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Nachricht vom 16.09.2019    

Letzte Jahresinspektion für die Feuerwehren der VG Altenkirchen

Am Samstag (14. September) herrschte am Gerätehaus der freiwilligen Feuerwehr Altenkirchen ein seltenes Gedränge auf den Parkplätzen. Die Feuerwehren der Verbandsgemeinde hatten zur Jahresinspektion eingeladen. Nach einer kurzen Begrüßung durch den amtierenden Wehrleiter Andreas Krüger, der zahlreiche Gäste aus Politik und Verwaltung willkommen hieß, gab es zwei Vorführungen, die die Leistungsfähigkeit der Jugendfeuerwehren und der aktiven Einheit zeigten.

Sanft wird der PKW bei der Übung auf die Räder gestellt. (kkö)

Altenkirchen. Zahlreiche Feuerwehrfahrzeuge fuhren am Samstag (14. September) das Gerätehaus des Löschzuges Altenkirchen an. Die Wehrleute trafen sich zur voraussichtlich letzten Jahresinspektion. Der amtierende Wehrleiter Andreas Krüger begrüßte die Gäste, unter denen zahlreiche Vertreter aus Politik und Verwaltung waren. Er stellte die folgenden Übungen, die zunächst die Jugendfeuerwehren aus Altenkirchen, Berod und Mehren zeigten, vor. Die Jugendlichen nahmen von zwei Fahrzeugen mehrere Strahlrohre vor, um einen angenommenen Vegetationsbrand zu bekämpfen. Schnell und sicher wurden Schläuche ausgerollt, Verteiler gesetzt und die Strahlrohre angeschlossen. Nach kurzer Zeit konnten die Löschmaßnahmen beginnen. Die Teilnehmer erhielten vom Publikum den verdienten Applaus.

Übungen per Drohnenkamera übertragen
Die zweite Übung hatten die Aktiven des Löschzuges Weyerbusch vorbereitet. Es handelte sich hierbei um eine sogenannte technische Hilfeleistung nach Verkehrsunfall. In einem auf der Seite liegenden PKW war, so die Ausgangslage, eine Person eingeklemmt. Um die Person schonend zu befreien, wurden von den Feuerwehrleuten verschiedene Techniken angewandt. Zunächst galt es, das Fahrzeug mittels Muskelkraft und vier Steckleiterteilen möglichst sanft wieder auf die Räder zu stellen. Danach begann die eigentliche Rettung. Hierzu wurde mit dem hydraulischen Spreizer zunächst eine Zugangsöffnung über den Kofferraum geschaffen, durch diese Öffnung konnte eine Einsatzkraft zum „Verletzten“ (Dummy) gelangen um diesen zu betreuen. Mit den hydraulischen Werkzeugen (Schere und Spreizer) wurde zunächst die Fahrertür abgetrennt. Dann wurden die noch vorhandenen Scheiben entfernt, um die Verletzungsgefahr für die eingeklemmte Person zu vermindern. Das Dach ließ Einsatzleiter Guido Weller mit einer sogenannten Säbelzahnsäge abtrennen. Kommentator Michael Imhäuser, Wehrführer in Weyerbusch, führte hierzu aus, dass dies zwar lauter sei als mit der hydraulischen Schere, aber erhebliche Zeitvorteile biete. Dies zeigte sich auch am Übungsobjekt. Bereits nach kurzer Zeit konnten die Kräfte das Dach nach vorne abnehmen und die Person mittels eines Spineboards befreien und dem Rettungsdienst übergeben. Weller sagte hierzu: „Die modernen Verbundwerkstoffe und die in den Holmen verlegten Leitungen behindern oft den Einsatz der Rettungsschere. Mit der Säbelzahnsäge wird die Dachhaut entfernt, was wesentlich gefahrloser möglich ist.“ Beide Übungen wurden durch die Drohne der Feuerwehr Berod, die mit einer Kamera ausgestattet ist, in die Fahrzeughalle auf einen Bildschirm übertragen.

Dank für ehrenamtliches Engagement
Nach den Übungen begrüßte Bürgermeister Fred Jüngerich die Gäste, darunter der Flammersfelder Beigeordnete Rolf Schmidt-Markoski und die stellvertretenden Kreisfeuerwehrinspekteure (KFI) Matthias Theis und Ralf Schwarzbach, der stellvertretende Wehrleiter der Verbandsgemeinde Flammersfeld, Raphael Jonas, sowie der frühere KFI Eckhard Müller, und bedankte sich bei den Feuerwehrleuten für ihr ehrenamtliches Engagement. „Der Dienst in der freiwilligen Feuerwehr ist nicht vergleichbar mit anderen ehrenamtlichen Tätigkeiten, ohne deren Wert für die Gesellschaft schmälern zu wollen“, so Jüngerich. Dem ehemaligen Altenkirchener Wehrleiter Ralf Schwarzbach, der zum 1. September sein Amt zur Verfügung gestellt hatte, dankte Jüngerich für sieben Jahre in der Führungsfunktion. Im Anschluss gab es dann zahlreiche Verpflichtungen, Beförderungen und Ehrungen.

Neue Aufgaben
Zum Tagesfahrer wurden Timo Baumann für den Löschzug Altenkirchen und Christoph Meyer für den Löschzug Berod verpflichtet. Feuerwehrmann-Anwärter sind nun Leon Müller (Altenkirchen), Darius Helmut Vohl (Mehren) und Christian Hähr (Neitersen). Feuerwehrmann/frau wurden Marcel Pascal Böttcher, Anna Katharina Ernst, Fabian Fuhrmann (alle Altenkirchen), Yannick Mahlert (Berod), Niklas Schwarzbach, Anne Schnabel (Mehren), Michelle Solbach, Caprice Hellekes (Neitersen) und Nils Weller (Weyerbusch). Marius Hüsch (Berod) und Lucas Pascal Schwarzbach (Mehren) sind nun Oberfeuerwehrmann. Zum Hauptfeuerwehrmann wurden Dennis Schwarzbach, Jannik Schwarzbach (Mehren) und Sebastian Oettgen (Neitersen). Löschmeister/in wurden Jan Pfeiffer (Berod), Florian Dietmar Klein, Ernst Obermann (Mehren) und Katharina Marotzke (Weyerbusch). Brandmeister wurde Jan Mrosowski aus Weyerbusch. Hauptbrandmeister wurden Siegmund Flick (Berod) und Florian Alexander Klein (Mehren). Entpflichtet wurde wegen Erreichen der Altersgrenze Siegmund Flick aus Berod. Das silberne Ehrenzeichen für 25-jährigen aktiven Dienst erhielten Christian Christ, Patrick Müller, Björn Ehlgen (alle Berod) sowie Frank Majert (Weyerbusch). Torsten Müller aus Berod erhielt durch den Kreisjugendwart Volker Hain das Ehrenzeichen der Jugendfeuerwehr in Bronze. (kkö)


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