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Nachricht vom 08.09.2019    

Fulminanter Empfang der Wirtschaft bei EWM in Mündersbach

Mit 600 Gästen war der Westerwälder Wirtschaftsempfang in Mündersbach beim Familienunternehmen EWM, Deutschlands größter Hersteller und international einer der Technologieführer für Lichtbogen-Schweißtechnik, rekordverdächtig.

Fotos: SZ

Mündersbach. Mit Recht zeigte sich Landrat Achim Schwickert in seinem Grußwort stolz über die heimische gesunde und innovative Wirtschaft, dankte dem Gastgeber EWM, in dessen neuer Logistikhalle viel Prominenz aus Unternehmen, Politik und Gesellschaft zusammenkam. Allen voran der rheinland-pfälzische Wirtschaftsminister Dr. Volker Wissing aus Mainz, Dr. Tanja Machalet MdL (SPD), Josef Dötsch MdL (CDU) und Hendrik Hering MdL (SPD). Gleichwohl mahnte er die Unternehmen die Gesamtverantwortung angesichts drängenderer globaler Probleme ins Visier zu nehmen. Der Firma EWM dankte er für sein großes Engagement zur Unterstützung der Freiwillligen Feuerwehr Mündersbach. Allein 15 Mitarbeiter der EWM sind hier in ihrer Freizeit tätig.

Die Veranstaltung, die von der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Westerwaldkreis, den Wirtschaftjunioren Westerwald-Lahn, der Kreishandwerkerschaft Rhein-Westerwald, der Westerwälder Zeitung und der IHK Koblenz mit ihrer Geschäftsstelle Montabaur organisiert wird, hat sich in den vergangen Jahrzehnten zum Publikumsmagneten entwickelt. Traditionell ergänzen sich interessante Informationsveranstaltungen und die Möglichkeit für persönliche Gespräche und neue Kontakte. Diese Ansätze wurden an Freitagabend auf kurzweilige und höchst informative Weise eingelöst.

Zunächst fasste EWM-Firmenvorstand und Gastgeber Bernd Szczesny zusammen was die EWM ausmacht: Das Unternehmen kann auf 60 Jahre Erfahrung in der Schweißtechnik blicken. Herzstück ist ein Patent auf gekapselte Gleichrichter, welches Szczesny von seinen Vorfahren übernommen hat. Daraus entwickelte das Familienunternehmen in dritter Generation nach und nach eine Technik, die für die Industrie das perfekte Schweißverfahren liefert, inklusive Service und zielführender Beratung.

Hauptsitz mit Entwicklung ist nach wie vor Mündersbach, 17 Vertriebsstandorte in Deutschland, ein Produktionsort in China, 800 Mitarbeiter, über 10.00 Produkte, Kooperation mit einer Robotikfirma in Berlin (EWM Berlin Euen), 100 aktive Patente, das sind die Eckdaten, die EWM ausmachen.

Eindrucksvoll schildert Bernd Szczesny was nachhaltiges Schweißen bedeutet und weist auf die unerlässliche Bedeutung der Künstlichen Intelligenz im Produktionsprozess hin. Man begreift schnell, dass der Firmenchef seine Materie bis in Detail durchdrungen hat. Sein Appell geht an die Politik, die, um Forschung und Entwicklung hier weitervoranzubringen, die KMU-Regeln zu ändern, wie dies in Österreich bereits der Fall ist.

Susanne Szczesny-Oßing, IHK-Präsidentin und Tochter von Bernd Szczesny, ergriff das Wort und leitet ein Podiumsdiskussion mit dem Thema „Alte Hasen und New Generation – wen bewegt was im Unternehmensalltag“ ein. Sehr wortgewandt ließ Susanne Szczesny -Oßing verschiedene Firmenchefs und eine Unternehmensinhaberin zu Wort kommen. So entstand mit Bernhard Münz (Münz GmbH), Sascha Groß (Breuer Workwear & Safty, Bad Marienberg), Daniela Grund, (Heinz Willi Grund GmbH, Höchstenbach), Musa Smakaj (Igfa Weinbrennner Energy Solutions GmbH, Hof) Rolf Wanja (Elektronik GmbH, Westerburg) ein facettenreiches Bild der Unternehmen im Westerwald.

Es wird deutlich im Westerwald gibt es in jedem Dorf ein hidden champion und der Westerwaldkreis ist enkelfähig, so Susanne Szczesny-Oßing in ihrem Resümee. Sorgen mache ihr die rückläufigen Ausbildungsbewerber und auch die mangelnde Qualität, die diese mitbringen. Zusammen mit Rolf Wanja, Kreishandwerksmeister Westerwaldkreis geht auch hier ein dringender Appell an die Politik, die Qualität der Schulabschlüsse wieder firmeneinstiegsfähig zu machen. Oft fehle es an einfachsten Fähigkeiten, wie den Grundrechenarten!

Zum Schluss ließ Susanne Szczesny-Ohsing, die Redner und die Rednerin jeweils einen Wunsch an die Politik richten. Und da ist eigentlich alles dabei: Großunternehmen wie Amazon, soll die Politik zur Steuerkasse bitten, Bürokratieabbau, Breitbandausbau, schnellere Erschließung der Gewerbeflächen und die Unternehmen appellieren: Kauft regionale Produkte, da haben wir alle was davon.

Der Minister Dr. Volker Wissing erwiderte prompt persönlich den Appell, er lobte den international aufgestellten vielfältigen Wirtschaftsstandort im Westerwald, er nahm die vorgebrachten Wünsche ernst, vor allem den Fachkräftemangel weiter aktiv anzugehen. „Die Westerwälder wagen den Blick in die Welt und denken Prozesse aber auch zu Ende“, resümierte er.

Das Schlusswort hatte Kreishandwerksmeister Rolf Wanja, er dankte den einzelnen Mitverantwortlichen des Empfangs der Wirtschaft 2019 und hob hervor „Die Westerwälder sind fordernd, aber nicht überheblich.“

Der Westerwälder Wirtschaftsempfang ging dann mit dem hervorragenden Catering von Einstein Exclusiv Catering, Ransbach-Baumbach in den gemütlichen Teil über. Themeninseln boten Kurzweil, Musik übernahmen die Bands Whiskydenker und Showtime Company, so dass gebührlich gefeiert und auch getanzt wurde. SZ


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