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Nachricht vom 01.06.2019    

Für das Miteinander: Diversity-Tag an der Uni Siegen gefeiert

Die Universität Siegen feierte am 28. Mai den deutschlandweiten Diversity-Tag. Als Unterzeichnerin der Charta der Vielfalt zeigte die Universität Siegen beim bundesweiten Aktionstag einmal mehr „Flagge für Vielfalt“. Unter dem Motto „WirSindAnti“ veranstaltete die Uni in der Haardter-Berg-Schule einen Vielfalts-Markt der Möglichkeiten rund um das Schwerpunktthema „Anti-Diskriminierung“. Die Themenpalette der mehr als 20 Stände war breit gefächert.

Schwerpunktthema des Tages: Anti-Diskriminierung. (Foto: Universität Siegen)

Siegen. Was haben die Psychologische Beratung der Uni Siegen, die Rechtsberatung für Geflüchtete und die Gruppe Arbeiterkind.de gemeinsam? Sie alle stehen für Vielfalt und kämpfen für Chancengerechtigkeit und ein respektvolles Miteinander. Zusammen mit weiteren studentischen Initiativen und universitären Einrichtungen feierten sie am Dienstag, 28. Mai, den 7. Deutschen Diversity-Tag. Als Unterzeichnerin der Charta der Vielfalt zeigte die Universität Siegen beim bundesweiten Aktionstag einmal mehr „Flagge für Vielfalt“. Unter dem Motto „WirSindAnti“ veranstaltete die Uni in der Haardter-Berg-Schule einen Vielfalts-Markt der Möglichkeiten rund um das Schwerpunktthema „Anti-Diskriminierung“. „Ich freue mich, dass sich so viele Beschäftigte aus der Universität und anderen Institutionen so aktiv am Diversity-Tag beteiligt haben und auf diesem Weg zum Ausdruck bringen, dass ihnen dieses Thema besonders wichtig ist“, sagte Ulf Richter, Kanzler der Uni Siegen. „Die grundgesetzlich verbürgte Freiheit von Forschung und Lehre verpflichtet uns als Universität, Diskriminierungen jeder Art entschieden entgegen zu treten.“

Die Themenpalette der mehr als 20 Stände war breit gefächert. „Wir kämpfen für mehr Chancengleichheit für Studierende“, erklärte Elisa Knitsch, Studentin und Mitglied bei Arbeiterkind.de. Wer als erstes in der Familie studiere, habe es nicht immer leicht. Die Gruppe trifft sich regelmäßig, um über Themen wie Studienfinanzierung und Studienwahl zu reden und um sich über ihre Geschichten und Erfahrungen auszutauschen. Beim Diversity-Tag spielten sie mit den Besuchern das Rollenspiel „Spiel des Lebens“. Damit zeigten sie, wie sehr persönliche Startvoraussetzungen – zum Beispiel der Beruf der Eltern oder die Herkunft und Hautfarbe – den Lebensweg beeinflussen können.

Am Stand der Refugee Law Clinic informierten die Studentinnen Swantje Liesendahl und Signe Kessler über ein recht junges Angebot: Studierende aus allen Fachdisziplinen beraten Geflüchtete bei rechtlichen Fragen und unterstützen bei Behördengängen und Vertragsabschlüssen. Studierende aus den Sprachwissenschaften helfen zum Beispiel bei Übersetzungen, Studierende aus dem Wirtschaftsrecht übernehmen vertragliche Angelegenheiten.

Gemeinsam mit dem Zentrum für Planung und Evaluation Sozialer Dienste (ZPE) der Uni Siegen stellte sich „Engagement Global“ als Anlaufstelle für die Vielfalt des entwicklungspolitischen Engagements vor. Das Unternehmen fungiert als Ansprechpartnerin für Studierende, die sich weltweit engagieren wollen und gestaltet gemeinsam Projekte mit der Stadt Siegen und der Universität Siegen.

Das Servicebüro Inklusive Uni und die Psychologische Beratung der Uni teilten sich einen Stand. Sie starteten eine sogenannte stumme Diskussion rund um das Thema psychische Krankheiten. Welche Erfahrung haben Sie mit psychischen Krankheiten gemacht? Welche Vorurteile haben Sie und wie sähe eine Welt ohne Stigmatisierung aus? Besucher des Diversity-Tags konnten ihre Antworten und Meinungen als Post-Its an eine Wand kleben.

Das Gleichstellungs- und Familienservicebüro informierte zum Thema Lohnlücke, der Verein Schlau Siegen berichtete über seine Aufklärungsarbeit zu geschlechtlicher und sexueller Vielfalt. Auch das Kommunale Integrationszentrum des Kreises Siegen-Wittgenstein und die Mediathek gegen Rassismus und Diskriminierung vom Verein für Soziale Arbeit und Kultur Südwestfalen nahmen teil. „Ich bin begeistert von der Vielfalt der Angebote beim Diversity-Tag“, sagte Professorin Dr. Dagmar Abendroth-Timmer, Rektoratsbeauftragte für das Ressort Bildungswege und Diversity. „Es ist toll zu sehen, wie die Besucherinnen und Besucher Innen unsere Angebote kennenlernen, wie sich aber auch die verschiedenen Player innerhalb und außerhalb der Uni beim Diversity-Tag vernetzen können.“

Gäste des Diversity-Tags konnten mittels eines Fragebogens anonym von eigenen Diskriminierungserfahrungen berichten und Wünsche äußern, wie die Hochschule damit umgehen sollte. „Es gibt Diskriminierung an der Uni – das wissen wir“, sagte Katharina Miketta, Referentin im Prorektorat für Bildungswege und Diversity, Organisatorin des Diversity-Tags. „Durch die Fragebögen möchten wir herausfinden, wie genau diese Diskriminierung aussieht, wo und durch wen sie auftritt und wer betroffen ist. Ziel ist es, anhand der gesammelten Erfahrungen Wege zu finden, Betroffene zu unterstützen, aber vor allem jegliche Art von Diskriminierung schon im Vorfeld zu unterbinden.“

Unter dem Motto „Die Uni is(s)t bunt!“ gab es in der Mensa des Studierendenwerks Siegen drei Lieblingsgerichte von Mensa-Mitarbeitern mit internationalem Background. Am Abend präsentierte „Panoptikum – das studentische Kino“ im blauen Hörsaal die Oscar-gekrönte Kriminalkomödie „BlacKkKlansman“. (PM)



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