Betzdorf stellt einen ökologisch überaus wertvollen Bereich innerhalb der Stadt dar. ...

Der Umwelt zuliebe: Müllsammelaktion in Pracht

Pracht. Die Flursäuberungsaktion in der Gemarkung Pracht wurde von vielen Bürgern der Ortsgemeinde durchgeführt. Insgesamt ...

Werbung