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Nachricht vom 14.04.2019 - 16:48 Uhr    

204 Einsätze für die Löschzüge der Verbandsgemeinde Wissen

Mit neuen Aufgaben durch die lang anhaltende Trockenperiode und durch Starkregen wurden die Feuerwehreinheiten in Wissen konfrontiert. Bei der Dienstversammlung der drei Löschzüge der Feuerwehr der Verbandsgemeinde (VG) Wissen in Katzwinkel sprach Bürgermeister Michael Wagener den Kameradinnen und Kameraden den Dank der Verwaltung und der Bürger aus. Neben der Verpflichtung von Neuaufnahmen in die Feuerwehr gab es zahlreiche Beförderungen und Ehrungen. Der langjährige Feuerwehraktive Rolf Buchen wurde in die Alters- und Ehrenabteilung versetzt. VG-Wehrleiter Stefan Deipenbrock und VG-Jugendwart Tim Kölzer gaben einen umfassenden Überblick über die Aktivitäten der Einsatzabteilungen und der Jugendfeuerwehr im vergangenen Jahr.

Die geehrten und beförderten aktiven Feuerwehrleute der Verbandsgemeinde Wissen. (Foto: GRI)

Katzwinkel. Bei der Dienstversammlung der Löschzüge der Verbandsgemeindefeuerwehr Wissen am Freitagabend (12. April) im Feuerwehrhaus in Katzwinkel konnte Verbandsgemeindewehrleiter Stefan Deipenbrock neben den Aktiven und Alterskameraden der Löschzüge Wissen, Katzwinkel und Schönstein sowie einer Abordnung der Stadt- und Feuerwehrkapelle Wissen Bürgermeister Michael Wagener und den neuen Vorsitzenden des Kreisfeuerwehrverbandes, Volker Hain, begrüßen. Von der Verwaltungsseite wurden die Feuerwehrbeauftragten Sabine Moll und Clemens Becher willkommen geheißen.

Mit neuen Einsatzaufgaben konfrontiert
Wie Deipenbrock ausführte, konnten die Löschzüge der Verbandsgemeindefeuerwehr Wissen in 2018 einen Rekord an Einsätzen verbuchen. So rückten der Löschzug (LZ) Wissen 148 Mal, der Löschzug aus Katzwinkel 30 Mal und der Löschzug aus Schönstein 26 Mal zu Hilfeleistungen aus. Die lang anhaltende Trockenperiode sowie die plötzlich regional auftretenden starken Unwetter und Regenfälle stellten die Verbandsgemeindefeuerwehr vor neue Einsatzaufgaben. Bei der Trockenperiode galt es, neben der erhöhten Waldbrandgefahr die umliegenden Aussiedlerhöfe und Wohnhäuser mit Trinkwasser zu versorgen, da die für die Wasserversorgung vor Ort angelegten Brunnen versiegt waren. Hierfür wurden die Tanklöschfahrzeuge der Feuerwehr im Pendelverkehr eingesetzt. Plötzlich und sehr heftig einsetzende Unwetter und Starkregen lösten in kürzester Zeit eine Flut von Hilfe- und Rettungseinsätzen aus. Bei den Unwettern in Betzdorf und Kirchen wurde neben der aktiven Hilfe durch die Löschzüge aus Katzwinkel und Wissen im Feuerwehrhaus Wissen ein Notlagezentrum des Kreises für die Einsatzleitung eingerichtet.

Neuanschaffungen für die Feuerwehr
Da durch den Klimawandel auch in den nächsten Jahren mit weiteren Trockenperioden und vermehrten Unwettern zu rechnen ist, wurde seitens der Verbandsgemeindeverwaltung kurzfristig reagiert und der Bestand an Sandsäcken massiv aufgestockt. Die EDV der Feuerwehreinsatzzentrale (FEZ) wurde um ein Unwettermodul erweitert und weitere Telefonanschlüsse geschaltet. Für die Planung und Erweiterung der Technik sprach Stefan Deipenbrock dem Team der Feuerwehreinsatzzentrale und besonders den Kameraden Christian Rüth und Sebastian Phillip einen besonderen Dank aus. Nach 30 Einsatzjahren konnte der alte ELW (Einsatzleitwagen) in den wohlverdienten Ruhestand gehen und wurde durch einen modernen ELW 2 ersetzt. Das ELW-Team, bestehend aus Aktiven des DLRG, des THW, den Feuerwehren Wissen, Schönstein, Altenkirchen und Betzdorf konnte so ein hochmodernes Fahrzeug der neuesten Generation in Empfang nehmen.

Personelle Veränderungen
Personelle Veränderungen haben sich beim Gerätewagen-Atemschutz (GW-A) des Landkreises ergeben. Mit Martin Baldus und Steven Kohlhaas übernahmen Angehörige der Feuerwehren Schönstein und Wissen als Führungs-Duo diese überörtliche Einheit. Die Kleiderkammer der Feuerwehr Wissen wird zukünftig von Bettina und Lisa Stöber vom Löschzug 2 sowie Jens Schneider und Jan-Phillip Rick vom Löschzug 1 betreut. Die Brandschutzerziehung in den Kitas und Schulen wird von Ramona Deipenbrock und Jessica Scherer durchgeführt. Aktuell betreut werden 15 Gruppen aus sieben Kitas und zwei Gruppen einer Sonderschule. Torsten Neuhaus, Tim Kölzer, Christopher Wagener, Frank Kessler, Steffen Schmidt und Christian Schuh sind für die Besuche und Führungen der Kinder und Jugendlichen im Feuerwehrhaus verantwortlich.

Aktivitäten der Jugendfeuerwehr
Der Verbandsgemeinde-Jugendwart Tim Kölzer gab einen Überblick über die Aktivitäten der Jugendfeuerwehr. Insgesamt wurden 80 Übungsstunden geleistet, um den Feuerwehrnachwuchs für die Bedienung von Gerät und Material zu schulen. Die 24-Stunden Übung galt dabei als Highlight der Aktivitäten. Dabei wurden die Jugendlichen mit gestellten Einsatzszenarien konfrontiert. Dazu gehörte auch eine realistische Alarmübung. Die 24-Stunden-Übung ist auch in diesem Jahr wieder fester Bestandteil des Übungsplans. Damit die Übungen ohne Verletzungen ablaufen, wurden 2018 für die Jugendlichen neue Helme angeschafft. Weiterhin wurde eine Erste Hilfe Kurs durchgeführt sowie eine Fahrt in den Movie-Park nach Bottrop unternommen. Für 2019 sind verschiedene Freizeitaktivitäten sowie die Teilnahme am Kreiszeltlager geplant. Momentan verfügt die Jugendfeuerwehr der drei Löschzüge über 49 Jugendliche im Alter von 10 bis 16 Jahren. Erfreulich dabei ist, dass die Beliebtheit der Jugendfeuerwehr mit einer Mitgliedersteigerung von 20 Prozent gegenüber dem Vorjahr zugenommen hat.

Grußworte des Bürgermeisters
Bürgermeister Michael Wagener überbrachte die Grüße der Verwaltung und der Bürger der Verbandsgemeinde Wissen, die sich auf die Hilfe einer gut aufgestellten und gut ausgerüsteten Feuerwehr verlassen können. Sein besonderer Dank galt den Aktiven der Nachwuchsarbeit und Werner Sauer, dem damaligen Gründer der Jugendfeuerwehr. Der Kontakt zur Jugend sei wichtig, denn Feuerwehrnachwuchs, so Michael Wagener, sei der Garant für eine auch in Zukunft gut funktionierende Feuerwehr. Deshalb begrüße er die von der Feuerwehr durchgeführte Brandschutzerziehung in den Kitas und Schulen im Besonderen. Damit die Löschzüge gut aufgestellt sind, unterstütze die Verbandsgemeindeverwaltung die Feuerwehr in allen Belangen. Dazu gehören auch alle Maßnahmen, die für die Gewährleistung des Ausbildungsstandes notwendig sind. Flexibel auf Veränderungen zu reagieren, liege am Können und der Einsatzbereitschaft der Feuerwehr. Dies hätten die Einsätze bei Trockenheit und Hochwasser bewiesen. Die Verbandsgemeinde werde bezüglich der Ausrüstung der drei Löschzüge weiter am Ball bleiben. Dazu gehören ein Feuerwehr-Bedarfsplan und die frühzeitige Einreichung der Förderanträge für die notwendigen Investitionen.

Verpflichtung neuer Feuerwehrfrauen und Feuerwehrmänner
Folgende Feuerwehrfrauen und Feuerwehrmänner wurden für den Feuerwehrdienst verpflichtet:
Für den Löschzug 1: Noah Brenner aus Fensdorf, Julia Denker aus Wissen, Lea Kemper aus Birken-Honigsessen und Jan-Frederic Tannert aus Wissen.
Für den Löschzug 2: Tobias Neuhoff aus Wissen und Tim Weidenbruch aus Mittelhof.
Für den Löschzug 3: Benjamin Knott aus Katzwinkel.

Beförderungen
Zum Feuerwehrmann wurde Lorenz Renner vom Löschzug 1 und zur Feuerwehrfrau Antonia Drewello vom Löschzug 2 befördert. Die Beförderungsurkunden zum Oberfeuerwehrmann erhielten Noah Brenner und Jonathan Denker, beide vom Löschzug 1, Jan-Phillip Winninghoff, Löschzug 2, sowie Felix Schmidt vom Löschzug 3.

Ehrungen
Das Silberne Ehrenzeichen für 25-jährige aktive Feuerwehrzugehörigkeit erhielten Alexander Weitz und Daniel Wittershagen, beide vom Löschzug 1. Das Goldene Feuerwehrehrenzeichen für 35-jährige Feuerwehrzugehörigkeit wurde Volker Neuhoff (LZ 2) und Axel Kirchner (LZ 3) verliehen, das Goldene Feuerwehrehrenzeichen für 45-Jahre Feuerwehrdienst erhielt Rolf Buchen (LZ 1). Caroline Schmidt, Johannes Ortheil und Robert Ortheil schließlich wurden für 25-jährige Mitgliedschaft in der Stadt- und Feuerwehrkapelle Wissen geehrt.

Versetzung in die Alters- und Ehrenabteilung
Rolf Buchen wurde aufgrund seines Alters aus dem aktiven Feuerwehrdienst entlassen und in die Alters- und Ehrenabteilung übernommen. (GRI)

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