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Nachricht vom 09.08.2019    

Erstkommunionkinder spendeten für Unnauer Patenschaft

In zwei Gottesdiensten in St. Hubertus Rennerod und Mariä Heimsuchung in Höhn haben 50 Kinder aus der Pfarrei „St.Franziskus im Hohen Westerwald“ das Sakrament der ersten heiligen Kommunion empfangen. Der Tradition aus den früheren Jahren in den damals noch selbständigen Pfarreien folgend, wird anlässlich der Dankandachten auch eine Kollekte abgehalten, die für wohltätige Zwecke gedacht ist.

Große Freude bei den Vertretern der Unnauer Patenschaft (hinten v.l.: Ursula Eller, Renate Roos und Michael Wiedemann) Vorne rechts: Gemeindereferentin Sandra Eidner-Sistig, die Katechetinnen Christine Schmidt und Susanne Benner sowie eine Abordnung der Kommunionkinder. Foto: Willi Simon

Rennerod. In diesem Jahr haben die Erstkommunionkinder und deren Eltern entschieden, den Erlös der „Unnauer Patenschaft“, dem SOS-Kinderdorf „Christo Rey“ in Ecuador sowie dem Bonifatiuswerk zukommen zu lassen. Vom Erlös gehen jeweils 820 Euro nach Unnau und in das SOS Kinderdorf sowie 182 Euro an das Bonifatiuswerk, sagte Gemeindereferentin Sandra Eidner-Sistig, die in der Pfarrei für die Vorbereitungskurse der Erstkommunionkinder zuständig war.

Vertreter der Unnau Patenschaft waren nun in das Pfarrheim nach Rennerod gekommen, um den Spendenbetrag von 820 Euro in Empfang zu nehmen. An der Runde nahmen auch zwei Katechetinnen Susanne Benner (Neuhochstein) und Christine Schmidt (Höhn) sowie stellvertretend vier Erstkommunionkinder teil. Hocherfreut zeigte sich Kassiererin Dorothee Wenzelmann über den zugedachten Spendenbetrag. „Das ist eine Riesensumme, mit der wir wieder viel Gutes tun können“.

Seit 33 Jahren besteht die Unnauer Patenschaft zur Unterstützung krebs- und schwerstkranker Kinder und Jugendlicher im geographischen Westerwald. Wenzelmann und der 2.Vorsitzende Michael Wiedemann berichteten von ihrer Arbeit. Wo Krankenkassen oder andere Verbände Kosten betroffener Eltern nicht übernehmen, tritt die Unnauer Patenschaft ein. Insbesondere dann, wenn Familie nicht über die notwendigen Mittel verfügen um Zusatzleistungen, Therapien, Gerätschaften oder Hilfsmittel bezahlen können. Finanzielle Mithilfe beim Ausbau behindertengerechter Wohnungen oder Fahrzeuge gehört dazu.



Die Patenschaft ist auch da, wenn Behördengänge anstehen oder Gespräche mit Kliniken geführt werden müssen. In Therapiepausen wird den krebskranken Kinder und deren Eltern ein Familienerholungsaufenthalt in drei eigenen Ferienhäusern ermöglicht. Bei langen Krankenhausaufenthalten der Kinder muss immer ein Elternteil in der Nähe sein. Die Unterbringungskosten werden mitfinanziert, wo die Betroffenen finanziell überfordert sind. Zu Weihnachten werden Kinder, die das Fest nicht zu Hause feiern können, besucht und mit kleinen Geschenken bedacht. „Von der Patenschaft wird direkt und unbürokratisch geholfen. Konfessionen oder Herkunft spielen dabei keine Rolle. Alle Spendengelder fließen zu 100 Prozent in das Hilfswerk“, so Dorothee Wenzelmann, und ergänzte: “Wir leben von Spenden. Alle arbeiten hier ehrenamtlich ohne jegliche Entschädigung“.

Abschließend richtete die Kassiererin „Ein ganz großes Dankeschön für diese großherzige Spende“ an Gemeindereferentin Sandra Eidner-Sistig, die Katechetinnen Susanne Benner und Christine Schmidt sowie an alle Kommunionkinder, die einen Teil ihrer Gaben zur Erstkommunion freiwillig für die gute Sache opferten.

Die Freude der betroffenen krebskranken Kinder und Eltern, die von den Spenden partizipieren werden, wird groß sein. Und diese Freude kehrt sicher in die Herzen der Schenkenden zurück, bewußt oder unbewusst. Willi Simon


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