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Nachricht vom 06.07.2019 - 08:21 Uhr    

„Scheunenbrand“ sorgte für Großaufgebot der Feuerwehr

Am Mittwochabend (3. Juli) wurde der reguläre Feuerwehrdienst der freiwilligen Feuerwehr Oberlahr durch einen „Alarm“ unterbrochen. Die Führungskräfte der Wehren aus Fernthal, Asbach und Oberlahr hatten eine großangelegte Übung ausgearbeitet. In Eulenberg, Ortsteil Altenhütte, war es zum Brand einer Scheune gekommen, wobei ein Übergreifen des Brandes auf ein anderes Gebäude möglich war.

Vorbereitung zum Einsatz unter Atemschutz (Foto: kkö)

Oberlahr/Eulenberg. Eine großangelegte Übung, mit überörtlicher Unterstützung, sorgte am Mittwochabend (3. Juli) für ein großes Aufgebot von Feuerwehrleuten im kleinen Eulenberg-Altenhütte. Die Lage, so der Wehrführer der Feuerwehr Oberlahr, André Wollny, war ein Brand in einer Scheune. Das Feuer, so die Übungslage, gefährdete einen anderen Gebäudeteil.

Neben der freiwilligen Feuerwehr Oberlahr waren die benachbarten Wehren aus Fernthal und Asbach an der Übung beteiligt. Die Zusammenarbeit, so Wollny, funktioniere hier über die Kreisgrenze hinweg. Die Kameraden aus Fernthal nahm einen ersten Löschangriff über ihr Fahrzeug vor und versorgten sich aus dem vorhandenen Hydranten. Dieser Hydrant, übrigens der einzige in der Nähe, hat nur eine geringe Wasserlieferung, was die Versorgung erschwert. Die Freiwilligen aus Oberlahr mussten aus diesem Grund den in direkter Nachbarschaft gelegenen Altenhütter Bach aufstauen und dort eine Wasserentnahmestelle errichten. Hierzu wurde die Tragkraftspritze aus dem Tragkraftspritzenfahrzeug (TSF) entnommen und in Stellung gebracht.

Von dieser Wasserentnahmestelle wurden das Oberlahrer Löschgruppenfahrzeugfahrzeug und, nach deren Eintreffen die Drehleiter aus Asbach, an deren Korb ein großer Wasserwerfer installiert werden kann, versorgt. Schnell wurde aber klar, dass im Realfall die Unterstützung durch die in der Verbandsgemeinde Flammersfeld und Neustadt stationierten Tanklöschfahrzeuge erforderlich sein würde. Die Feuerwehr Oberlahr errichtete eine sogenannte Riegelstellung, um ein Übergreifen der Flammen zu verhindern. Hierzu musste die Wasserentnahmestelle aufgrund des geringen Wasserstandes öfter verändert werden. Ein weiteres Übungsziel neben der Brandbekämpfung war es festzustellen, ob die Anfahrt einer Drehleiter in den kleinen Ort möglich ist. Diese Aufgabe erfüllte der Maschinist des Fahrzeuges mit Bravour und so konnte die Drehleiter punktgenau eingesetzt werden.

In der sich anschließenden „Manöverkritik“ zeigten sich die Übungsleiter, Wehrführer André Wollny aus Oberlahr und Wehrführer Hans-Peter Kornab aus Fernthal, zufrieden. „Übungen finden deshalb statt, um die eigenen Fähigkeiten zu trainieren und weiter zu verbessern, sowie gerade in solch einsatztaktisch kritischen Ortschaften auch Defizite aufzudecken, um im Ernstfall entsprechend gegensteuern zu können“, merkte Wollny an. In der Zukunft, so waren sich alle Verantwortlichen einig, werden weitere gemeinsame Übungen stattfinden. Aufgrund der Lage der Gemeinden in direkter Nähe zur Kreisgrenze wird es immer wichtiger, gemeinsam zu üben und auch Einsätze abarbeiten zu können, so die beiden Wehrführer. (kkö)



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