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Nachricht vom 20.06.2019    

„Lasst euch auf Umwege ein!“ – Abschlussfeier der Wissener Realschule

Die Emotionen kochten hoch am Mittwochmorgen (19. Juni) bei der Abschlussfeier der Marion-Dönhoff-Realschule plus im Kulturwerk in Wissen. Im Beisein von Eltern, Großeltern und Geschwistern wurden die Absolventen der Klassen 9 und 10 verabschiedet. Insgesamt entließ die Wissener Realschule plus in diesem Jahr 82 jungen Frauen und Männer, 23 mit Berufsreife, 59 mit Sekundarabschluss I.

Für eine Reihe von Absolventen gab es besondere Ehrungen. (Foto: ma)

Wissen. Die Emotionen kochten hoch am Mittwochmorgen (19. Juni) bei der Abschlussfeier der Marion-Dönhoff-Realschule plus im Kulturwerk in Wissen. Im Beisein von Eltern, Großeltern und Geschwistern wurden die Absolventen der Klassen 9 und 10 verabschiedet. Die Bühne war mit großen bunten Puzzleteilen getreu dem Motto der Feier „Lebenspuzzle“ dekoriert. Bevor Schulleiterin Nadine Mattusch die Feier offiziell eröffnete, stimmte das Schulorchester unter der Leitung von Christoph Becker die Anwesenden musikalisch mit „Whirligigs“ von James Curnow und „Shackelford Banks“ von Jay Bocook.ein. Mit diesem Musiktiteln hatten die Musiker des Schulorchesters und des Jugendorchesters der Stadt- und Feuerwehrkapelle beim Bläserwettbewerb „Bw-Musix“ in Balingen den ersten Platz geholt.

Viele Teile zum Lebenspuzzle hinzugefügt
Insgesamt entließ die Wissener Realschule plus in diesem Jahr 82 jungen Frauen und Männer, 23 mit Berufsreife, 59 mit Sekundarabschluss I. Nadine Mattusch konnte dazu den Beigeordneten des Kreises, Klaus Schneider, den Ersten Beigeordneten der Verbandsgemeinde Wissen, Friedhelm Steiger, sowie den Stadtbeigeordneten Horst Pinhammer begrüßen. Sie dankte allen Beteiligten für die Vorbereitung der Feier und des Gottesdienstes, bevor sie das Wort an die Hauptpersonen des Tages, die Schülerinnen und Schüler richtete. Die meisten hatte sie bereits vor vielen Jahren, bei ihrer Einschulung in die Klasse 5, kennengelernt. „Wir, die Schulfamilie, hatten die Freude und die Ehre, eure Entwicklung vom kleinen Fünfklässler bis zum heutigen Tag als fast erwachsenem und selbstbewusstem Abschluss-Schüler mitzuerleben und Anteil daran zu haben, dass ihr zu den Abschluss-Schülern wurdet, auf die wir heute unendlich stolz sind“. Sie erinnere sich noch gut an den Tag der Einschulung, damals in der Turnhalle des Gymnasiums. In den Jahren hätten sie mit jeder Klassenarbeit, jeder Zeugnisnote weitere Teile zu ihrem persönlichen Lebenspuzzle hinzugefügt. Nur passende Stellen ließen sich anlegen, Zwischenstücke müssten mit passenden Teilen zu einem Gesamtbild verbunden werden. Wenn es mal nicht gepasst habe, dann sei es hier und da passend gemacht worden. Noch sei das Puzzle nicht fertig. Mit dem Abschluss hätten die Absolventen ein stabiles Fundament gelegt, auf das sie weitere Teile ihres ganz persönlichen Lebenspuzzles aufbauen könnten.

Auf Umwege einlassen
Ob berufliche Ausbildung oder weiterer Schulbesuch, noch könne man das ganz persönliche Bild nicht erkennen. Mit jedem weiteren Baustein vervollständige sich das Bildungs- oder Ausbildungspuzzle und somit ein wichtiger Teil des Lebens-Gesamtbildes. Mit dem Tag der Abschlussfeier werde das letzte Teil in dieses Fundament eingefügt. Jeder Weg, der von der direkten Richtung abweiche, der biete wieder neue Möglichkeiten. „Lasst euch auf Umwege ein, die sind es, die später helfen, das Gesamtbild so zu gestalten, dass es persönlich und ganz individuell passt“, so Mattusch. „Die Chancen, die sich heute bieten, die sind so vielfältig wie noch nie, also nutzt sie“.

Lösungen suchen und finden
In Vertretung des Schulelternsprechers Guido Weber sprach Frank Röck. Er bezeichnete die Schule als Teil eines Puzzles, zu dem viele andere Teile gehören wie Geburt, Eltern, Geschwister, Verwandte und Freunde. Auch Geborgenheit, Liebe, Zuversicht und Freude gehörten dazu. Zu den Schülern gewandt mahnte er: „Wer etwas vermeiden will, sucht Gründe, wer etwas erreichen will, sucht Wege. Werdet keine Menschen, die ständig jammern oder die Schuld immer bei anderen suchen, sondern solche, die Lösungen anstreben und neue Puzzleteile finden, in denen sie sich selbst erkennen.“

Es gab auch mal eine Standpauke
Auch die Schülersprecherin Christina Junker und ihr Vertreter Erlind Shabanaj dankten den Eltern, den Lehrerinnen und Lehrern, die sie immer wieder ermutigt hätten. Hätte es auch manchmal eine Standpauke gegeben, so wäre die oftmals verdient gewesen. Heute feierten alle zusammen: das Ende eines Lebensabschnittes und den Beginn einer neuen Zeit.

Besondere Ehrungen
Im Anschluss wurden die Ehrungen der Schüler vorgenommen, die sich während ihrer Schulzeit in besonderem Maße verdient gemacht hatten: Nadine Mattusch übergab die Ehrung der Bildungsministerin für Haltung und Einsatz in der Schule an Erlind Shabanaj und Maik Schlappa. Geehrt für bemerkenswertes soziales Verhalten durch den Vertreter des Schulträgers wurde Alina Bendrien. Nils Asbach wurde für besonderes ehrenamtliches Engagement durch die Verbandsgemeinde geehrt.

Top-Leistungen verdienen Preise
Die Ehrungen der Klassenbesten erfolgten durch den Förderverein der Schule: Darüber freuten sich: Jouline Fey, Marvin Jung, Celine Schneider, Sarah Rogalsky und Sefa Asan. Für besonderes Engagement im Schulorchester wurden geehrt und erhielten eine Urkunde, überreicht von Christoph Becker: Monique Böhmer, Angelo Brüx, Jeremiah Thomas, Benedikt Wickler, Marie Wickler, Nils Asbach, Mailin Brast, Mike Emmerich, Sed Röck, Rene Weitz und Cedric Stenger, der außerdem auch noch die Ehrung des Landesmusikrates Rheinland-Pfalz erhielt.

Das verlorene Puzzleteil
Die Klassenlehrer verabschiedeten ihre Schüler mit einer kleinen Geschichte, die von einem verloren Puzzleteil handelte. Alle Schüler der Klassen gemeinsam ergäben ein vollständiges Puzzle, so unterschiedlich und einzigartig sie auch seien. Sie wünschten den Schülerinnen und Schülern, dass sie noch viele gute Puzzleteile für ihr Leben finden mögen. Monique Böhmer begeisterte mit „Photograph“, einem Musiktitel von Ed Sheeran, bevor die Entlassschülerinnen und -schüler sich mit Abschlussworten bedankten und Sarah Rogalsky (Querflöte) und Stefanie Elgert (Klavier ) mit „Time to say Goodbye“ doch einige zu Tränen rührten. Nachdem das Puzzle vollendet war, sorgte die Zeugnisausgabe für strahlende Gesichter und das Schulorchester setzte einen glanzvollen Schlusspunkt mit „The Best of James Bond“. (ma)

Die diesjährigen Absolventen der Marion-Dönhoff-Realschule plus sind:
• Berufsreifeabschluss: Gülsüm Agir, Marian Becker, Lara-Kate Eimermacher, Jouline-Michelle Fey, Justin Franzen, Isabel Gonzales Ugur, Leon Henfling, Justin Herold, Saskia Kunz, Patrick Lukas Tewordt, Lundrim Ziba, Umut-Uskan Agir, Edward Ali Aktas, Denis Bot, Leon Grötzsch, Marvin Jung, Adrian Kasten, Christopher Knautz, Claudia Pollhammer, Maik Schlappa, Rinat Seitz, Leyla Simon und Dicle Uzan.

• Sekundarabschluss I: Alina Bendrien, Monique Böhmer, Angelo Justin Brüx, Ayse Rukiye Canpolat, Sarah Theresa Henn, Andreas Kemmet, Sebastian Jens Koschorreck, Dianis Reimer, Leah Alyssa Schmidt, Celine Schneider, Finn Seibert, Cedric Stenger, Kianoosh Storhas, Sebastian Straub, Jeremiah Thomas, Justin Trappiel, Lena Trappiel, Benedikt Wickler, Marie Wickler, Samuel Zacharias, Nergiz Akyol, Fabienne Elisabeth Brandl, Miguel Brucherseifer, Justin Brück, Olesja Julie Gaus, Marius-Matthias Hackel, Hanan Hassan, Lukas Klein, Noah Klein, Joane Frances König, Beyza Kuskayasi, Jana Maria Müller, Björn Neuhoff, Lara Sophie Quast, Esther Rogalsky, Sarah Rogalsky, Sinem Saricicek, Erlind Shabanaj, Niklas Tsallos, Merve Uzun, Lena Vanstraelen, Sefa Asan, Nils Asbach, Ayse-Hatun Aygümüs, Justin Bauer, Mailin Brast, Kristina Buchner, Stefanie Elgert, Meike Emmerich, Max Epe, Felicitas Gelhausen, Julia Sophia Jösch, Christina Junker, Maximilian Kania, Veronika Richert, Sedranirina Röck, Luca Elias Schmidt, Rene Weitz und Kazim Yilmaz. (PM)


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