Werbung

Nachricht vom 02.07.2019    

Stegskopf: ADD lehnt weitergehenden Vorschlag zur Wegefreigabe ab

Die Aufsichts- und Dienstleistungsbehörde (ADD) aus Trier hat auch den weitergehenden Vorschlag abgelehnt, das Betreten der DBU-Naturerbefläche Stegskopf für die Öffentlichkeit auf ausgewählten Wegen generell freizugeben. Das gab sie in einer Pressemitteilung bekannt. In dem Gebiet befinden sich im Boden verborgen möglicherweise Kampfmittel.

Archivbild: AK-Kurier

Emmerzhausen. Das gemeinnützige Tochterunternehmen der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU), das DBU Naturerbe, hatte als Flächenbesitzerin angeboten, nach der erfolgreichen Sondierung und Kampfmittelräumung in zehn Zentimeter Tiefe 40 weitere Testschürfungen für die Öffnung zweier Verbindungsachsen in 60 Zentimeter Tiefe vorzunehmen. Das reicht der Bundesleitstelle für Kampfmittelräumung aus Hannover nicht aus, um die beiden Wege aus dem Kampfmittelverdacht zu entlassen.

„Wir bedauern, dass unsere Bemühungen keinen Anklang finden“, erklärt DBU Naturerbe Prokurist Josef Feldmann. Sein Team prüfe nun das weitere Vorgehen. Klar sei aber, dass die erlaubten begleiteten Führungen durch den Bundesforstbetrieb Rhein-Mosel auch zukünftig durchgeführt würden.

DBU-Tochter stellte zusätzliches Maßnahmenpaket in Aussicht
Die Flächenbesitzerin hatte im Mai ein zusätzliches Maßnahmenpaket zusammengestellt und der ADD vorgeschlagen: Auf Wegen für eine Nord-Süd- und eine Ost-West-Tangente wollte die DBU-Tochter weitere 40 stichprobenhafte Aufnahmen der Wege und Seitenstreifen, sogenannte
Schürfungen, auf 60 Zentimeter Tiefe an repräsentativen Punkten in Auftrag geben. Zudem hatte das DBU Naturerbe vorgesehen, die Strecken mit Hinweisschildern zu versehen, die die Gefahrensituation erläutern und warnen, die Wege zu verlassen. Ergänzend sollten problematische Bereiche eingezäunt werden, um die Sicherheit von Besuchern zu gewährleisten.

Die ADD halte aber an der Vorgabe fest, dass die rund neun Kilometer (km) lange Strecke rechts und links des Weges in einer Breite von eineinhalb Metern und in einer Tiefe von 30 Zentimetern sondiert und beräumt werden müsse. Sonst seien die Voraussetzungen für eine Änderung der Gefahrenabwehrverordnung nicht erfüllt und eine Wegefreigabe nicht möglich.

Tiefergehende Sondierung nur mit schwerem Gerät möglich
„Eine tiefergehende Sondierung der kompletten Wegeränder ist aufgrund des ungewöhnlich stark verdichteten Bodens nur mit schwerem Gerät möglich und sehr kostenintensiv“, so Feldmann. Die DBU-Tochter habe für die erfolgte Sondierung der Wegeseitenränder bereits rund 170.000 Euro aufgewandt. Nun solle zusätzlich noch ein Bagger die im Boden liegenden Basaltsteine heben, um an gegebenenfalls darunter verborgene Kampfmittel zu kommen.

„Wer soll denn an mögliche Kampfmittel kommen, die unter einer Steinschicht liegen und nur mit einem Bagger entfernt werden können? Besucher haben im Regelfall kein schweres Gerät zur Hand, um in diese Tiefen einzudringen“, meint Feldmann. Dazu komme, dass die historische Betrachtung des Wegebaus keine Kampfmittel vermuten lasse.

Strikte Ablehnung der Behörden überrascht
Nach einem Vor-Ort-Termin im März mit Landrat Michael Lieber sowie mit Vertretern der ADD und der Bundesleitstelle habe den DBU-Mitarbeitern ein Einlenken der Behörden nach Umsetzung der weitergehenden Vorschläge möglich erschienen. Die Behördenvertreter hätten sich den Zustand des Bodens in der Fläche angeschaut und sich von der starken Verdichtung überzeugen können. „Die strikte Ablehnung ohne weitere Erläuterung, warum der Baggereinsatz notwendig ist, hat uns insofern schon überrascht“, so der Prokurist. (PM)


Jetzt Fan der AK-Kurier.de Lokalausgabe Herdorf-Daaden auf Facebook werden!


Kommentare zu: Stegskopf: ADD lehnt weitergehenden Vorschlag zur Wegefreigabe ab

1 Kommentar
"(...)Wer soll denn an mögliche Kampfmittel kommen, die unter einer Steinschicht liegen und nur mit einem Bagger entfernt werden können? Besucher haben im Regelfall kein schweres Gerät zur Hand, um in diese Tiefen einzudringen“, meint Feldmann. Dazu komme, dass die historische Betrachtung des Wegebaus keine Kampfmittel vermuten lasse.(...)". Dem ist nichts mehr hinzuzufügen!?
#1 von Günther Humpert, am 03.07.2019 um 09:30 Uhr

Beliebte Artikel beim AK-Kurier


27-Jähriger stirbt bei Unfall auf der B 256 in Horhausen

Ein schwerer Unfall hat sich am Dienstagmorgen, 26. Mai, in Horhausen ereignet. Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte war ein 27 Jahre alter Mann im Fahrzeug bereits verstorben, ein weiterer Insasse wurde schwer verletzt.


Achte Corona-Bekämpfungsverordnung Rheinland-Pfalz ist erschienen

Die am Montagabend (25. Mai 2020) veröffentlichte 8. Corona-Bekämpfungsverordnung tritt am Mittwoch, 27. Mai 2020 in Kraft. Sie umfasst insgesamt 28 Seiten und regelt die weiteren Lockerungen.


Corona-Pandemie: Wieder eine Neuinfektion im Kreis

Die Zahl der positiv auf Covid-19 getesteten Personen im Kreis Altenkirchen liegt am Montag, 25. Mai, bei 163. Den Anstieg um einen Fall verzeichnet das Kreisgesundheitsamt in der Verbandsgemeinde Kirchen. Von den seit Beginn der Pandemie im Kreis positiv getesteten Personen sind 141 geheilt.


Zwei hochwertige BMW gestohlen – Täter nutzen Keyless Go

In der Nacht von Sonntag, 24. Mai, auf Montag, 25. Mai, wurden von bislang noch nicht bekannten Tätern zwei hochwertige Pkw in Betzdorf entwendet. Bei mindestens einem der Fahrzeuge nutzten sie die Keyless-Go-Funktion aus. Die Polizei bittet um Hinweise aus der Bevölkerung.


Keine Corona-Neuinfektion im Kreis, wieder mehr Geheilte

Die Zahl der positiv auf Covid-19 getesteten Personen im Kreis Altenkirchen liegt am Dienstagmittag (26. Mai, 12 Uhr) wie am Vortag bei 163. Die Zahl der Geheilten klettert von 141 auf 143.




Aktuelle Artikel aus Region


Brand bei TMD Friction sorgte für größeren Feuerwehreinsatz

Hamm. Die Feuerwehr Hamm war nach kurzer Zeit vor Ort und konnte den Brand löschen. Wie der Einsatzleiter Alexander Müller ...

DGB-Kreisverband Altenkirchen: Aus der Corona-Krise lernen

Altenkirchen. Der Vorstand des DGB-Kreisverbandes Altenkirchen hat in einem digitalen Abstimmungsprozess den Versuch unternommen, ...

Umbaumaßnahmen an der IGS Betzdorf-Kirchen schreiten voran

Betzdorf. Seit April 2020 erfolgt nunmehr der zweite Bauabschnitt, die barrierefreie Erschließung und der Einbau der Aufzugsanlage, ...

Keine Corona-Neuinfektion im Kreis, wieder mehr Geheilte

Altenkirchen/Kreisgebiet. Beim Fall der zunächst positiv getesteten Seniorin im Friesenhagener Haus St. Klara hat die Marien-Gesellschaft ...

Findus und Pettersson kommen ins Wäller Autokino

Altenkirchen. Dort können Familien am 11. Juni um 11 Uhr gut geschützt das Puppentheater „Wie Findus zu Petterson kam“ erleben. ...

Das Koblenzer Highlight fliegt wieder

Koblenz. Der Fahrbetrieb unterliegt den derzeit für den ÖPNV gültigen Sicherheits- und Hygienemaßnahmen (8. CoBeLVO vom 25. ...

Weitere Artikel


40 Jahre Waldpavillon: Jubiläumsfest fordert Rotter heraus

Rott. Von den ca. 390 Rottern waren 38 nahezu rund um die Uhr, Schicht für Schicht im Dienst des Festgelingens. Gärtnern, ...

Wer wird der 135. Wissener Schützenkönig?

Wissen. Am Sonntag, dem 7.Juli, findet in Wissen das Königsvogelschießen statt. Es ist in diesem Jahr der 135. Königsvogel, ...

Auf ihn ist Verlass: Manfred Pick feiert 40-jähriges Dienstjubiläum

Flammersfeld. Manfred Pick aus Flammersfeld feierte sein 40-jähriges Dienstjubiläum als Ehrentag im Rathaus in Flammersfeld ...

Sportliche Fairness beim Fußballturnier der Lebenshilfe

Wissen. Neben den sportlichen Leistungen gab es ein attraktives Rahmenprogramm. Die Cheerleader „Heavenly Force“ eröffneten ...

Was tun mit Wespennestern in Haus und Garten?

Altenkirchen. Nach den gesetzlichen Bestimmungen (§ 44 BNatSchG) ist das Töten geschützter Tiere und das Beschädigen und ...

Aktionstag in Wissen: Ehrenamtsbörse und Kopernikus-Gymnasium Hand in Hand

Wissen. Eine gelungene Kooperation gab es jetzt erstmals in Wissen: Die elften und zwölften Klassen des Kopernikus-Gymnasiums ...

Werbung