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Nachricht vom 25.08.2019    

MdB Erwin Rüddel fordert Erhalt von Krankenhäusern im ländlichen Raum

„Die Krankenhausversorgung ist flächendeckend sicherzustellen!“ Das sagt CDU-MdB Erwin Rüddel anlässlich der Studie des Berliner Instituts für Gesundheits- und Sozialforschung (IGES), die zur „Neuordnung der Krankenhauslandschaft“ empfiehlt die Zahl der Krankenhäuser von derzeit rund 1.400 auf 600 zu reduzieren. Er wehrt sich gegen die Idee, die Krankenhausstruktur durch eine Verknappung der Finanzmittel zu bereinigen.

MdB Erwin Rüddel fordert Erhalt von Krankenhäusern im ländlichen Raum. (Foto: privat)

Kreisgebiet. „Die Krankenhausversorgung ist flächendeckend sicherzustellen – insbesondere in ländlichen Regionen“, bekräftigt der heimische CDU-Bundestagsabgeordnete Erwin Rüddel auch in seiner Eigenschaft als Vorsitzender des Gesundheitsausschusses im Deutschen Bundestag. Der Gesundheitspolitiker hat dabei auch sein hochkarätig besetztes 20. „Forum ländlicher Raum“ mit Diskussion am 10. September in der Kreisstadt Altenkirchen im Blick. Das Motto „Krankenhaus 2.0 – Auf den Standort kommt es an!“ ist gerade auch unter Berücksichtigung der zukünftigen Krankenhaussituation im Landkreis Altenkirchen von besonderem Interesse.

Unterschiede zwischen Stadt und Land
Zur Studie des Berliner Instituts für Gesundheits- und Sozialforschung (IGES), die zur „Neuordnung der Krankenhauslandschaft“ empfiehlt die Zahl der Krankenhäuser von derzeit rund 1.400 auf 600 zu reduzieren, merkt der Parlamentarier an: „Mit Pauschalaussagen müssen wir vorsichtig sein. Keinesfalls dürfen gleiche Maßstäbe an die Krankenhauslandschaft in dicht besiedelten und in ländlichen Regionen angelegt werden.“ Vielmehr müssten neue verlässliche Strukturen geschaffen werden. „Wir brauchen gerade in ländlichen Regionen eine innovative Verzahnung von stationärer und ambulanter Behandlung. So können wir dörfliche sowie strukturschwache Gegenden stärken“, ist sich Rüddel sicher.

Falsche Konsequenzen
Die IGES-Studie erkenne, dass vielen Häusern die Spezialisierung fehlt, was zu Qualitätsverlusten führe. Auch mangelnde technische Ausstattung und zu geringe Erfahrung des medizinischen Personals seien zweifelsohne Nachteile. Jedoch sei bei weitem nicht für jede stationäre medizinische Behandlung eine Spezialisierung erforderlich. „Beispielgebend nenne ich die medizinische Grundversorgung oder einige altersbedingte Krankheitsbilder. Daher sollten wir uns gegen die Idee wehren, die Krankenhausstruktur durch eine Verknappung der Finanzmittel zu bereinigen. Das führt zu falschen Konsequenzen und ist letztlich sogar riskant für die Patienten“, konstatiert der Vorsitzende des Gesundheitsausschusses im Deutschen Bundestag.

Unterversorgungen und Parallelstrukturen abbauen
Umso mehr sei eine verlässliche, aktive Krankenhausplanung unerlässlich. „Dabei müssen wir ein spezielles Augenmerk auf regionale Besonderheiten legen. Ziel muss sein, Unterversorgungen sowie Parallelstrukturen abzubauen. Eine radikale Streichung von Krankenhäusern ist der falsche Weg“, bekräftigt Erwin Rüddel. (PM)


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