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Politik | - keine Angabe -


Nachricht vom 13.07.2019    

Europa und die Zukunft in der Weltpolitik

"Wir müssen mit einer Stimme in Europa sprechen", forderte der frühere Außenminister Sigmar Gabriel im Rahmen seines Vortrags an der Universität Siegen. Dabei hatte er die Zukunft Europas in den Mittelpunkt gestellt.

Sigmar Gabriel forderte mehr Gemeinsamkeiten in der EU. Foto: Uni Siegen

Siegen. Wie wird die Zukunft von Europa aussehen? Dazu hat der frühere Außenminister Sigmar Gabriel einen Vortrag vor mehr als 100 Besuchern an der Universität Siegen gehalten. Gabriel kam auf Einladung des Dekans der Fakultät III (Wirtschaftswissenschaften, Wirtschaftsinformatik und Wirtschaftsrecht) der Universität Siegen, Prof. Dr. Volker Wulf, in Kooperation mit dem ehemaligen SPD-Bundestagsabgeordneten Willi Brase ins Museum für Gegenwartskunst.

Gabriel befürchtet, dass die Europäische Union in ein paar Jahren eine weniger wichtige Rolle mehr in der Weltpolitik spielen werde. Auch, weil die EU sich zu wenig um eine gemeinsame europäische Außen- und Sicherheitspolitik kümmere. Das sei ein Fehler, sagte Gabriel. „Europa hat einen Wert, der besonders wichtig wird in der Zukunft“, erklärte er. Künftig werde es nicht mehr um G 20 gehen, sondern um G 2. Die Macht verschiebe sich in Richtung China und USA. Der Einfluss Europas auf die Weltpolitik werde schwächer und das Verhältnis zu den USA sei angespannt. In diesem Zusammenhang müssten die Europäer sich fragen, welche Rolle sie übernehmen wollten.

Europa befinde sich in einer Identitätskrise, deshalb drohe ein massiver wirtschaftlicher Bedeutungsverlust. Die EU werde in der Weltpolitik als Vegetarier unter Fleischfressern wahrgenommen. „Die Wahrscheinlichkeit ist sehr gering, dass es uns immer gelingt, uns aus allen Konflikten rauszuhalten“, sagte Gabriel. Es gebe kein Patentrezept. Man müsse aber mehr tun, als nur über Moral zu reden. Es sei wichtig, dass die Europäische Union eine gemeinsame Position vertrete. „Wir müssen mit einer Stimme in Europa sprechen, um Gehör in der Welt zu finden“, fasste Gabriel zusammen. (PM)



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