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Nachricht vom 09.04.2019    

Eichelhardter Group Schumacher ist auf Expansionskurs

Die Group Schumacher ist ein waschechter „68er“: In Eichelhardt begann in dem berüchtigten Jahr die Erfolgsgeschichte eines Unternehmens, das heute 500 Mitarbeiter zählt und global agiert. Die jüngste Niederlassung entsteht in China. Auch am Stammsitz in Eichelhardt stehen die Zeichen auf Expanion. Schumacher-Systeme werden insbesondere in Mähdreschern bei der Ernte von Getreide, Soja und Reis sowie in Ballenpressen bei der Bergung von Heu und Stroh eingesetzt. Weltweit steckt in jedem Mähdrescher mindestens ein System oder eine Komponente von Schumacher.

Eine Delegation des Sino-German-Ecopark in Qingdao (China) zum strategischen Gespräch in Eichelhardt: (von links) Zhu Tieyi, Xue Junting, Wang Weiqun, Zhao Hui, Zaho Wie, Arno Dittmer und Selina Schumacher. (Foto: Group Schumacher)

Eichelhardt. „Wer glaubt etwas zu sein, hat aufgehört etwas zu werden“. Dieses Zitat von Sokrates trifft aktuell die Dynamik, die die Group Schumacher mit Hauptsitz in Eichelhardt an den Tag legt. Das Familienunternehmen arbeitet konsequent an seinem Anspruch, weltweit der führende Anbieter für Komponenten der Schnitt- und Bindetechnologie in Ernteprozessen zu sein, die Halmfrüchte betreffen beziehungsweise Halme verarbeiten. Schumacher-Systeme werden insbesondere in Mähdreschern bei der Ernte von Getreide, Soja und Reis sowie in Ballenpressen bei der Bergung von Heu und Stroh eingesetzt.

Neuer Standort in China
Das Unternehmen, 1968 aus einem landwirtschaftlichen Betrieb in Eichelhardt heraus gegründet, ist heute mit über 500 Mitarbeitern, zwei Technologiestandorten in Deutschland, Unternehmen in den USA, Brasilien und Russland sowie seit Januar 2019 auch in China aktiv. „Nachdem wir 2017/18 unseren Firmenstandort in Iowa/USA mit einem Investitionsvolumen von vier Millionen Euro für die Marktarbeit in Nord-Amerika modernisiert und ausgebaut haben, freuen wir uns nun über die Gründung eines eigenen Firmenstandortes in China“, so Selina Schumacher, Vertreterin der dritten Familiengeneration im Unternehmen. „Gemäß unserer Strategie, in allen wichtigen Ernteregionen der Welt mit einem eigenen Technik- und Vertriebsteam präsent zu sein, wollen wir nun auch die Potenziale auf den wachsenden Märkten für Landtechnik in China, Japan und Südkorea besser nutzen.“

Schumacher folgt mit seinem Engagement nicht nur den Ansprüchen global agierender Landtechnik-hersteller, sondern stellt sich den spezifischen Herausforderungen jeder Ernteregion und entwickelt eigene technische Lösungen für die vorherrschenden landwirtschaftlichen Bedingungen. So wird in China auf dem Feld verbliebenes Maisstroh im Winter bei minus 40 Grad Celsius zu kleinen Ballen gepresst, die in der energetischen Verwertung eingesetzt werden. Die thermische Belastung der Garnknoter, die die mechanische Garnbindung um die Ballen erledigen, ist dabei immens hoch. In den europäischen und nordamerikanischen Ernteregionen hingegen geht es darum, immer größere Ballengewichte bis 800 Kilogramm und damit steigende Ballendichten durch umlaufendes Garn reissfest zu binden und so die Ballen transportsicher zu machen. Die Art und Festigkeit der Knoten erfordern dabei komplett neue Lösungen und Innovationen, für die Group Schumacher unter anderem 2015 durch die Deutsche Landwirtschaftsgesellschaft ausgezeichnet wurde.



Standorterweiterung in Eichelhardt steht an
„Group Schumacher ist in diesem Spezialbereich der einzige Hersteller von Knoter- und Bindetechnik weltweit, der mit einem derart breiten Know-how aufgestellt ist. Einen weiteren wichtigen Schritt zur Festigung unserer Position als Technologieführer machen wir aktuell mit der Übernahme des Geschäftsfeldes Knoter unseres bisherigen Mitbewerbers Raussendorf Maschinen- und Gerätebau GmbH“, erläutert Fred Schumacher. Raussendorf hat sich als ostdeutsche Landtechnikmarke in Asien und im Nahen Osten ebenfalls einen Namen gemacht. Mit den entstehenden Synergien will Group Schumacher alle Forschungs- und Entwicklungsaspekte, Fertigungsprozesse und Marktaktivitäten noch gezielter und umfassender im Sinne des Kundennutzens weiterentwickeln.

„Die globalen wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen setzen unsere deutschen Technologie- und Fertigungsstandorte unter Zugzwang. Um unsere Chancen auf den internationalen Agrartechnikmärkten zu wahren, sind Kapazitätserweiterungen sowie die Reorganisation der Fertigungsbereiche und Logistikprozesse erforderlich. Wir müssen clever wachsen“, so Heinz-Günter Schumacher. Während dazu am Standort Wermelskirchen durch die Akquise einer neuen Immobilie im Jahr 2008 ausreichend Platz ist, stellt die Standorterweiterung in Eichelhardt eines der dringendsten Projekte für die Zukunftssicherung dar. Dafür sieht Group Schumacher in den kommenden Jahren Investitionen in zweistelliger Millionenhöhe vor. Damit verbunden ist das Engagement für die Arbeitsplatzsicherung in Eichelhardt und die weitere wirtschaftliche Impulsgebung für den Kreis Altenkirchen. (PM)


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