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Nachricht vom 04.06.2019 - 08:01 Uhr    

Eine Woche Normandie: Gebhardshainer Schüler besuchten Partner in Fécamp

Fécamp an der Alabasterküste in der Normandie war das Ziel von 23 Schülerinnen und Schüler der Westerwaldschule Gebhardshain. Dort verbrachten sie eine Woche bei ihren französischen Gastfamilien und tauchten ein in den Alltag des Nachbarlandes. Le Havre stand auf dem Programm, die Fischfangtradition in der Region, ein Klosterbesuch, ein Kletterpark, ein Fahrradzug. Nach 2016 und 2018 war es bereits die dritte Auflage des Schüleraustauschs zwischen der Westerwaldschule und dem Collège Georges Cuvier in Fécamp.

Fécamp an der Alabasterküste in der Normandie war das Ziel von 23 Schülerinnen und Schüler der Westerwaldschule Gebhardshain. (Foto: Westerwaldschule)

Gebhardshain. Erneut brachen im Mai 23 Schülerinnen und Schüler der Westerwaldschule Gebhardshain zum Gegenbesuch bei ihren französischen Gastfamilien auf, um eine abwechslungsreiche Woche im schönen Fécamp an der Alabasterküste in der Normandie zu verbringen. Dies war nach 2016 und 2018 bereits die dritte Auflage des Schüleraustauschs zwischen der Westerwaldschule und dem Collège Georges Cuvier in Fécamp.

Kletterpark und Benediktiner-Abtei auf dem Programm
Direkt nach der Begrüßung wurden die Gäste in den französischen Schulalltag eingeweiht und sie konnten den Unterricht und das Schulgebäude ihrer Gastgeber kennenlernen. „Die an der Schülerzahl gemessen deutlich kleinere französische Schule ist relativ gut ausgestattet – interessanterweise gibt es eine ständig mit einer Bibliothekarin besetzte große Schulbibliothek mit einer riesigen Ausstattung“, heißt es in einer Pressemitteilung der Westerwaldschule. Nach dem gemeinsamen Mittagessen ging es dann fast schon traditionell zum Woodypark, dem nahegelegenen Kletterpark, der fast alle Teilnehmer in seinen Bann zog. Am zweiten Tag stand eine Rallye zum Kennenlernen von Fécamp auf dem Programm, bevor es dann einen Ausflug nach Montivilliers zur Benediktiner-Abtei gab. Dort erfuhren die Jugendlichen bei einem Vortrag über die Medizin im Mittelalter, wie beispielsweise Lepra-Kranke behandelt wurden. Ein Einführungskurs in die Kalligraphie rundete den Besuch in der Abtei ab. Am frühen Abend wurde die komplette Austausch-Gruppe im Rathaus der Stadt von der Vertreterin des Bürgermeisters empfangen und zu Snacks und Getränken eingeladen.

Zweitgrößte Hafenstadt Frankreichs besucht
Am Feiertag Fête de la Victoire, dem Tag des Sieges aus Anlass des Kriegsendes 1945, konnten die Deutschen komplett ins französische Familienleben eintauchen, da aufgrund des Feiertags keine gemeinsamen Aktivitäten auf dem Programm standen. Es wurden ausgiebig Ausflüge in der Region und Shopping-Touren unternommen. Gemeinsam ging es am Folgetag nach Le Havre, in die größte Stadt der Normandie. Als zweitgrößte Hafenstadt Frankreichs hat sie einiges zu bieten. Aufgrund ihrer Größe ragt hier die „Pont de Normandie“, die größte Schrägseilbrücke Europas heraus. Sie ließ die Jugendlichen einen tollen Ausblick an der Seine-Mündung genießen. Nach der durchaus anspruchsvollen „Sechs-Treppen-Promenade“ durch die Stadt sowie einer Küstenwanderung konnte die deutsch-französische Gruppe den Tag bei einem Einkaufsbummel im größten Einkaufszentrum der Region, den Docks, beschließen. Hier haben Städteplaner Hervorragendes geleistet – aus den alten Industriehallen am Hafen entstand ein modernes Einkaufsparadies.

Unterwegs mit dem „Vélo-Rail“
Wie im Fluge verging diese Woche: Schon war man am letzten Tag bei einem Museumsbesuch in Fécamp der jahrhundertealten Tradition des Fischfangs auf der Spur. Die lustige Fahrt mit dem Fahrradzug „Vélo-Rail“ in Etretat, bei der einige Kilometer auf Vierertandems, die einer Draisine ähnelten, zurückgelegt wurden, war der sportliche Höhepunkt des letzten Tages. Im Anschluss ließ man bei einem großen Büfett in der Schule mit Disco-Musik und Diashow die abgelaufene Woche Revue passieren, bevor es dann zum Kofferpacken nach Hause ging und die Heimreise mit Wehmut angetreten wurde. Das Resümee der Westerwaldschule: „Alles in allem eine sehr schöne Schüleraustausch-Woche, ganz im Sinne von Adenauer und de Gaulle. Anhand der entstandenen Freundschaften zeigt sich leibhaftig, wie wichtig der Zusammenhalt in Europa ist und war.“ (PM)



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