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Nachricht vom 31.07.2019    

Arbeitsmarkt: Saisonaler Anstieg der Arbeitslosenzahlen

Die Arbeitsagentur hat die Statistiken für den Monat Juli veröffentlicht: Für die Landkreise Neuwied und Altenkirchen weisen diese im Juli 7.834 Arbeitslose aus. Das sind 311 mehr als vor einem Monat, aber 105 weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote liegt Ende Juli bei 4,6 Prozent. Der Bestand an offenen Stellen steigt um 44 auf 3.139.

Die Arbeitsagentur hat die Statistiken für den Monat Juli veröffentlicht. (Symbolfoto: succo auf Pixabay)

Neuwied/Altenkirchen. Nach Monaten der Entspannung ist die Zahl der Arbeitslosen in der Region im Juli erstmals wieder leicht angestiegen. Insgesamt zählte die Agentur für Arbeit Neuwied, die die Menschen in den Landkreisen Neuwied und Altenkirchen betreut, Ende Juli 7.834 Arbeitslose. Das sind zwar 311 mehr als vor einem Monat, aber 105 weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote liegt Ende Juli bei 4,6 Prozent, 0,2 Prozentpunkte über dem Vormonatswert und 0,1 Punkte unter dem Wert des Vorjahres.

Saisonaler Anstieg
„In den letzten zwölf Monaten ist die Arbeitslosigkeit damit weiterhin gesunken“, sagt Karl-Ernst Starfeld, Leiter der Neuwieder Arbeitsagentur, und bleibt angesichts des aktuellen Anstiegs gelassen. Schließlich tauche dieses kurzfristige Phänomen in jedem Sommer auf, wenn ein Teil der jungen Leute, die ihre Ausbildung beenden, nicht nahtlos übernommen wird und die Zeit bis zum Beginn einer neuen Beschäftigung oder eines Studiums überbrücken muss. Eine These, die sich durch einen Blick auf die Zahlen belegen lässt, denn maßgeblich zugenommen mit einem Anstieg um 173 Personen im Juli hat die Arbeitslosigkeit tatsächlich nur bei den unter 25-Jährigen.

3.139 offene Stellen
Auch der Stellenmarkt zeigt sich leicht rückläufig. 586 Stellen wurden dem gemeinsamen Arbeitgeberservice der Arbeitsagentur und der Jobcenter im Juni gemeldet, das sind 67 weniger als im Juni und 307 weniger als im Vorjahresmonat. Der Stellenbestand steigt um 44 auf 3.139 offene Stellen. Um Transparenz zu schaffen, veröffentlicht die Agentur für Arbeit jeden Monat auch die Unterbeschäftigungsquote. Sie bezieht all jene Personen ein, die arbeitsmarktpolitisch gefördert werden, wie zum Beispiel durch Fortbildung und Umschulung oder einem Zuschuss für Existenzgründer. In dieser Zeit werden sie statistisch nicht als arbeitslos erfasst. Im Agenturbezirk Neuwied liegt diese Quote aktuell bei 6,5 Prozent und bleibt damit im Vergleich zum Juli 2018 unverändert.



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Kreis Neuwied stärker vom Anstieg betroffen
Die Entwicklung des Arbeitsmarktes in den Landkreisen, die der Agenturbezirk Neuwied umfasst, ist unterschiedlich: Im Kreis Altenkirchen sind derzeit 3.128 Personen ohne Job gemeldet, das sind 77 mehr als im Juni und 86 weniger als im Vorjahres-Juli. Die Arbeitslosenquote steigt um 0,1 Punkte auf 4,3 Prozent. Im Vorjahresvergleich ist sie um 0,2 Punkte gesunken. Im Kreis Neuwied sind hingegen 4.706 Arbeitslose gemeldet. Das sind 234 mehr als im Vormonat, jedoch 19 weniger als vor einem Jahr. Die Quote liegt mit 4,8 Prozent 0,3 Punkte über dem Vormonatswert und steigt damit auf den Wert des Vorjahres. Der Kreis Neuwied ist vom saisonalen Anstieg der Arbeitslosigkeit somit stärker betroffen als der Nachbarkreis. (PM)


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Kommentare zu: Arbeitsmarkt: Saisonaler Anstieg der Arbeitslosenzahlen

1 Kommentar
Mal ganz abgesehen von dem ca. ein Drittel Arbeitslosen (in Maßnahmen geparkte, Arbeitlose über 58 Jahren und arbeitsunfähig gemeldete Arbeitslose)die regelmäßig herausgerechnet werden, gibt es keinen Grund zur Freude.

Arbeitsmarktpolitischen Stillstand endlich beenden
„Die Jubelmeldungen der Bundesregierung über die Entwicklung am Arbeitsmarkt können nicht darüber hinwegtäuschen, dass es für Langzeiterwerbslose, Ältere und Menschen mit Behinderungen noch immer viel zu wenig Perspektiven gibt. Das ist umso bitterer, da nun mit dem konjunkturellen Abschwung die Möglichkeiten noch geringer werden. Die Bundesregierung muss den arbeitsmarktpolitischen Stillstand beenden und mehr in einen öffentlich geförderten Beschäftigungssektor investieren sowie Erwerbslose grundsätzlich besser unterstützen. Zudem ist ein Recht auf Weiterbildung längst überfällig.“, erklärt Sabine Zimmermann, arbeitsmarktpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, zum aktuellen Monatsbericht der Bundesagentur für Arbeit. Zimmermann weiter:

„Noch immer können auch viele Menschen, die Arbeit haben, davon nicht leben. Das belegen die Zahlen von rund einer Million Hartz-IV-Aufstockerinnen und -aufstockern und von über drei Millionen Menschen mit mehreren Jobs. Die Bundesregierung muss die Rahmenbedingungen für gute Arbeit schaffen. Dazu gehören unter anderem ein Mindestlohn von zwölf Euro in der Stunde, ein Verbot von Leiharbeit, die Stärkung der Tarifbindung und die Abschaffung der sachgrundlosen Befristung.“
#1 von Manfred Wolter, am 31.07.2019 um 14:05 Uhr

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