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Nachricht vom 09.05.2019    

Österlicher Nachwuchs bei den Krallenaffen

Pünktlich zu Ostern haben die Kaiserschnurrbarttamarine im Zoo Neuwied Nachwuchs bekommen. Am Morgen des Ostersamstags waren es auf einmal zwei kleine Krallenaffen mehr, die den Tierpflegern entgegen schauten.

Fotos: Zoo Neuwied

Neuwied. Im vergangenen Jahr hatten die Kaiserschnurrbarttamarine sogar Drillinge bekommen. „Normalerweise bekommen die Kaiserschnurrbarttamarine Zwillinge, Drillinge sind bei Krallenaffen eher die Ausnahme“, erklärt Kuratorin Alexandra Japes. „Die beiden Jungtiere entwickeln sich bisher gut und werden auch von der Mutter abwechselnd gesäugt.“ Bei diesen Krallenaffen trägt der Vater die Jungtiere mit sich und bringt sie der Mutter nur zum Säugen. Mit etwa drei Monaten werden sie entwöhnt und ernähren sich dann wie die erwachsenen Tiere bevorzugt von Baumsäften, Früchten und Insekten. Bis dahin klammern sie sich hauptsächlich am Fell des Vaters fest. Aber auch die anderen Mitglieder der nun achtköpfigen Familie beteiligen sich an der Aufzucht der Jungtiere.



Auch wenn der Nachwuchs alt genug ist, um sich selbst zu versorgen, bleibt er zunächst im größten Zoo in Rheinland-Pfalz. Kaiserschnurrbarttamarine leben meist in Familiengruppen von fünf bis acht Tieren und haben ein ausgeprägtes Sozialverhalten. Das gegenseitige „Groomen“ (Fellpflege) ist für die sozialen Kontakte innerhalb der Gruppe sehr wichtig und kann auch bei den Krallenaffen im Zoo Neuwied immer wieder beobachtet werden.

Den außergewöhnlichen Namen verdanken die Tiere übrigens ihrem langen, weißen Schnurrbart, der ihnen eine gewisse Ähnlichkeit mit dem deutschen Kaiser Wilhelm II. verleiht.


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