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Kultur | - keine Angabe -


Nachricht vom 09.06.2019 - 11:14 Uhr    

Sonderausstellung: Deutsche Künstler im Exil 1933 – 1945

INFORMATION | Rund eine halbe Million Menschen verließen Deutschland während der nationalsozialistischen Diktatur. Die Gründe für das Exil waren vielfältig: religiöse Ausgrenzung, künstlerische Diffamierung und/oder politische Verfolgung. Unter diesen Exilanten befanden sich rund 10.000 Kulturschaffende, wie Maler, Musiker oder Schriftsteller. Die Präsentation des Mittelrhein-Museums zeigt eine Auswahl aus der umfangreichen Sammlung „Memoria“ des Sammlers Thomas B. Schumann und stellt 60 dieser Künstler mit ihren Werken vor, darunter George Grosz, Felix Nussbaum, Ludwig Meidner, Anton Räderscheidt, Charlotte Berend-Corinth und Lotte Laserstein.

Ruth Cahn (Frankfurt 1875-1966 Frankfurt): Mädchen mit roter Jacke, o.J. - Sammlung Memoria Thomas B. Schumann. Fotos: Peter-Paul Pisters

Koblenz. Im öffentlichen Bewusstsein sind vor allem einzelne Persönlichkeiten in Erinnerung geblieben, die schon vor ihrem Exil international berühmt waren oder danach zu Bekanntheit gelangten, wie etwa Thomas Mann, Walter Gropius oder Max Beckmann. Sie sind jedoch nicht repräsentativ für die überwältigende Mehrzahl der aus Deutschland vertriebenen Künstler. Für diese war der Heimatverlust gleichbedeutend mit dem Verlust der beruflichen Existenz, dem Verlust ihres Publikums, ihrer Förderer, kurz ihres gesamten gesellschaftlichen Resonanzbodens. Sie standen vor dem Nichts und kämpften täglich um die Sicherung ihres Lebensunterhaltes.

Die wenigsten konnten als Künstler beruflich in ihrem Gastland Fuß fassen und waren gezwungen, sich auf andere Tätigkeitsfelder zu verlegen. Viele lebten in völliger Isolation. Während des Zweiten Weltkriegs wurden sie zudem – paradoxerweise – als feindliche Ausländer interniert. Einige wurden dort von den deutschen Besatzern eingeholt und ermordet. Nach Kriegsende und der Rückkehr in die Heimat mussten viele feststellen, dass sie vergessen waren oder dass sie als Emigranten sogar auf offene Ablehnung stießen.

Eröffnung: Freitag, den 14. Juni um 19 Uhr
Laufzeit: Samstag, den 15. Juni bis Sonntag, den 29. September

Begleitprogramm zur Ausstellung:

Kuratorenführung durch die Sonderausstellung mit Dr. Claudia Heitmann: Sonntag, 16. Juni um 15 Uhr, 3 Euro /ermäßigt 2 Euro zuzüglich Museumseintritt.

Kunstgespräch mit dem Kulturbüro Ductus: Zusammen mit Astrid Fries M.A. und Anna Maria Knerr M.A. vom Kulturbüro Ductus geht es nach einer kleinen Einführung und einem Glas Sekt in die Sonderausstellung „Deutsche Künstler im Exil (1933 – 1945). Dort werden die Exponate genauer unter die Lupe genommen. Dienstag, 18. Juni von 18 – 19.30 Uhr
Preis: 12 Euro / ermäßigt 10 Euro. Anmeldung unter: kunst@ductus.info oder mrm-kasse@stadt.koblenz.de, Telefonische Anmeldung unter: 0261 129 25 20-

Sonderführung durch die Sonderausstellung: Sonntag, 21. Juli um 15 Uhr, 3 Euro/ermäßigt 2 Euro zuzüglich Museumseintritt.

Sonderführung durch die Sonderausstellung: Sonntag, 18. August um 15 Uhr, 3 Euro / ermäßigt 2 Euro zuzüglich Museumseintritt.

Vortrag mit dem Sammler Thomas B. Schumann: Sonntag, 25. August um 15 Uhr, 3 Euro /ermäßigt 2 Euro zuzüglich Museumseintritt.

Kuratorenführung zur Finissage durch die Sonderausstellung mit Dr. Matthias von der Bank: Sonntag, 29. September um 15 Uhr, 3 Euro /ermäßigt 2 Euro zuzüglich Museumseintritt. (PM)

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