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Nachricht vom 17.04.2019 - 12:18 Uhr    

Diabeteszentrum: Patienteninfo am Krankenhaus Kirchen

Die Bündelung der Fachkompetenz ist das Ziel des Diabeteszentrums am DRK Krankenhaus Kirchen. Bei einer Patienteninformationsveranstaltung wurde nun erklärt, welche Fachabteilungen mit welchen Aufgaben zusammen rücken.

Von rechts: Margit Quast, Katja Baldus und Oberarzt M.Fawas Akila (Foto: DRK Krankenhaus Kirchen)

Kirchen. Rund 25 Interessierte haben sich am Mittwoch den, 10. April 2019, im DRK Forum im DRK Krankenhaus Kirchen zu den Vorträgen zum Thema „Diabeteszentrum am DRK Krankenhaus Kirchen“ eingefunden. Oberarzt der Inneren Abteilung und Facharzt Innere Medizin und Diabetologie (DDG), M. Fawaz Akila, leitete sein Referat damit ein, welche Fachabteilungen mit welchen Aufgaben rund um die Blutzuckererkrankungen in diesem Diabeteszentrum zusammen rücken. Leitabteilung für Erwachsene Patientinnen und Patienten bleibt die Abteilung Innere Medizin /Diabetologie, in der Kinder- und Jugendmedizin die Fachabteilung Pädiatrie und in der Frauenheilkunde die Abteilung Gyn/Geburtshilfe für z.B. den Gestationsdiabetes, der in derSchwangerschaft auftreten kann. Unterstützt werden die Abteilungen durch die Gefäßchirurgie und Radiologie insbesondere dann, wenn es zu Folgeerkrankungen des Diabetes mellitus gekommen ist, durch moderne Untersuchungs- und Behandlungsmethoden.

Akila führte anhand einer Reihe von internationalen Statistiken aus, welche Entwicklung Blutzuckererkrankungen genommen haben, diese weiter auf dem Vormarsch seien und imme rmehr Kinder- und Jugendliche betroffen wären. Dies sei unter anderem den Ess- und Bewegungsgewohnheiten unserer Gesellschaft geschuldet oder auch einer familiären Vorbelastung. Risikofaktoren wie Übergewicht, erhöhte Blutfette, Rauchen und Alkohol können die Entwicklung einer Blutzuckererkrankung begünstigen. Er erläuterte Symptome wie häufiges Wasser lassen, Müdigkeit, Abgeschlagenheit, erhöhte Infektionsneigung, Sehstörungen oder Gewichtsverlust. Die unterschiedlichen Diabetes-Typen und deren charakteristischen Unterschiede, dass der Typ 1 Diabetes kein Insulin bilden kann und daher immer auf Insulinzufuhrangewiesen ist, Typ 2 Diabetes, der früher mit Altersdiabetes bezeichnet wurde, inzwischen gut behandelbar ist und das weitere Sonderformen (Typ 3) von Diabeteserkrankungen gibt.

Im weiteren Verlauf führte er die modernen Therapieformen über verschiedene orale Medikamente,Insulingaben auch hier habe es Entwicklungen gegeben, bis hin zu modernen Insulinpumpensystemen, die die Blutzuckererkrankung nicht abschalten können, aber sehr gut unterstützen.Im Verlauf des Vortrages ging Akila auch auf die Folgen- bzw. Spätfolgen von Blutzuckererkrankungen ein, wie z.B. Durchblutungsstörungen bis zum Verschluss der Beinarterien, Arteriosklerose die zu Herzproblemen und Schlaganfällen führen können,Augenerkrankungen mit Verminderung der Sehfähigkeit und Nierenfunktionsstörungen.

Im Zweiten Teil der Informationsveranstaltung berichteten die Diabetes- und Ernährungsberaterinnen Margit Quast und Katja Baldus über ihre Aufgaben im Diabeteszentrum. Das Spektrum reiche neben der Diabetes- und Ernährungsberatung für Patienten und Familienangehörige zur Beratung der Lebensumstände, Bewegung und Sport. Wir bieten eine Vielzahl von individuellen Schulungen an um den Patienten/innen Sicherheit im Umgang mit ihrer Erkrankung zu geben.In der abschließenden Fragerunde wurde angeregt, Regelungen zu schaffen, die es Insulinpumpenträgern ermöglicht im Rahmen einer Operation, diese während einer Operation weiter laufen lassen zu können.

Die Veranstalter versprachen, dies mit den schneidenden Disziplinen und den Hygienefachkräften zu klären. Nach Rücksprache mit dem Chefarzt der Anästhesie und Hygienebeauftragter Arzt, Dr. med. Harald Smetak am 11.04.2019 müssen Insulinpumpen nur dann zu einer Operation abgelegt werden, wenn Sie unmittelbar im Operationsgebiet liegen. In allen Fällen werden individuelle Einzelgespräche mit den betroffenen Patientinnen und Patienten geführt in denen auch der Betrieb der Insulinpumpen während der Operation besprochen wird.

Das DRK Krankenhaus Kirchen verfügt mit den bettenführenden Hauptfachabteilungen (Innere Medizin, Chirurgie, Kinderheilkunde, Gynäkologie/Geburtshilfe, den 2 Belegabteilungen (HNO und Urologie) und den nicht bettenführenden Abteilungen Anästhesie und Radiologie über insgesamt 305 Planbetten. 800 Mitarbeiter finden im DRK Krankenhaus Kirchen einen Arbeitsplatz.Angegliedert an das Krankenhaus ist das DRK MVZ Kirchen und DRK MVZ Wissen. Hier werden alle kassen- und privatversicherten Patienten ambulant behandelt in den Fachbereichen Chirurgie,Frauenheilkunde, Kinder- und Jugendmedizin, Innere Medizin, Orthopädie, Urologie und HNO. Unter dem Dach der DRK Trägergesellschaft Süd-West befinden sich 11 Krankenhäuser an dreizehn Standorten und vier Altenpflegeeinrichtungen. Hier werden von rund 4.200 Beschäftigtenüber 80.000 stationäre Patientinnen und Patienten im Jahr behandelt. (PM)

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