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Nachricht vom 25.09.2019    

Caritasladen in Altenkirchen wurde offiziell eröffnet

In der Altenkirchener Wilhelmstraße (Fußgängerzone) ist am MOntag, 23. September, der Caritasladen offiziell eröffnet worden. Unter dem Motto „Fair kaufen“ werden neben Bekleidung auch Alltagsgegenstände angeboten. Wichtig ist den Verantwortlichen, dass es nicht nur für finanziell Schwächere eine Möglichkeit ist, sich preiswert und qualitativ hochwertig einzukleiden, sondern auch für die Käuferschicht, die den Gedanken der Nachhaltigkeit verinnerlicht hat, so Christa Abts, Leiterin der Caritas Geschäftsstelle in der Kreisstadt.

Bei der Eröffnung war viel los. (Fotos: kkö)

Altenkirchen. Abts konnte zur offiziellen Eröffnung des Ladens neben Pfarrer Bruno Nebel den Beigeordneten der Verbandsgemeinde Rainer Düngen und den Bürgermeister der Stadt Altenkirchen, Matthias Gibhardt, begrüßen. Als Vertreterin des Diözesan-Caritasverbandes für das Erzbistum Köln war Michaela Hofmann erschienen. Einen besonderen Gruß richtete Abts an die ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, sowie an die Vermieter, das Ehepaar Nölgen.

Christa Abt erläuterte dann kurz, welchen Hintergrund es für den Caritasladen „Gebrauchtes – fair kaufen“ gab. Die Kleiderkammer im Keller der Geschäftsstelle war so eng, dass man sich kaum noch bewegen konnte. Dies war weder für Besucher noch die Mitarbeiterinnen tragbar. Der Vorstand und die Mitarbeiter entwickelten in Gesprächen ein Konzept, dessen Ergebnis man nun im Laden sehen könne, so Abts. Seit dem 1. August 2019 ist der in Betrieb und läuft vielversprechend gut. Derzeit ist an drei Tagen in der Woche geöffnet, ab Oktober von montags bis freitags. „In unserem Laden sollen sich die Besucher nicht als Bittsteller fühlen, sondern als Kunde mit Selbstwertgefühl. Unsere Hauptzielgruppe sind Menschen mit kleinem Budget aber auch die Kunden, die den Gedanken der Nachhaltigkeit verinnerlicht haben, sind unsere Klientel“, fasst Abts die Ziele des Caritasladens zusammen.

Michaela Hofmann zeigte in ihrer Begrüßung mit einem ergreifenden Beispiel auf, das Armut etwas Reales ist. Sie erläuterte die Geschichte eines siebenjährigen Kindes, dass alleine aufsteht, sich keine Gedanken darüber machen muss, was es anzieht, da es nur die paar wenige Kleidungsstücke besitzt, die es seit Tagen trägt. Dieses zu ändern ist Aufgabe aller Verantwortlichen unserer Gesellschaft, so Hofmann. Hier sei sozialarbeiterisches und politisches Engagement gefragt. Wichtig sei es aber, die Menschen mit Respekt zu behandeln. Ein „Abstempeln oder einsortieren in Schubladen darf nicht geschehen“. Hofmann verwies auf das Grundgesetz – die Würde des Menschen ist unantastbar. Davon sei man in vielen Bereichen weiter entfernt denn je, so Hofmann weiter.



Pfarrer Bruno Nebel ging in seiner Begrüßung darauf ein, dass derzeit die Diskussion um das Klima die Diskussion beherrsche. Dies sei auch wichtig, aber dürfe über die Diskussion um das „biologische Klima“ nicht das gesellschaftliche Klima vergessen werden. Dieses, so empfinde er es, werde immer kälter. Vielfach wisse der Nachbar gar nicht mehr, was nebenan passiert. Es werde übersehen, dass diejenigen, die dieses Land wieder aufgebaut haben, vielfach am Existenzminimum leben. Auch schließt ein solches Angebot eine Lücke.

Musikalisch umrahmt wurde die Eröffnung von Thorsten Schmehr, Kirchenmusiker der katholischen Kirchengemeinde. Im Anschluss an den offiziellen Teil lud die Caritas zu einem Imbiss ein. (kkö)


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