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Nachricht vom 19.05.2019 - 21:12 Uhr    

Feuerwehr Hamm sucht Hundeführer-Nachwuchs

Die Facheinheit RHOT (Rettungshunde/Ortungstechnik) der Freiwilligen Feuerwehr Hamm sucht neue Mitglieder als Hundeführer. Sie müssen entsprechend ausgebildet werden – und auch der Hund ist erst nach dem Bestehen von vier Prüfungen voll einsatzfähig. Die Rettungshundestaffel wird rund zehn Mal im Jahr zu Sucheinsätzen im heimatlichen Bereich alarmiert, doch auch Auslandseinsätze gehören zu ihren Aufgaben.

Bei Erdbeben werden die Rettungshunde eingesetzt, wenn es darum geht verschüttete Menschen zu suchen. (Foto: Feuerwehr Hamm/Sieg)

Hamm/Sieg. Die Facheinheit RHOT (Rettungshunde/Ortungstechnik) der Freiwilligen Feuerwehr Hamm/Sieg sucht neue Mitglieder. Eine Altersgrenze für die Interessenten gibt es nicht, Hunde sollten nicht älter als vier Jahre alt sein. Eine wichtige Charaktereigenschaft des Hundes sollte ein sicheres und soziales Wesen sein. Die Hundeführer sind Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Hamm. Die Ausbildung zum Rettungshund beginnt erst mit der Begleithundeprüfung, indem der Hund die Grundgehorsamkeit erlernt. (zum Beispiel: Sitz, Platz ...) Erst dann kann mit der eigentlichen Rettungshundarbeit begonnen werden. Diese Ausbildung übernimmt die Feuerwehr Hamm.

Mit der zweijährigen Ausbildung als Suchhund kann schon im Welpenalter begonnen werden. Erst nach dem Abschluss von vier Prüfungen ist der Rettungshund voll einsatzfähig. Die erste Prüfung ist die Tauglichkeitsprüfung. Nicht jeder Hund eignet sich zum Rettungshund. Der Hund erlernt in verschiedenen Situation gegen seinen natürlichen Instinkt zu handeln. So muss er Schüsse gewöhnt sein, muss sich abseilen lassen oder durch enge Röhre und Tunnel laufen, bei Feuer einsatzfähig bleiben oder eine Leiter hinaufsteigen.

Erst nach bestandener Tauglichkeitsprüfung kann mit der eigentlichen Rettungsarbeit begonnen werden. Diese gliedert sich in drei Prüfungen, wobei sich die letzte alle zwei Jahrenwiederholen muss, um im Ernstfall einen sicheren Hund nachweisen zu können:
1. RH1: Rettungshund - Grundausbildung;
2. RH2: Rettungshund - Vorprüfung;
3. RH3: Rettungshund - Abschlussprüfung.
Um als Hundeführer an Einsätzen teilzunehmen, muss man einen Feuerwehr Grundausbildungs-Lehrgang (sieben Samstage) absolvieren. Für Auslandeinsätze muss dann noch zusätzlich der Truppführerlehrgang (fünf Samstage) besucht werden.

Durchschnittlich zehn Mal jährlich werden die Rettungshundestaffeln zu Sucheinsätzen im heimatlichen Bereich alarmiert. Es handelt sich um vermisste Wanderer, Kinder, suizidgefährdete Personen aber auch ältere oder geistig verwirrte Mitbürger, die nicht mehr heimkehren. Auch die Suche nach Personen, die unter Trümmern vermutet werden, gehört zu den Aufgaben einer Hundestaffel. Bei größeren Katastrophen im Ausland, zum Beispiel Erdbeben, werden die Rettungshundestaffeln aus Rheinland-Pfalz auch dort eingesetzt. Einige Hundeführer aus Hamm waren bereits in Mexiko, Armenien und der Türkei im Einsatz. Auslandseinsätze werden im Vorfeld mit Arbeitgebern und Familien abgesprochen.

Wer Interesse hat, sollte Kontakt mit der Freiwilligen Feuerwehr Hamm aufnehmen. Weitere Infos gibt es auch im Internet unter www.Feuerwehr-Hamm.com/Hundestaffel.Ansprechpartner: Staffelführer Rüdiger Mertens, Telefon 0175 / 2232650 oder stellvertretende Staffelführerin Birgit Kohlhase, Telefon 0160 / 2084417 oder E-Post an: info@feuerwehr-hamm.com. (PM)



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