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Nachricht vom 25.03.2010    

"Frauenpower" beim Frühjahrsempfang in Hamm

Auf große Resonanz stieß auch in diesem Jahr der Frühjahrsempfang der Landfrauen, der diesmal im Kulturhaus in Hamm stattfand. Der Landfrauenverband ist im AK-Land mit über 1700 Mitgliedern die größte Interessenvertretung der Frauen im Landkreis.

Hamm. "Frauenpower" in ge­ballter Form sah das Hammer Kulturhaus beim Frühjahrsem­pfang der Landfrauen im Kreis Altenkirchen. Der Landfrauenverband Al­tenkirchen ist mit über 1700 Mitglie­dern die größte Interessenver­tretung der Frauen im Landkreis. Die Landfrauen stehen für ein gut funktionierendes Netzwerk mit einem kontinuierlichen und nachhaltigen Engagement für den ländlichen Raum. Sie finden neben ihrer Familie und ihrer Arbeit noch Zeit und Kraft, sich ehrenamtlich im ge­sellschaft­lichen Leben ein­zu­finden. Die "Frauen vom Land" kommen dabei nicht nur aus der Landwirtschaft. Dieses Bild ist falsch und hat sich gegenüber vergangenen Jahrzehnten deutlich gewandelt. Sie vertreten vielmehr eine große Palette an Berufsschichten. Deshalb sind auch die Themen im Ver­band stets vielseitig und aktuell. Der späte Nachmittag in "Hamms guter Stube" gehörte in vollem Umfang den Frauen. Die männlichen Gäste waren ein­deutig in der Unterzahl. So war es dann auch sicherlich nicht verwun­derlich, dass Grußworte kurz und bündig abgegeben wurden, um dann das Feld den Frauen wieder zu überlassen. Landrat Michael Lieber lobte das facettenreiche Wirken der Landfrauen mit vielfältigen Aktivitäten im kulturellen, sozialen und berufsständigen Bereich und dankte dem Part­ner bei vielen Projekten. "Die Landfrau­en sind mit ihren Themen immer auf der Höhe der Zeit und strahlen mit diesen in die gesamte Region hinein", so Lieber. Der "Entleerung" des ländlichen Rau­mes trete der Landfrauenverband nicht nur mit Angeboten und Möglichkeiten einer sinnvollen Freizeitgestaltung entgegen, sondern vermittle auch in Bildung und bei beruflichen Aspekten, bekundete Bürgermeister Rainer Buttstedt. Gerade in der heutigen finanzschwachen und wirtschaftlich angeschlagenen Zeit seien die Landfrauen mehr denn je ge­fordert. "Wichtig ist dabei, sich nicht entmutigen zu las­sen, den Blick weiter nach vorne zu richten und dabei auch in die Vergangenheit zurückzublicken, um die dort gemachten Fehler zukünftig zu vermeiden, aber auch das dort unter ganz anderen Umständen Geleistete, positiv in sich aufzunehmen." Die Grü­ße des Landesverbandes der Landfrauen übermittelte In­ge Weyl und die des Bauernverbandes dessen Kreisvorsitzender Georg Groß. Landfrauen-Kreis­vor­sitzende Gerlinde Eschemann, die einen herzlichen Willkommensgruß entbot und allen an der Veranstaltung Beteiligten ei­nen Dank aussprach, stellte mit Kreisgeschäftsführerin Anke Enders-Eitelberg die breitgefächerte Arbeit des Ver­bandes und das Jahresprogramm vor. Landrat Lieber gab man mit auf den Weg, die landwirtschaftlichen Betriebe als Wirtschaftsbetriebe mit in die Wirt­schaftsförderung des Kreises aufzunehmen. Mit ei­nem Imbiss und einem Gedankenaustausch endete der hervorragend organisierte und alle zwei Jahre stattfindende Frühjahrsempfang.


Wanderausstellung "Klimaschutz" noch bis zum 8. April

Jeder kann einen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Dies vermittelte anschaulich die Wanderausstellung "Klimaschutz Rheinland-Pfalz" im Rahmen des Frühjahrsempfangs. Die Ausstellung, die noch bis zum 8. April zu sehen ist, portraitiert Menschen, die Klimaschutz ernst nehmen. Großformatige Fotoleinwände zeigen Frauen und Männer, die konkrete Beiträge leisten, um das Kli­ma zu schützen. Das beginnt bei der "Gipfelstürmerin", die lieber wandert statt ins Flugzeug zu steigen und endet beim "Einheizer", der sein Haus mit klimaneutralen Holzpellets wärmt. Plakativ und bunt wird vorgeführt: Klimaschutz ist gar nicht schwer. Sehr praktisch wird dargestellt, wie Klimaschutz etwa in den Bereichen Energie, Haushalt, Ernährung und Mobilität verstanden werden sollte. Für die von griffigen Zitaten begleiteten Fotoporträts wurden Rheinland-Pfäl­zer aus allen Teilen des Landes ausgewählt. Darunter auch die zweite Landfrauen-Kreisvorsitzen­de Ruth Bruchertseifer aus Wissen-Galgenberg, die mit einleitenden Worten zum Referenten Roland Horne, Leiter der Landes­zen­trale für Umweltaufklärung Rheinland-Pfalz, überleitete. Mit seinen Ausführungen "Klimaschutz in unserer Zeit" ging Horne detailliert und analysierend, anschaulich und überaus einfühlsam auf den kompakten und aktuellen Themenbereich ein. Man ver­füge nicht über ein unbegrenztes Luftmeer. Die Er­de sei ein begrenztes System, von dem man nicht immer mehr haben könne. Dies ver­deutliche, dass man sorgfältig mit der Erde umzugehen habe. In früheren Jahrzehnten sei erst dann gehandelt worden, wenn man praktisch zur Handlung gezwungen worden sei. "Gegenüber den vergangenen Jahrzehnten ist viel erreicht worden, trotzdem ist dies bei weitem noch nicht genug. Wer aus der Vergangenheit nicht lernt, ist dazu verdammt, die gleichen Fehler nochmals zu machen. Wir müssen rechtzeitig lernen und die richtigen Weichen stellen. Wir sollten uns Beispiele an der Natur nehmen, wie die es macht", so der Referent.



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Besondere Ehrung
Mit großem Beifall dankten die Landfrauen des Kreises Altenkirchen Renate Walterschen beim Frühjahrsempfang in Hamm für ihre 32-jährige Vorstandsarbeit in verschiedenen Landfrauen-Gremien. Renate Walterschen (Seifen) war 30 Jahre im Bezirksvorstand - davon 8 Jahre im Amt der Bezirks­vorsitzenden - und jeweils 8 Jahre eine der stellvertretenden Kreisvorsitzenden sowie Vorsitzende und stellvertretende Vorsitzende im Bezirk Flammersfeld. Auf eigenen Wunsch schied sie nun aus, obwohl sie in einigen Arbeitsbereichen noch weiter aktiv sein wird. Dank erhielt sie in Form von Geschenken und einer Urkunde für ihren unermüdlichen Einsatz, die zahlreichen Fähigkeiten, ihre Verlässlichkeit und Flexibilität. (Rolf-Dieter Rötzel)
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Renate Walterschen wurde von Gerlinde Eschemann verabschiedet. Fotos: Rolf-Dieter Rötzel


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