Werbung

Nachricht vom 31.08.2019    

Verwundene Pfade, weite Blicke: Die elfte Etappe des Natursteigs Sieg

Der Natursteig Sieg erfreut sich zunehmender Beliebtheit. 14 Etappen, 200 Kilometer Wandervergnügen: Auf urigen Pfaden und Wegen führt der Fernwanderweg durch das malerische Siegtal und über die umliegenden Höhen. Unser Leser Horst Rolland aus Wissen stellt uns die elfte Etappe zwischen Wissen und Scheuerfeld vor.

Die elfte Etappe des Natursteigs Sieg zwischen Wissen und Scheuerfeld bietet imposante Ausblicke. (Foto: Horst Rolland)

Wissen/Region. Der Blick über die Siegschleife, die stillgelegte Grube Rasselskaute und zahlreiche verwundene Pfade in stillen Tälern – das ist die elfte Etappe des Natursteigs Sieg zwischen Wissen und Scheuerfeld, die uns unser Leser Horst Rolland aus Wissen in Wort und Bild vorstellt. Die gelbe Zuwegmarkierung führt vom Regio-Bahnhof Wissen in Richtung Europakreisel, über die Siegbrücke, Siegpromenade zum Hauptweg des Natursteiges mit dem blau-weißen Logo über die Heubrücke. Auf den ersten rund 9,5 Kilometern verläuft der Natursteig größtenteils parallel zum Botanischen Weg. Auf seinen dicht gesäten Hinweistafeln kann man viel über botanische, geologische und kulturhistorische Besonderheiten der Region erfahren.

Schützenwertes Schluchtwaldbiotop
Nach dem Überqueren des Elbbaches erreicht man Schloss Schönstein, erstmalig 1255 erwähnt. Der Weg geht aufwärts am Schlosspark vorbei und dann hinter den Wohnhäusern auf einem Pfad in das verwinkelte Tal des Firzelsbaches. Das tiefeingeschnittene Kerbtal ist als schützenwertes Schluchtwaldbiotop als FFH-Gebiet ausgewiesen. In diesem Waldstück bleibt die Natur sich selbst überlassen. Abgestorbene und umgestürzte Bäume werden nicht entfernt, sondern bereichern das Baumhöhlen- und Nahrungsangebot. Über einen leicht verwucherten Waldweg mit Hinweistafeln (64/Die Kiefer, 65/Die Buche, 66/Wald und Jagd, 67/Feuchtbiotop) geht es weiter zwischen den Weiden über einen Wiesenweg hinauf nach Hof Blickhausen. Hier eröffnet sich der erste weite Blick auf die umliegenden Höhen: rechts die alte Dorfschule Blickhausen, Hüngesberg, der Stuhl bei Mittelhof (332 Meter), wenig später wieder abwärts auch ein Fenster in vergangene Zeiten: Ein Ausblick in die Grube Rasselskaute samt Infotafel 70 lehrt über die Bergbautradition der Region. Über eine schönen Grasweg gelangt man ins Tal.

Vor den Fischteichen geht es dann rechts durch einen herrlichen Tannenwald hinauf in Richtung Röttgen (73/Grube Glückstern). Es geht weiter nach links und schon in der ersten Kurve verlassen wir für ein Stück den Botanischen Weg, es geht jetzt nach rechts hinab. Nachdem wir den kleinen Siefen durchwandert haben, geht es auf naturbelassenen Wegen weiter durch den Wald. Wir gehen nach links und gelangen zu einem Hochsitz, diesen umrunden wir quasi und gehen unterhalb der Wiese weiter. Nach etwa 50 Metern geht es nach links in den Hang hinein. Hier ist Vorsicht geboten: Der Steig führt einen Steilhang hinab. Als Hilfe sind Seile an den Bäumen befestigt. Unten gelangen wir über einen Pfad hinauf auf den Campingplatz „Im Eichenwald“ mit Gelegenheit für eine Rast auf der Terrasse des Restaurants.

Der Blick auf Hövels
Ab hier, wieder auf dem Botanischen Weg, bringen uns Pfade einmal um den Campingplatz herum und ins Tal hinab. Durch das schattige Osenbacher Seifental erreichen wir die Sieg. Ein schmaler alpiner Pfad parallel der Sieg windet sich den Hang entlang bis zum Friedhof Hövels, über Eisengarten nach rechts etwa 200 Meter aufwärts führt ein neu angelegter Kletterpfad den Hang hinauf. Am Wald entlang, Wiesen linkerhand, erreichen wir den Aussichtspunkt Steckensteiner Kopf (245 Meter). Hier hat man nun eine prächtige Panoramaaussicht über das Siegtal. Der Berg fällt steil ab ins Siegtal, unten liegt Niederhövels. Siegaufwärts im Siegbogen ist Wingershardt und auf dem Bergrücken Katzwinkel zu erkennen, geradeaus im Hintergrund Oberhövels.

Über einen Wiesenweg mit Aussicht auf den Stuhl, das unter Denkmalschutz stehende Fachwerkhaus Quadenhof und die neugotische Mittelhofer Kirche St. Marien, die 1895 bis 1897 erbaut worden ist, kommt man nach Steckenstein. Hier verlassen wir den Botanischen Weg und der Natursteig Sieg folgt weiter dem Druidensteig. Im Ort selber gibt es einen Rastplatz und eine Einkehrmöglichkeit. Dann geht es über ein Stück Asphalt weiter hinauf. Auf dem Abschnitt kann man auf große Teile der zurückgelegten Strecke blicken. Ein Wiesenweg zweigt ab und man darf weiterhin Weitblicke genießen. Bevor es in einer scharfen Kehre wieder hinaufgeht, bietet eine Bank eine letzte schöne Rast.

An Abwechslung kaum zu toppen
Wenn man wieder in den Wald kommt, sieht man ein Wegkreuz, dort geht es rechts weiter. Hinter einem anderen Wegkreuz geht es nach links auf Asphalt, bis man kurz vor dem Mobilheimpark steht, hier umrundet ein Pfad die Siedlung. Betzdorf und Scheuerfeld lassen sich zwischen den Bäumen ausmachen, nun ist es auch nicht mehr weit. Die Markierung des Zuwegs bringt uns noch auf einem schönen Pfad hinab in den Ort und nahe der Sieg bis zur Bahnstation in Scheuerfeld. Die Leser-Wertung: „An Abwechslung ist dieser Weg nicht zu toppen. Er gehört auf jeden Fall zu den schönsten Etappen des Natursteigs.“

Die Gesamtlänge der elften Etappe des Natursteigs Sieg beträgt 15,4 Kilometer, ohne Zuwege sind es 12 Kilometer. Dazu benötigt man 4 bis 4,5 Stunden. (red)


Jetzt Fan der AK-Kurier.de Lokalausgabe Wissen auf Facebook werden!

Weitere Bilder (für eine größere Ansicht klicken Sie bitte auf eines der Bilder):
       
       
   


Kommentare zu: Verwundene Pfade, weite Blicke: Die elfte Etappe des Natursteigs Sieg

1 Kommentar
Wann gibt es eine geführte Wanderung?

#1 von Hans-Günter Langenbach , am 01.09.2019 um 09:20 Uhr

Anmeldung zum AK-Kurier Newsletter


Mit unserem kostenlosen Newsletter erhalten Sie täglich einen Überblick über die aktuellen Nachrichten aus dem Kreis Altenkirchen.

Beliebte Artikel beim AK-Kurier


DRK-Bilanz zur Impfung in Pflege- und Altenheimen

DRK-Präsident Rainer Kaul zieht erste Bilanz von aufsuchenden Impfungen und Testungen von Alten- und Pflegeeinrichtungen in Rheinland-Pfalz.


Winterwochenende im Westerwald konfliktfrei gestalten

Für das Wochenende sind wieder Schneefälle prognostiziert. Was den Einen freut, ist für den Anderen eine Schreckensvision. Freunde des Wintersports zieht es unweigerlich auf die schneesicheren Höhen der Region.


First Responder der VG Altenkirchen-Flammersfeld zogen Bilanz

Die First-Responder-Gruppe der Verbandsgemeinde (VG) Altenkirchen entstand durch die Fusion der beiden Verbandsgemeinden Altenkirchen und Flammersfeld. Der DRK Ortsverein Flammersfeld stellte bereits seit dem Jahre 2015 die Helfer für diesen Dienst. In der VG Altenkirchen, in der der DRK-Ortsverein Altenkirchen-Hamm diese Aufgabe übernommen hat, dauerte es bis zum August 2019. Es bedurfte in Altenkirchen mehrerer Anläufe, um diese sinnvolle Ergänzung des Rettungsdienstes in Dienst zu stellen.


Artikel vom 15.01.2021

Am Sonntag kommt Schnee zu uns

Am Sonntag kommt Schnee zu uns

Mit einer nordöstlichen Strömung fließt unter leicht zunehmendem Hochdruckeinfluss kalte Luft in den Westerwald. Am Sonntag ist mit Schneefällen zu rechnen.


Nicole nörgelt – über die Freuden des Fernunterrichts

Im Hintergrund rumst es und ich sehe, wie die Schultern meiner Freundin auf der anderen Seite der Handykamera einen gefühlten Meter Richtung Boden sinken.




Aktuelle Artikel aus Region


Nicole nörgelt – über die Freuden des Fernunterrichts

Region. „Ich muss Schluss machen“, piepst sie mit Grabesstimme. „Meine… ähm… Schüler nehmen anscheinend grade das Klassenzimmer ...

First Responder der VG Altenkirchen-Flammersfeld zogen Bilanz

Altenkirchen/Flammersfeld. Der Leiter der First-Responder-Gruppe, Holger Mies, der diese Aufgabe bereits für die Alt-VG Altenkirchen ...

Landessynode der Evangelischen Kirche tagte digital

Kreis Altenkirchen. Kirchenleitungswahlen, die künftige Gestalt der rheinischen Kirche in einer sich verändernden Gesellschaft, ...

DRK-Bilanz zur Impfung in Pflege- und Altenheimen

Region. Der Präsident des DRK-Landesverbandes Rheinland-Pfalz e.V., Rainer Kaul, zieht nach drei Wochen der aufsuchenden ...

Winterwochenende im Westerwald konfliktfrei gestalten

Region. An den vergangenen Wochenenden fand ein Ansturm auf Skilifte und Loipen im Hohen Westerwald statt, Corona-Abstandsregeln ...

Am Sonntag kommt Schnee zu uns

Region. Die kommende Nacht zum Samstag wird frostig werden. Die Temperaturen sinken im Westerwald auf minus drei bis zu minus ...

Weitere Artikel


150 Jahre Wissener Schützenverein: Brings spielt im Kulturwerk

Wissen. Der Wissener Schützenverein (SV) feiert im kommenden Jahr sein 150-jähriges Vereinsjubiläum. Im Rahmen der Festwoche ...

Nach Feuer im Sägewerk: Familie Koch bedankt sich bei Helfern

Langenbach bei Kirburg. Nach dem Großfeuer im Sägewerk Koch in Langenbach bei Kirburg ist das Werk nicht mehr zu retten. ...

Feierlicher Wechsel im Kreishaus: Peter Enders folgt auf Michael Lieber

Altenkirchen. Gut gelaunt schüttelten der Noch-Landrat Michael Lieber und der designierte Landrat Dr. Peter Enders am Freitag ...

86 Fünftklässler starteten an der August-Sander-Schule

Altenkirchen. Im Rahmen einer musikalisch-fröhlichen Begrüßungsfeier wurden 86 neue Fünftklässler an der August-Sander-Schule ...

Badmintonolympiade sorgte für Wettkampffieber

Gebhardshain. Einen spannenden Ferienausklang organisierte das Trainerteam der Badmintonabteilung für die sechs- bis acht ...

Tennis-Schleifchenturnier in Gebhardshain findet statt

Gebhardshain. Das Schleifchenturnier wird in mehreren Runden a 10 Minuten ausgetragen. Die Teilnehmer werden dabei vor jeder ...

Werbung