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Nachricht vom 11.06.2019    

Viele Begegnungen beim Moscheefest in Betzdorf

Bereits zum 15. Mal fand am letzten Wochenende das Frühlingsfest der Betzdorfer Moscheegemeinde statt. Für die 330 Mitglieder war es ein Höhepunkt des Jahres, das traditionsreiche Fest kurz nach dem Ramadan. Imam und Vorbeter Mehmet Yilmaz eröffnete das Fest mit Suren aus dem Koran. Das Verhältnis zwischen den beiden Kulturen müsse weiter gefestigt werden, so der Imam, der dazu aufforderte, mit Gesprächen und Diskussionen dafür zu sorgen, dass das in den letzten Jahren abgekühlte Verhältnis neu belebt werde. Osman Dagdemir, der Vorsitzende der Jugendabteilung, übernahm die Rolle des Moderators und Übersetzers.

Der Tanz der Derwische. (Foto: ma)

Betzdorf. Junge Türken, die sich als Derwische atemberaubend schnell drehen und andere folkloristische Darbietungen, köstlicher Duft über dem Platz vor der Moschee der islamisch-türkischen Gemeinde in Betzdorf, Hunderte von gut gelaunten Menschen: Das alles machte das mittlerweile 15. Frühlingsfest der Moscheegemeinde Betzdorf, die „Kermes“ aus. Für die 330 Mitglieder war es ein Höhepunkt des Jahres, das traditionsreiche Fest kurz nach dem Ramadan. Von Freitag bis einschließlich Pfingstmontag ging es um kulturelle Begegnungen, Austausch und Integration am Tag der offenen Tür, an dem auch die Moschee besichtigt werden konnte. Imam und Vorbeter Mehmet Yilmaz eröffnete das Fest mit Suren aus dem Koran. Osman Dagdemir, der Vorsitzende der Jugendabteilung, übernahm die Rolle des Moderators und Übersetzers.

Yilmaz begrüßte die Gäste mit einem kurzen Rückblick auf die letzten Jahrzehnte. 1961 seien die ersten türkischstämmigen Menschen nach Deutschland gekommen. Bundesweit rund 2.750 Moscheen gäbe es mittlerweile, so der Vorbeter, der sich bei der deutschen Bevölkerung für deren Toleranz bedankte. Die Moscheen seien nicht nur ein Raum zum Beten, sondern auch eine Möglichkeit, Kultur ein stückweit zu präsentieren. Das Verhältnis zwischen den beiden Kulturen müsse weiter gefestigt werden, so der Imam, der dazu aufforderte, mit Gesprächen und Diskussionen dafür zu sorgen, dass das in den letzten Jahren abgekühlte Verhältnis neu belebt werde.

Dem 1. Vorsitzenden der Gemeinde, Muhammet Usta, war es wichtig, den Sponsoren und vielen ehrenamtlichen Helfern, die vier Tage lang rund um das Fest im Einsatz waren, herzlich zu danken. Beigeordneter Michael Pagnia betonte die Gemeinschaft zwischen Betzdorf und der islamisch-türkischen Gemeinde, die das Fundament für ein gutes Zusammenleben sei. Ahmet Öcal erzählte von den vielen Flüchtlingen, die mittlerweile die Moschee als ein Stück Heimat ansähen und regelmäßig zum Freitagsgebet kämen und deren Kinder auch Koranunterricht bekommen. Regelmäßige Aktionen für alle Kinder der Gemeinde finden statt, so ein Besuch im Senckenberg-Museum in Frankfurt und auch im Kletterwald. Jugendliche wiederum haben beim Treffen freitagsabends die Gelegenheit, Wünsche und Ideen zu äußern.

In den nächsten Wochen stehen nun Renovierungen an: Unter anderem geplant ist die Erneuerung der Waschräume und WCs. Die Dämmung der Moschee wird verbessert und das Gebäude von außen neu gestrichen. Auch der Parkplatz soll saniert werden. Benjamin Geldsetzer, der künftige Stadtbürgermeister, weilte ebenfalls unter den Gästen und sprach ein paar Worte. Er begrüßte die Anwesenden mit „Merhaba“, betonte die Herzlichkeit der Gastgeber und lobte das gelungene Fest. (ma)


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