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Nachricht vom 13.08.2019    

Kunstforum Westerwald bringt „FREI-RAUM“ in die Landjugendakademie

Eine Fülle von Öl- und Aquarellbildern wird ebenso zu sehen sein wie Tonplastiken, Holz- und Drahtskulpturen in der Ausstellung „FREI-RAUM“ in der Evangelischen Landjugendakademie in Altenkirchen: 13 Künstlerinnen und Künstler des Kunstforums Westerwald bestreiten die Ausstellung, die am 18. August mit einer Vernissage beginnt. Altenkirchen, so sagt es der Leiter des Forums, Friedhelm Zöllner, sei „ein spezifischer Ort für Kunstausstellungen, weil das Publikum hier an derartigen Veranstaltungen besonders fachkundig und interessiert ist.“

Laden zur Kunstausstellung in die Evangelische Landjugendakademie (LJA) ein: (von links) Friedhelm Zöllner (Kunstforum), Helga Seelbach (LJA), Gerhard Gröner (Aussteller) und Nicole Thilo (LJA). (Foto: privat)

Altenkirchen. Das Kunstforum Westerwald, eine Vereinigung von Künstlern verschiedener Kunstrichtungen aus dem gesamten Westerwald, stellt in der Landjugendakademie (LJA) Altenkirchen unter dem Titel „FREI-RAUM“ vom 18. August bis 18. Oktober aus. Eine Fülle von Öl- und Aquarellbildern wird ebenso zu sehen sein wie Fotografien, Tonplastiken, Holz- und Drahtskulpturen. Die Eröffnung wird mit einer Vernissage am 18. August um 15 Uhr gefeiert. Die ausstellenden Künstler werden alle bei der Vernissage anwesend sein und zum Gespräch zur Verfügung stehen. Die Laudatio wird Manfred Glassner halten, Werner Jung wird mit seiner Gesangspartnerin Doris Kahn für den musikalischen Rahmen sorgen.

Spezifischer Ort für Kunstausstellungen
„Die Evangelische Landjugendakademie in Altenkirchen ist über die Jahre so etwas wie die Basisstation für die Arbeit des Kunstforums Westerwald geworden und hat uns schon mehrfach beherbergt. Wir sind der Akademie und insbesondere Helga Seelbach und Nicole Thilo sehr dankbar, dass wir die für Ausstellungen so in besonderem Maße geeigneten Räumlichkeiten und den hervorragenden Service hier nutzen können“, sagt der Vorsitzende des Kunstforums, Friedhelm Zöllner. „Altenkirchen ist ein spezifischer Ort für Kunstausstellungen, weil das Publikum hier an derartigen Veranstaltungen besonders fachkundig und interessiert ist.“

Hängende Drahtskulpturen und Landschaftsfotografie
13 Künstlerinnen und Künstler aus dem gesamten Westerwald bestücken die Ausstellung. So zeigt Martin Fandler, leidenschaftlicher Fotograf aus Steinebach, Landschaftsfotografien, die das Thema Freiraum wiederspiegeln. Manfred Wendel, Lehrer aus Alpenrod, zeigt stehende und hängende Drahtskulpturen, die sich meist an Naturformen orientieren, grundsätzlich sind die Objekte als abstrakte, unabhängige Formen zu sehen. Gerhard Gröner aus Wissen präsentiert gegenständliche und abstrakte Kleinskulpturen sowie polygrame Bilder im Stil „Art Informel“. Friedhelm Zöllner aus Oberirsen bringt im Außengelände abstrakte Skulpturen aus Metall und Holz in verschiedenen Techniken in die Ausstellung ein. Simone Levy aus Höhr-Grenzhausen, frisch gekürte Preisträgerin eines Symposions in Bologna, zeigt bewegliche Skulpturen – und auch die noch nie in Deutschland gezeigte Preisträgerarbeit aus Bologna. Elisabeth Kurtenbach aus Buchholz sagt über ihre ausgestellte Malerei: „Mir ist es ganz wichtig, mit den jeweiligen Interessenten über das gewünschte Bild zu sprechen, so dass ich dieses mit Herz abgeben kann“. Aus Stockum-Püschen kommt Jutta Fasshauer-Jung mit ihren Arbeiten und dem Statement: „Denn wo sich Himmel und Erde berühren lacht dein Herz und Bruchstücke bauen sich zu Neuem auf.“

Hochkarätige Plastiken, Collagen, Malerei
Elke Überlacker-Gaul aus Sörth sagt zu ihren Arbeiten, dass Überraschungen wie im Leben vorprogrammiert sind. Die sehr lebendigen Bilder von Christa Häbel aus Hardt entwickelten sich im Laufe der Jahre vom realistischen immer mehr zum abstrakten Malstil hin. Die Bilder von Margit Goeltzer balancieren zwischen Komposition und Dekomposition, zwischen zweckfreiem Spiel der Formen und Farben und scheinbaren Resten gegenständlicher Strukturen zwischen Relief und Tafelbild, zwischen Collage und Malerei. In der Gemäldepräsentation von Susanne Kinder-Wallenta aus Eitelborn finden sich Stillleben und menschliche Darstellungen. Seit ihrer Auseinandersetzung mit Meditation und der Entwicklung des Selbst kommen auch buddhistische und duistische Motive in ihre ausgestellten Werke. Elisabeth Jung aus Altenkirchen modelliert mit dem organischen Material Ton die menschliche Form und will sie durch Betrachten und Begreifen erfahrbar machen. Den menschlichen Körper zu entdecken gehört für sie zu den ersten Aufgaben des Menschen, alle anderen Gestaltwahrnehmungen bauen auf dieser primären Welterfahrung auf. Der kürzlich verstorbenen Künstlerin Ellen Breidenstein ist ein besonderer Ausstellungsteil gewidmet: Ihre hochkarätigen Plastiken unter anderem aus Alabaster und Steatit sind zum Teil mit Blattgold belegt und mit echtem Bernstein besetzt.

Führungen möglich
Die Ausstellung wird bis zum 18. Oktober während der Geschäftszeiten der Evangelischen Landjugendakademie zu besuchen sein. Auf Wunsch steht der Leiter des Kunstforums Westerwald, Friedhelm Zöllner, für Führungen bereit (Tel.: 02686-640). Informationen über das Kunstforum Westerwald sind der neu gestalteten Homepage zu entnehmen: www.kunstforum-westerwald.de. Hier werden die Mitglieder mit ihren Arbeitsschwerpunkten ebenso dargestellt wie es Einblick in das Presseecho auf verschiedene Ausstellungen gibt. (PM)



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