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Nachricht vom 14.03.2010    

Kreis-Volkshochschule in eigenen Räumen

Im Rahmen einer Feierstunde wurden die neuen Räumlichkeiten der Kreisvolkshochschule (KVHS) Altenkirchen im ehemaligen Gebäude der Kreissparkasse offiziell eröffnet. Acht Kursräume stehen für die Bildungsarbeit zur Verfügung. Verbandsdirektorin Steffi Rohling sieht die Volkshochschulen in Zeiten des "demografischen Wandels" auf dem richtigen Weg.

Altenkirchen. Die Zeiten, in denen die Kreisvolkshochschule (KVHS) Altenkirchen ihre Kurse ausschließlich in Schulen oder Tanzstudios abhalten musste, sind Geschichte. Mit der feierlichen Einweihung der neuen Räumlichkeiten im ehemaligen Gebäude der Kreissparkasse in der Rathausstraße 12, stehen der VHS nun neue Wege in der Bildungsarbeit offen. Acht Kurs- und Gruppenräume sowie drei Büros können für die Bildung der Bürger genutzt werden. Ein wesentlicher Vorteil besteht darin, dass man bei der Planung der Angebote nun nicht mehr von anderen Institutionen abhängig ist. So biete die VHS jetzt auch vormittags Sprachkurse an, sagte Kohnen, Leiter der Volkshochschule in Altenkirchen. Er begrüßte die anwesenden Gäste, darunter auch die Landtagsabgeordneten Dr. Matthias Krell (SPD), Thorsten Wehner (SPD) und Dr. Peter Enders (CDU) sowie Bürgermeister Heijo Höfer. Dem Motto "Bildung braucht Platz" sei man mit diesem Schritt gefolgt, er freue sich, die "vielen schönen Räume" endlich zu eröffnen, so Kohnen.
"Ich bin echt beeindruckt", freute sich Steffi Rohling und meinte damit nicht nur das neu eingerichtete Gebäude, sondern auch die Band "Zero II Six" der Kreismusikschule, die mit einigen Liedbeiträgen die Eröffnung musikalisch begleitete. Die Verbandsdirektorin der Volkshochschulen in Rheinland-Pfalz referierte zum Thema "Die Volkshochschule als kommunaler Dienstleister in Zeiten des demografischen Wandels". Ein besonderer Dank Rohlings galt zunächst den Kursleitern. "Ohne die Kursleiter wäre die Idee der VHS nur eine Luftblase", sagte sie. Rund 60 Kursleiter sind derzeit im Einsatz, denn die Nachfrage nach Sprach- und EDV-Kursen ist groß. Jüngst hat gar ein Chinesisch-Kurs mit acht Teilnehmern begonnen. Im letzten Jahr verzeichnete man in Altenkirchen und den Außenstellen insgesamt 500 angebotene Kurse mit etwa 5000 Teilnehmern. Die Einrichtung der Kursräume sei in erster Linie eine gute Entscheidung für die Bürger, stellte Rohling klar, denn sie profitieren von dem Bildungsangebot. Es sei eine "weiser Schritt" gewesen, das Bildungsprogramm mit in das Konjunkturpaket II aufzunehmen. So wurden 30.000 Euro aus dem Konjunkturpaket II in neue Möbel investiert, weitere 130.000 Euro sind für eine Sanierung des Daches vorgesehen.
In Zeiten des demographischen Wandels sieht Rohling die Volkshochschulen auf dem richtigen Weg. "Wir haben das Knowhow, Bildungsprozesse zu organisieren", so die Verbandsdirektorin. Die Volkshochschulen seien der Fels in der Brandung in der schnelllebigen Bildungslandschaft. Und für jene Zielgruppen, die vom sozialen Wandel besonders betroffen seien, werde bereits ein explizites Bildungsangebot gemacht. Dies gelte für Senioren oder Menschen mit Migrationshintergrund ebenso wie für Frauen, die den Wiedereinstieg in den Beruf anstreben. Hier sei es Aufgabe der VHS, Schlüsselqualifikationen zu vermitteln. Generell forderte sie dazu auf, wieder einen ganzheitlichen Blick auf Bildung zu werfen und nicht nur deren Verwertbarkeit im Auge zu haben. Auch die Begegnung mit anderen müsse im Vordergrund stehen.
Derweil machte Landrat Michael Lieber auf die über 100 Jahre alte Geschichte des Hauses aufmerksam und erinnerte an die Vergangenheit der Kreissparkasse in diesem altehrwürdigen Gebäude. Während die Kreissparkasse zuerst im 1888 gegründeten Kreisstädtehaus zusammen mit der Verwaltung untergebracht war, erforderte der steigende Geschäftsverkehr bald den Umzug der Sparkasse. So entschloss man sich, das heutige Gebäude der VHS zu bauen, in das die Kreissparkasse im Jahre 1906 einzog. Bis 1974 war die Bank dort beheimatet, danach nutzte die Kreisverwaltung die Büroräume. Über die Geschichte des Hauses kann man sich ab sofort auf einer extra angebrachten Historientafel informieren. Schließlich wolle man die bewegte Geschichte des Hauses lebendig halten, betonte Lieber. In Zukunft könne er sich hier auch einen guten Treffpunkt im Rahmen der Stadtführungen vorstellen.
Auf den breiten politischen Konsens, der diese Investition möglich machte, verwies die Kreisbeigeordnete Dr. Heike Johannes. Dieser Schritt unterstreiche die Bedeutung, die der Kreis der Bildungsarbeit beimesse. Durch die neuen Räumlichkeiten gewinne die VHS in Altenkirchen weiter an Qualität, so Johannes. Doch der Zenit in der Bildungspolitik sei noch lange nicht erreicht. "Von gleichen Bildungschancen für alle sind wir noch sehr weit entfernt", sagte die Kreisbeigeordnete, hier liege eine der größten Herausforderungen für die Zukunft. Des Weiteren verwies Johannes auf die neu geschaffene "Patientenakademie Westerwald", bei der die DRK-Klinik Hachenburg, die Volkshochschule Hachenburg und die KVHS Altenkirchen kooperieren. Durch Informationsveranstaltungen soll den Bürgern der Zugang zu wichtigen medizinischen Informationen ermöglicht und Aufklärungsarbeit geleistet werden. Start ist am 18. März, 19 Uhr, in den neuen Räumen der Volkshochschule Altenkirchen mit einer Veranstaltung zum Thema "Was jeder über Organspende wissen muss". (tb)
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Landrat Michael Lieber, die Kreisbeigeordnete Dr. Heike Johannes, Steffi Rohling, Verbandsdirektorin der Volkshochschulen in Rheinland-Pfalz, und Bernd Kohnen, Leiter der VHS Altenkirchen, sprachen bei der Eröffnung. Fotos: Thorben Burbach


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