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Nachricht vom 31.07.2019    

ÖPNV mit dem Westerwaldbus ist eine Erfolgsgeschichte

„Die Übernahme der beiden Linienbündel Daaden-Gebhardshain und Betzdorf-Kirchen durch die kreiseigene Westerwaldbus GmbH ist eine Erfolgsgeschichte“, so Landrat Michael Lieber in einem Gespräch vor Vertretern der regionalen Presse. Dabei war das Gelingen von vornherein nicht selbstverständlich.

Logo Westerwaldbus

Kreis Altenkirchen. Diese Einschätzung teilt auch Konrad Schwan, Erster Kreisbeigeordneter: „Natürlich lief auch unser Start nicht gänzlich ohne Probleme ab. Aber dank der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Westerwaldbus, konnten diese schnell bewältigt werden.“

Dass die Übernahme von erheblichen ÖPNV-Leistungen im Landkreis Altenkirchen durch die in 2017 gegründete Westerwaldbus GmbH gelang, war nicht selbstverständlich. Es mangelte daher auch nicht an Mahnern, die es für ausgeschlossen hielten, dass es einem Kreisunternehmen gelingen könnte, rechtzeitig genügend Busfahrer und auch die notwendigen Busse bereit zu stellen. Erfahrungen in anderen Landkreisen hatten gezeigt, dass ein solches Vorhaben nicht leicht umzusetzen ist.

Dass es trotzdem geklappt hat, freute nicht nur den Landrat und den Kreisbeigeordneten, sondern auch den Geschäftsführer Oliver Schrei: „Möglich wurde dies nur durch einen gewaltigen Kraftakt. Ausschlaggebend war sicher, dass ein sehr kompetentes und motiviertes Team für die Umsetzung sorgte. Es freut mich,dass der Kreis bewiesen hat: Er kann Bus.“

Vor allem ist positiv hervorzuheben, dass sehr schnell die benötigten Busfahrer gefunden und gewonnen werden konnten. Neben übertariflichen Konditionen spielte für die Fahrerinnen und Fahrer auch die Taktung sowie das Betriebsklima eine Rolle. Die Westerwaldbahn befindet sich seit gut 3 Jahren in einer Umstrukturierung, in deren Rahmen man den Güterverkehr aufgab und den Busbereich deutlich ausgebaut hatte. Während der Busverkehr zuvor als Sparte der Westerwaldbahn ca. 640.000 km pro Jahr ausmachte, ist die Fahrleistung durch die Übernahme der beiden Linienbündel auf rund 2,5 Millionen Kilometer gestiegen. Vor dem Ausbau des Busbereichs benötigte man ca. 10 Busse und 8 Busfahrer/innen, nach Übernahme der beiden Linienbündel sind 50 Busse mit 63 Busfahrer/innen im Einsatz.



Anfängliche Kritik bezog sich auf die Fahrplanung. Die Kritikpunkte wurden aufgenommen und in Umplanungen einbezogen. Seit Januar 2019 wurden bisher vier Fahrplananpassungspakete umgesetzt. Ein fünftes Paket ist in Planung. Landrat Lieber erklärte abschließend, dass der ÖPNV eine Pflichtaufgabe der Kreise werden müsse. Hierdurch könne auch die Finanzierung auf neue Füße gestellt werden: „Hier ist das Land gefordert, den Ankündigungen auch Taten folgen zu lassen“, so der Landrat abschließend. (PM)



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