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Nachricht vom 15.05.2019    

Betzdorf hat die Wahl: Johannes Speicher im Interview

INTERVIEW | Bernd Brato hört auf als Stadtbürgermeister in Betzdorf. Wer ihm nachfolgt, ist offen. Neben Benjamin Geldsetzer (SPD) tritt Johannes Speicher (CDU) am 26. Mai an. In einem Interview zeigt er auf, welche Vorstellungen er von der künftigen Entwicklung der Stadt an Sieg und Heller hat.

Stadtbürgermeisterwahl in Betzdorf: Johannes Speicher (CDU) tritt an. (Foto: privat)

Betzdorf. Seit Michael Lieber 2006 Landrat wurde, hat die CDU bei den Betzdorfer Bürgermeisterwahlen das Nachsehen gehabt. Das soll sich nun ändern. Johannes Speicher tritt an, das Amt des Stadtbürgermeisters zu erobern. Seine Top-Themen im Interview mit dem AK-Kurier: Gewerbegebiete, ärztliche Versorgung, Wohn- und Lebensqualität.

Das ist Johannes Speicher:

Der 58-jährige Finanzbeamte lebt in einer Patchwork-Familie mit drei erwachsenen Kindern. Unter anderem ist er vielfältig in heimischen Vereinen engagiert, beispielsweise als Mitglied in der Stadtkapelle Betzdorf, im Musikverein Scheuerfeld, im Deutschen Roten Kreuz und im Betzdorfer Geschichtsverein. Zudem ist er Schöffe bei der 10. Großen Wirtschaftsstrafkammer am Landgericht Koblenz. Bereits von 2009 bis 2012 gehörte er dem Betzdorfer Stadtrat an, er ist Vorsitzender der CDU in der Stadt Betzdorf und gehört dem Vorstand des CDU-Bezirksverbandes Koblenz-Montabaur an.

Stadtbürgermeister in Betzdorf: Was bewegt Sie zur Kandidatur?

Johannes Speicher: Betzdorf verbessern. Mein Ziel ist die nachhaltige Verbesserung der Grundbedürfnisse von uns ALLEN in Betzdorf. Die Herausforderungen sind groß und vielfältig. Unter anderem die gute Entwicklung in unseren Gewerbegebieten weiter forcieren und Dauersberg II umsetzen.

Top-Thema Infrastruktur: Dass an Betzdorf kein Weg vorbei führt, sorgt nicht immer nur für Freude. Haben Sie eine Lösung?

Johannes Speicher: Wichtig ist, die Verkehrslage mit dem Bau des Heller-Kreisels zu entspannen, weil damit ein neuralgischer Punkt beseitigt würde. Darüber hinaus sollte eine Ortsumgehung Thema sein. Weiter ist es auch wichtig, ein Radwegekonzept zu entwickeln.

Welches sind die für Sie drei wichtigsten Themen, die Sie im Falle Ihrer Wahl anpacken werden? Welche konkreten Pläne oder Überlegungen haben Sie bereits?

Johannes Speicher: Trotz schlechter Haushaltslage unserer Stadt: Höchste Priorität hat die ärztliche, pflegerische und medizinische Versorgung, weiter die Wohn- und Lebensqualität, sowie die Sicherheit und Sauberkeit. Die Politik in Betzdorf konstruktiv, sachlich, parteiübergreifend und transparent unter Berücksichtigung der Bedürfnisse aller Mitbürger gestalten. Relevante und realistische Vorhaben unbürokratisch umsetzten.

Charakterisieren Sie sich abschließend bitte selbst, allerdings mit nur drei Begriffen:

Johannes Speicher: Mein großer Sinn für Gerechtigkeit und meine gelassene, ruhige und soziale Art und immer eine zufriedenstellende Lösung für alle zu finden, lässt meine Ungeduld bei der Umsetzung von Zielen ganz klein werden. (red)


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Kommentare zu: Betzdorf hat die Wahl: Johannes Speicher im Interview

3 Kommentare
Guten Abend Frau Eutenbach,

Dankeschön für die Blumen, auch wenn ich den mitschwingenden Unterton nicht nachvollziehen kann.
Natürlich respektiere ich die Entscheidung, nicht für eine Podiumsdiskussion zur Verfügung zu stehen, trotzdem nehme ich es mir heraus, sie in Frage zu stellen, ohne diese dabei gegen ihn zu verwenden.
Letzten Endes halte ich Herrn Geldsetzer für den geeigneteren, weil seine Ansichten klarer und ehrlicher umreißenden, Kandidaten (https://www.ak-kurier.de/akkurier/www/artikel/78611-betzdorf-hat-die-wahl--benjamin-geldsetzer-im-interview).
Was seine menschliche Seite anbelangt, kann ich aber auch beruhigen. Ich kenne Herrn Geldsetzer seit weit über 10 Jahren und bisher konnte ich mich über mangelnde Verlässlichkeit, Integrität und v. a. Treue nicht beschweren.

#3 von Michael Wilhelmi , am 22.05.2019 um 07:17 Uhr
Dieser Kommentar ist geschickt formuliert.
Aber man sollte so diplomatisch sein und die Entscheidungen
anderer respektieren und nicht gegen ihn verwenden.
Mein Kreuz habe ich schon an der richtigen Stelle gemacht
.....für den Mensch für Betzdorf
#2 von Ines Eutebach, am 16.05.2019 um 20:02 Uhr
Als Westerwälder im Exil verfolge ich gespannt den kommunalen Wahlkampf in meiner ehemaligen Heimat und frage mich, wieso es die Betzdorfer Kandidaten jenen aus Altenkirchen nicht gleichtun und den persönlichen Diskurs suchen. In AK ging man ja sogar soweit, ausführliche Antworten im Nachgang online zu stellen (https://www.ak-kurier.de/akkurier/www/artikel/76481-bewerbertrio-befragt--altenkirchener-stadtbuergermeisterkandidaten-diskutierten).
An Herrn Geldsetzer scheint das ja nicht zu liegen.

Viele der oben stehenden Inhalte lesen sich gut, wirken aber auch recht allgemein - oder glaubt hier einer ernsthaft, dass er in fünf Jahren länger schlafen kann, weil es sich in der Steinerother Straße nicht mehr staut. Die Handlungsmöglichkeiten kommunaler Politik sind begrenzt, also gilt es sich vor den Bürgern ehrlich zu machen. Ich bin mir sicher, dass das auf Dauer honoriert wird...
#1 von Michael Wilhelmi, am 16.05.2019 um 07:47 Uhr

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