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Nachricht vom 14.04.2010    

Schwimmbad und DLRG werden 50 Jahre alt

Gemeinsam Geburtstag feiern können in diesem Jahr das Naturschwimmbad in der "Thalhausermühle" in Hamm - das größte Freibad in der Region - und die örtliche DLRG-Ortsgruppe. Seit ihrem Bestehen gibt es eine enge Zusammenarbeit zwischen den beiden Institutionen.

Hamm. Das Hammer Naturbad in der "Thalhausermühle" und die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG), Ortsgruppe Hamm, feiern in diesem Jahr jeweils ihr 50-jähriges Jubiläum. Seit Bestehen der beiden Institutionen sind diese fest miteinander "verwurzelt". Die Hammer DLRG übernimmt bekanntlich in den Sommermonaten die Turmwachen im größten Freibad der Region, das sich nach wie vor großer Beliebtheit bis in den Köln-Bonner-Raum hinein erfreut, zum Verweilen einlädt und eine erholsame Freizeit garantiert. Für die Bevölkerung im Hammer Land war die Errichtung des Freibades vor nunmehr fünf Jahrzehnten ein besonderes Ereignis, musste sie doch zuvor in den Flüssen der Umgebung baden. Nach einer Bauzeit von einem Jahr standen ab Pfingsten 1960 eine Wasserfläche von 16.000 Quadratmeter sowie Liegewiesen von 15.000 Quadratmeter zur Verfügung. Viele Stammgäste halten dem Bad seit Jahren ihre Treue. In den Sommermonaten heißt es "Abkühlen" im erfrischenden Nass und in den Wintermonaten bei entsprechenden Minus­graden "Aufwärmen" beim Schlittschuhlaufen auf der Eisfläche. Entstanden war die Sport- und Erholungsstätte für Badegäste und Erholungs­suchen­de im Seelbachstal Ende der fünfziger/Anfang der sechziger Jahre auf Initiative des damaligen Amts- und Gemeindebürgermeisters Karlheinz Klöckner. Der Raiffeisengeburtsort war fortan um eine Attraktion reicher. Die Schwimmstätte erfreut sich von Beginn an großen Zuspruchs.
Die Einweihung fand am 17. Juni (Pfingstsamstag) 1960 in einem großen Rahmen unter Be­teiligung namhafter Schwimmerinnen vom Wasserballett "Nixe" Neuwied statt. Ballett- und Tauchvorführungen sowie Turmspringen standen auf dem Programm. Gesanglich umrahmte der MGV "Liedertafel" Hamm die Feierstunde; Amtsbürgermeister Karlheinz Klöckner hielt die Festansprache.

"Hamm den Anschluss an den Fortschritt sichern"
Die über viele Jahre vom "Bund der heimattreuen Hämmscher" herausgegebenen "Hammer Heimatgrüße" widmeten dem Ereignis einige Seiten. Wilhelm Buchsieb stellte in einer Ausgabe das Schwimmbad sehr detailliert vor, sprach von einer Hammer Attraktion, einem Strandbad, einer einmaligen Anlage und einer unvergesslichen Einweihungsfeier. "Der Rahmen der Einweihung war so imposant, dass das Ereignis geradezu ein ‚Pauken­schlag’ war, der der weiteren Umgebung eindrucksvolle Kunde gab", so Buchsiebs Zeilen. "Den Abschluss bildete ein Feuerwerk, wie es Hamm und die Umgebung noch nie gesehen hatten. Etwa sieben bis achttausend Menschen wohnten der Eröffnung bei, die in ihrer Form eine unschätzbare Werbung für Hamm und sein Bad war." Abschließend nannte Buchsieb den 200.000 Mark teuren Bau des Schwimmbades als einen Ausdruck der Entschlossenheit, "Hamm den Anschluss an den Fortschritt zu sichern."
Im gleichen Jahr der Schwimmbad­übergabe wurde die DLRG-Ortsgruppe Hamm gegründet. Zahlreiche Gründer stellten sich am 27. November 1960 für die hohen Aufgaben der Lebensrettung zur Verfügung, auch im Bewusstsein, dass Überwachungsaufgaben an einem solchen Naturbad wesentlich umfang­reicher und schwieriger sind als an einem Beckenbad. Gründungsinitiator der Hammer DLRG ist der am 6. Juli 2000 verstorbene Paul Wittkowski, der vom 1. April 1960 bis 31. Dezember 1977 als Bade- und Schwimmmeister im Hammer Bad tätig war. Wittkowski setzte sich stets, auch nach seiner Pensionierung, tatkräftig für die Belange des Naturbades, die DLRG und die Schwimmausbildung ein.



Vielseitige Aufgaben der DLRG
Eine besondere Ehre wurde Paul Wittkowski am 22. Juli 1995 zuteil, als ein auch für den Katastrophenschutz einzusetzendes Rettungsboot der DLRG mit seinen Namen in den Dienst gestellt wurde. Wittkowski war es vorbehalten, das auf dem Boot angebrachte Namensschild zu "enthüllen". Mit der Namensgebung dankte die DLRG dem Gründer und langjährigen Technischen Leiter für dessen jahrzehntelange Verdienste und das gezeigte Engagement.
Die Nachfolge des unvergessenen Paul Wittkowski trat am 1. April 1978 Gerd Mühleip als Bademeister in Diensten der Verbandsgemeinde und als Technischer Leiter der DLRG Hamm an. Mühleip ist seit 32 Jahren ein Garant mit dafür, dass die Badegäste stets eine gepflegte Anlage vorfinden. Für ihn ist das Hammer Schwimmbad zu einem Teil des eigenen Lebens geworden. Die DLRG Ortsgruppe ist neben der Freiwilligen Feuer­wehr, der Rettungshundestaffel und dem DRK eine wichtige Rettungseinheit innerhalb der Verbandsgemeinde Hamm. Alle vier Einheiten arbeiten seit vie­len Jahren hervorragend zusammen.
Die Aufgaben der DLRG sind vielseitig. Sie umfassen nicht nur den Schwimmunterricht für Kinder und Jugendliche sowie die Ausbildung von Rettungsschwimmern, sondern in den Sommermonaten auch die Turm­wachen im Schwimmbad "Thalhausermühle" und präventive Einsätze in der Region. Zur Be­wältigung dieser umfangreichen Aufgaben gehört neben der fachlichen Aus- und Fortbildung auch eine den heutigen Zeiten entsprechende Ausrüstung. Darüber hinaus leistet der Jubelverein einen wichtigen Beitrag im gesellschaftlichen Leben innerhalb der Verbandsgemeinde.
Die DLRG Hamm, deren Vorsitzender Harald Witt ist, nimmt ihr Jubiläum zum Anlass, am Sonntag, 20. Juni, mit der VG einen "Tag der offenen Tür" im Hammer Schwimmbad und am Samstag, 25. September, einen DLRG-Jubiläums-Festakt im Saale Schäfer in Breit­scheidt zu veranstalten. (Rolf-Dieter Rötzel)
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Fest mit dem Hammer Schwimmbad und der DLRG Hamm ist der Name Paul Wittkowski, rechts im Bild bei der Übergabe eines Rettungsbootes, verbunden. Weiter von links Gerd Mühleip, Jens Rötzel, Horst Hassel und Harald Witt. Repros/Archiv/Fotos: Rolf-Dieter Rötzel


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