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Nachricht vom 15.09.2019    

„Fridays for Future“: Gewerkschaft IG Bau ruft zur „Job-Klima-Pause“ auf

Für den 20. September ruft „Fridays for Future“ weltweit zu einem Klimastreik auf. Die IG Bauen-Agrar-Umwelt (IG Bau) im Bezirk Koblenz-Bad Kreuznach macht ebenfalls mit und appelliert an Unternehmen und Beschäftigte, sich einzubringen. Entscheidend sei es, Umwelt und Arbeit zusammen zu denken. Weder Natur noch Jobs dürfen unter die Räder kommen, heißt es von Seiten der Gewerkschaft.

Die IG Bau beteiligt sich am Klimastreik am 20. September und ruft Arbeitnehmer und Unternehmer dazu auf, mitzumachen. (Symbolfoto: Jasmin Sessler auf Pixabay)

Region. Zeit fürs Klima am Arbeitsplatz: In den rund 3.100 Betrieben im Landkreis Altenkirchen sollen Beschäftigte am Freitag, dem 20. September, ein Zeichen für mehr Klimaschutz setzen. Dazu ruft die IG Bauen-Agrar-Umwelt (IG Bau) auf. „Am internationalen Protesttag können auch Arbeitnehmer vor Ort mitmachen – und zum Beispiel eine längere Mittagspause einlegen. Eine Job-Klima-Pause wäre ein wichtiges Signal. Denn das Thema geht jeden etwas an“, sagt der Bezirksvorsitzende der Umweltgewerkschaft, Walter Schneider. Es sei „höchste Zeit“, sich auch im Beruf über Themen wie Erderwärmung und CO2 -Bilanz auszutauschen.

20. September: Flagge zeigen für das Klima!
Welche Folgen der Klimawandel bereits jetzt habe, zeige sich an der Forstwirtschaft und den verheerenden Schäden in den heimischen Wäldern: Dürre, Unwetter und Schädlinge setzten den Bäumen in bisher unbekanntem Ausmaß zu. „Von der Fahrgemeinschaft zur Baustelle bis hin zur Sanierung undichter Bürofenster gibt es eine Menge, was man in Sachen Klimaschutz tun kann“, so Schneider. Die IG Bau Koblenz-Bad Kreuznach appelliert zugleich an die Arbeitgeber in der Region, ihren Beschäftigten die Teilnahme an Klima-Demonstrationen zu ermöglichen – gerade an dem von „Fridays for Future“ initiierten zentralen Klima-Protest-Tag am 20. September.



Weder Natur noch Jobs dürfen unter die Räder kommen
Die Gewerkschaft IG Bau setzt sich bereits seit Jahren für mehr Klima- und Naturschutz ein – unter anderem in der Klima-Allianz. „Entscheidend ist es, Umwelt und Arbeit zusammen zu denken. Denn weder Natur noch Jobs dürfen unter die Räder kommen“, betont Schneider. Nach Angaben des Umweltbundesamts lag der CO2 -Ausstoß in Deutschland im vergangenen Jahr bei 866 Millionen Tonnen. Der größte Anteil entfiel mit 311 Millionen Tonnen auf den Energiesektor, gefolgt von der Industrie mit 196 und dem Verkehr mit 162 Millionen Tonnen. Gebäude trugen 117 Millionen Tonnen CO2 zur Bilanz bei. Wie groß der eigene „CO2 -Fußabdruck“ ist und wo das größte Einsparpotential liegt, das lässt sich beim Umweltbundesamt online ermitteln unter www.co2-rechner.de. (PM)


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