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Nachricht vom 14.05.2019 - 20:53 Uhr    

Stadtbürgermeisterwahl Altenkirchen: Im Interview mit Ralf Lindenpütz

INTERVIEW | Neben Matthias Gibhardt (SPD) und Katja Lang (parteilos) ist Ralf Lindenpütz der dritte Kandidat für die Position des Altenkirchener Stadtbürgermeisters, über die die Bevölkerung am 26. Mai abstimmen wird. Welche Top-Themen er für die Kreisstadt ausmacht und wie er sie im Falle seiner Wahl angehen will, beschreibt der 54-Jährige im Interview.

Bei der Altenkirchener Stadtbürgermeisterwahl am 26. Mai tritt Ralf Lindenpütz für die CDU an. (Foto: CDU)

Altenkirchen. Die CDU schickt Ralf Lindenpütz ins Rennen um die Nachfolge von Heijo Höfer (SPD) als Stadtbürgermeister. Er sitzt bereits seit 2009 im Rat der Kreisstadt. Im Interview mit dem AK-Kurier erklärt er unter anderem, dass er sich für ein ganzheitliches Stadtmarketingkonzept einsetzen will.

Das ist Ralf Lindenpütz:

Ralf Lindenpütz ist in Pracht aufgewachsen, verheiratet und hat sieben Kinder. Der 54-Jährige wohnt mit seiner Familie seit 1994 in Altenkirchen. Nach dem Abitur in Wissen absolvierte er während seiner Zeit als Soldat ein Studium an der Universität der Bundeswehr in Hamburg mit Abschluss Diplom-Ingenieur. Danach war er Vertriebsingenieur in einem Recyclingunternehmen in Lünen. Seit 1996 ist er Ingenieur in der Zentrale der Deutschen Post in Bonn. Ehrenamtlich engagierte er sich in der Vergangenheit unter anderem als Schulelternsprecher an der Pestalozzi-Grundschule und im Schulelternbeirat des Westerwald Gymnasiums. Seit 2009 gehört er dem Stadtrat in Altenkirchen an, ist dort auch stellvertretender Vorsitzender der CDU-Fraktion. Zu seinen Hobbies zählen Fußball, Garten- und Waldarbeit.

Herr Lindenpütz: Stadtbürgermeister in Altenkirchen – was bewegt Sie zur Kandidatur?

Ralf Lindenpütz: Als Bürger der Stadt Altenkirchen, als Rat im Stadtrat, als Familienvater und als Pendler sehe ich die Stagnation der Stadt Altenkirchen im Vergleich zur nachbarlichen Boomregion Köln/Bonn (Rhein/Sieg). Altenkirchen fällt zurück und verliert an Bedeutung als Mittelzentrum. Dies hat zur Folge, dass junge Leute, unsere Zukunft, unsere Heimatstadt verlassen und an einem anderen Ort sesshaft werden. Wir benötigen einen Imagewandel und einen Politikwechsel, damit die Rahmenbedingungen geschaffen werden, um die vorhandene infrastrukturellen Einrichtungen zu halten und auszubauen. Altenkirchen muss attraktiver werden zum Wohnen, Arbeiten und Leben. Dies zu tun, ist meine Motivation als Kandidat zum Stadtbürgermeister anzutreten, um in und für Altenkirchen die Zukunft zu gestalten.

Thema Ländlicher Raum: Warum sollen (junge) Menschen sich für Altenkirchen als Lebensmittelpunkt entscheiden? Welche Argumente kann die städtische Politik liefern?

Ralf Lindenpütz: Die Kreisstadt Altenkirchen ist für junge Familien deshalb interessant, weil sämtliche Dinge des täglichen Bedarfes vorhanden sind. Kindergärten, Schulen, Ärzte, Lebensmittelgeschäfte, Fachgeschäfte, Behörden, Sportzentrum, Breitbandversorgung und vieles mehr. Dazu bezahlbarer Wohnraum und bezahlbare Bauplätze.

Junge Menschen sind unsere Zukunft. Wir in der Stadtpolitik müssen die Rahmenbedingungen schaffen, um den ländlichen Raum attraktiv zu gestalten, um der Landflucht zu trotzen. Dies beginnt mit dem Ausbau und dem Sicherstellen eines schnellen Internetanschlusses, dem Ausweisen und Erschließen von Wohn- und Gewerbegebieten, dem Anbieten von Freizeit-, Sport- und Kulturmöglichkeiten und endet in einer Imagekampagne für unsere Stadt, mit der wir wiederum Menschen für Altenkirchen begeistern wollen.

Nur wenn wir verhindern, dass unsere Stadt Einwohner verliert, werden wir den heutigen Standard halten, um das zu erreichen, brauchen wir eine proaktive Stadtpolitik die schon heute Antworten auf die Probleme von morgen geben kann.

Welches sind die für Sie drei wichtigsten Themen, die Sie im Falle Ihrer Wahl anpacken werden? Welche konkreten Pläne oder Überlegungen haben Sie bereits?

Ralf Lindenpütz: 1. Die Diskussion um die Weiterentwicklung der Stadt, die aus dem Schwung des Wahlkampfes entstanden ist, möchte ich gerne nutzen, um ein ganzheitliches Stadtmarketingkonzept aufzustellen, das die Richtschnur für die Stadtentwicklung der kommenden Jahre darstellen soll.

2. Um die Akzeptanz der Stadtpolitik zu erhöhen, möchte ich gerne die Altenkirchener Bürgerinnen und Bürger stärker beteiligen und stelle mir eine „offene Stadtratssitzung“ in der Stadthalle vor, um den neu gewählten Stadtrat und den Ablauf der Kommunalpolitik vorzustellen und um eine Plattform zur direkten Kommunikation zu bieten.

3. Die weitere Vermarktung der neugeschaffenen Bauplätze in Honneroth und die Planung eines neuen Wohngebietes sind mir besonders wichtig, da wir damit junge Familien für Altenkirchen gewinnen können.

Charakterisieren Sie sich abschließend bitte selbst, allerdings mit nur drei Begriffen:

Ralf Lindenpütz: Sachorientiert, bodenständig und visionär. (red)

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