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Nachricht vom 17.08.2019    

Wählerguppe Stötzel auf Sommertour: Bürger sollen mitreden

Bereits seit Juli ist die Wählergruppe Stötzel immer donnerstags unterwegs auf Sommertour in Mudersbach. Man will wissen, wo der Schuh drückt. Per Pressemitteilung informieren die Kommunalpolitiker nun über ihre bisherigen Erfahrungen und Eindrücke an verschiedenen Stationen. Unter anderem ging es um die deutlich angestiegene Verkehrsbelastung in den Ortslagen von Mudersbach und Niederschelderhütte.

Die Wählergruppe Stötzel auf Sommertour. (Foto: Wählergruppe Stötzel)

Mudersbach. Bereits seit Juli und noch bis 22. August ist die Wählergruppe Stötzel immer donnerstags unterwegs auf Sommertour in Mudersbach, um zu verschiedenen Themen mit den Bürgerinnen und Bürgern ins Gespräch zu kommen und Lösungsansätze zu entwickeln. „Die Bürger sollen mitreden und mitgestalten, ihre Ideen und Vorschläge einbringen“, so ist die Idee.

Gestiegene Verkehrsbelastung
Zentrales und sehr oft beklagtes Thema ist laut Pressemitteilung der Wählergruppe die mit dem Anschluss der Hüttentalstraße (HTS) am Kreisel Niederschelderhütte deutlich angestiegene Verkehrsbelastung in den Ortslagen von Mudersbach und Niederschelderhütte. „Weil der Kreisel nicht läuft, wird die Mittelstraße als Umgehung des allmorgendlichen Staus auf der B 62 genutzt und trotz Tempo 30 wird viel zu schnell gefahren. Wir sind die neue Höllenwaldstraße“, so die mittlerweile verbreitete Meinung. Ganz ähnlich lauten demnach die Anliegerstimmen in der Berg- und Glück-Auf-Straße in Mudersbach, die zunehmend auch als Ausweichstrecke von Mudersbach nach Niederschelderhütte oder in umgekehrter Richtung genutzt wird – und dies deutlich zu schnell.

Jahre des Wartens und der Vertröstung
Nächste Station der Wählerguppe Stötzel: die Sieg- und im weiteren Verlauf die Bahnhofstraße. Lösungen für die permanente Fußgängergefährdung durch immer mehr LKW sowie PKW-Verkehr in Richtung Brachbach und ein katastrophaler Straßenzustand werden seit Jahren ohne erkennbare Fortschritte diskutiert. Im Juli 2018 wurde im Gemeinderat eine Machbarkeitsstudie mit Lösungsszenarien für Dezember 2018 angekündigt, jetzt heiße es: „in Kürze“. Die Forderung der Wählergruppe: „Nach all den Jahren des Wartens und der Vertröstung brauchen wir jetzt eine nachhaltige und finanzierbare sowie mit der Ortsgemeinde Brachbach abgestimmte Planung mit realistischer Zeitperspektive der Umsetzung und sodann klare Entscheidungen im Ortsgemeinderat.“

Es geht um Wohn- und Lebensqualität
Verkehrssicherheit und Temposünder auch das Thema auf der B 62. „In der April-Sitzung des Ortsgemeinderates hatten wir hierzu einen Antrag gestellt, durch Tempo 30, der Installierung von Bedarfsampeln oder verstärkte Geschwindigkeitskontrollen für mehr Sicherheit zu sorgen. Der Rat hat seinerzeit einen eindeutigen Beschluss gefasst, über dessen Ausführung bis heute, selbst auf unsere schriftliche Nachfrage bei Ortsbürgermeister Maik Köhler von Anfang Juli, keinerlei Rückmeldung zum Sachstand erfolgt ist“, heißt es. Auch die Planungen einer „Ortsumgehung“ als langfristige Lösung müsse in diesem Zusammenhang zumindest wieder auf die Agenda des neuen Rates, denn die Verkehre würden weiterhin zunehmen. Noch sei die Ortsumgehung im Bundesverkehrswegeplan enthalten. Es gehe um die Wohn- und Lebensqualität in Mudersbach für kommende Generationen.

Wohnbaufläche unterhalb der Giebelwaldhalle
Keinen Fortgang macht man bei der Entwicklung einer Wohnbaufläche unterhalb der Giebelwaldhalle aus. Für dieses Gelände hatte der Ortsgemeinderat schon im Mai 2018 die Aufstellung eines Bebauungsplanes für Wohnbauflächen und die Einleitung der weiteren Verfahrensschritte beschlossen. Seither habe sich der Rat nicht mehr mit dem Thema befasst. „Auf den verschiedenen Stationen unserer Sommertour haben wir viele interessante Eindrücke, Ideen und Anregungen zu den verschiedensten Problemstellungen mitgenommen, so dass wir ein durchweg positives Zwischenfazit ziehen“, so das Resümee der Wählergruppe Stötzel. (PM)


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