Werbung

Nachricht vom 10.07.2019    

Ortsbürgermeister gesucht: Obersteinebach muss nochmal wählen

Obersteinebach hat derzeit keinen Ortsbürgermeister, obwohl er am 26. Mai gewählt wurde. Johannes Gehlen und Aloysius Weißenfels leiten derzeit als Beigeordnete die Gemeinde. Der bisherige Ortsbürgermeister Gisbert Groß trat kurz nach der Kommunalwahl von seinem Amt zurück, ebenso die Beigeordneten Werner Deisel und Hans-Werner Groß. Bis Montag, 15. Juli, können bei der Verbandsgemeindeverwaltung Wahlvorschläge für die Wahl des Ortsbürgermeisters eingereicht werden.

Die Beigeordneten Johannes Gehlen (rechts) und Aloysius Weißenfels leiten derzeit die Ortsgemeinde Obersteinebach, vorerst bis 1. September. (Foto: Ortsgemeinde Obersteinebach)

Obersteinebach. Das gibt es nicht so oft in der Kommunalpolitik: Obersteinebach hat derzeit keinen Ortsbürgermeister, obwohl er am 26. Mai gewählt wurde. Johannes Gehlen und Aloysius Weißenfels leiten derzeit als Beigeordnete die Gemeinde. Sie wurden in der konstituierenden Sitzung des Gemeinderates gewählt. Der bisherige Ortsbürgermeister Gisbert Groß trat kurz nach der Kommunalwahl von seinem Amt zurück, ebenso die Beigeordneten Werner Deisel und Hans-Werner Groß sowie ein weiteres Ratsmitglied. Darüber hinaus hatten im Anschluss der Wahl drei weitere Personen, die in den neuen Rat gewählt worden waren, auf ihr Mandat verzichtet, ebenso einige Nachrücker. Gisbert Groß, der mit einer Unterbrechung 30 Jahre lang die Geschicke der Gemeinde gelenkt hatte, hatte bei der Kommunalwahl am 26. Mai 58,5 Prozent der Stimmen als Ortsbürgermeisterkandidat in der Urwahl erhalten. Enttäuscht über das Wahlergebnis hatte sich Groß entschieden, das Amt des Ortsbürgermeisters nicht anzutreten. Rückblickend auf das, was er mit seinen Mitstreitern in der Vergangenheit für Obersteinebach geleistet hat, dankte er allen Wegbegleitern.

Gehlen dankte Groß
Johannes Gehlen war früher bereits 15 Jahre lang Ortsbürgermeister von Obersteinebach. Dass er nun erneut für den Rat kandidierte, machte er an einem Beschluss des Gemeinderates im Januar dieses Jahres fest: Demnach hatte der Gemeinderat die Verwaltung in Flammersfeld beauftragt, zu prüfen, ob ein Waldgebiet oberhalb von Obersteinebach in Richtung Autobahn als Gewerbegebiet geeignet sei. Im Rahmen ihrer Gewerbegebietsentwicklung hatte die Verbandsgemeindeverwaltung bei allen Gemeinden nach potenziellen Flächen gefragt. Eine Kandidatur als Ortsbürgermeister kommt für Gehlen, der auch 40 Jahre lang Mitglied des Verbandsgemeinderates war, allerdings nicht infrage. „Es sind so viele junge Leute im Rat, denen ich mit meiner Erfahrung alle erdenkliche Unterstützung geben kann“, sagte Gehlen. In seiner Funktion als nun gewählter Erster Beigeordneter der Gemeinde Obersteinebach dankte er Gisbert Groß, den Beigeordneten und den ehemaligen Ratsmitgliedern für ihre Tätigkeit.



Kandidaten gesucht
Bis Montag, 15. Juli, können bei der Verbandsgemeindeverwaltung Wahlvorschläge für die Wahl des Ortsbürgermeisters eingereicht werden. Gibt es einen oder mehrere Kandidaten, sind die Bürger am 1. September aufgerufen, erneut den Weg zur Wahlurne anzutreten. Findet sich kein Bewerber, wird der Ortsbürgermeister vom Gemeinderat gewählt. Eröffnet wurde die konstituierende Sitzung im Gemeindehaus durch Johannes Gehlen. Die Verpflichtung folgender Ratsmitglieder erfolgte durch den von der Kommunalaufsicht Beauftragten Rolf Schmidt-Markoski (Verbandsgemeinde-Beigeordneter): Aloysius Weißenfels, Johannes Gehlen, Oliver Rüßel, Dirk Siebenmorgen, Laura Mellinghoff und Julia Rüßel. (PM)



Lokales: Altenkirchen & Umgebung
Feedback: Hinweise an die Redaktion

AK-Kurier Newsletter: Immer bestens informiert

Täglich um 20 Uhr kostenlos die aktuellsten Nachrichten, Veranstaltungen und Stellenangebote der Region bequem ins Postfach.



Aktuelle Artikel aus Politik


Koalitionsverhandlungen in Rheinland-Pfalz: CDU und SPD ringen um Schlüsselthemen

In Rheinland-Pfalz laufen die Koalitionsverhandlungen zwischen CDU und SPD auf Hochtouren. Die Parteien ...

Rheinland-Pfalz plant Verfassungsänderung zur Kontrolle von Untersuchungsausschüssen

In Rheinland-Pfalz soll die Landesverfassung geändert werden, um die Anforderungen für die Einsetzung ...

Krisengespräch zur Pflegekammer Rheinland-Pfalz stößt auf Skepsis

In Rheinland-Pfalz steht die Pflegekammer erneut im Zentrum der Kritik. Ein anberaumtes Krisengespräch ...

Mehr Frauen in die Kommunalpolitik: Eine Veranstaltungsreihe im Kreis Altenkirchen

Im Kreis Altenkirchen sind Frauen in der Kommunalpolitik unterrepräsentiert. Eine neue Veranstaltungsreihe ...

Frühkindliche Bildung in Rheinland-Pfalz: Eltern fordern konkrete Umsetzung von Wahlversprechen

In Mainz hat der Landeselternausschuss der Kitas in Rheinland-Pfalz (LEA RLP) die künftigen Koalitionspartner ...

Automatische Auszahlung des Kindergeldes ab 2027 geplant

Die Bundesregierung plant eine Reform, die viele Familien entlasten soll. Ab dem Jahr 2027 könnte das ...

Weitere Artikel


Das Lachen wieder lernen: Land fördert Familienferien-Sommeraktion

Aus dem sicher oft nicht immer einfachen Alltag kinderreicher Familien und Alleinerziehender können 111 ...

Schützenfest Altenkirchen: Das ist der neue Hofstaat

Altenkirchen hat einen neuen Schützenkönig und mit ihm werden natürlich wieder weitere Thronpaare das ...

Kita kooperiert mit Gymnasium: Kleine Hände und große Forscher

Schon seit 2015 darf sich die Kindertagesstätte „Kleine Hände“ in Wissen/Schönstein mit dem Zertifikat ...

Wissener Altstadt-Brücke: Landesbetrieb hat Alternativen geprüft

Die Altstadt-Brücke in Wissen bleibt Thema. Sie wird bekanntlich in Kürze gesperrt, weitgehend abgerissen ...

Talentförderung: Wissener Schützenverein erhält „Das Grüne Band“

Die Jury des „Grünen Bandes“ hat den Wissener Schützenverein mit dem bedeutendsten Nachwuchsleistungssport-Preis ...

Kescheider Rat konstituierte sich

Der Kescheider Ortsgemeinderat nahm seine Arbeit auf: Dem neuen Rat gehören Klaus Dahm, Doris Lichtenthäler, ...

Werbung