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Wirtschaft | - keine Angabe -


Nachricht vom 30.09.2019    

Der Herbst bringt Bewegung in den Arbeitsmarkt

Im Bezirk der Agentur für Arbeit Neuwied waren im September 7.278 Männer und Frauen arbeitslos gemeldet. Die Arbeitslosenquote sinkt auf 4,3 Prozent. Die Arbeitsagentur betreut die Landkreise Neuwied und Altenkirchen.

Symbolfoto

Neuwied/Altenkirchen. Der positive Herbsteffekt am Arbeitsmarkt zeigt sich auch in diesem Jahr. 7.278 Menschen ohne Job und eine Arbeitslosenquote von 4,3 Prozent sind die September-Eckwerte des Arbeitsmarktes für die Agentur für Arbeit Neuwied. Im Vormonat lag die Quote noch bei 4,5 Prozent, im Vorjahr bei 4,4 Prozent.

Der geteilte Blick auf die beiden Landkreise, die von der Arbeitsagentur Neuwied betreut werden. Für den Landkreis Neuwied wurden in diesem Monat 4.321 Menschen ohne Job gezählt. Das sind 274 weniger als im Vormonat und 199 weniger als im September 2018. Die Quote sank im Vergleich zum Vormonat um 0,2 Prozentpunkte auf 4,4 Prozent.

Auch im Landkreis Altenkirchen sank die Zahl der Arbeitslosen um 133 Personen gegenüber August auf nunmehr 2.957 Menschen ohne Job. Das sind 43 Personen weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote fiel hier auf 4,1 Prozent. Im August lag die Quote ebenfalls noch um 0,2 Prozentpunkte höher.

Vor allem Frauen konnten im Jahresvergleich ihre Arbeitslosigkeit beenden (-268), während bei den Männern die Zahl leicht angestiegen ist (+24). „Daran lässt sich erkennen, dass die derzeitige konjunkturelle Abschwächung sich überwiegend in den Branchen niederschlägt, in denen vor allem Männer tätig sind, wie Zeitarbeit und dem verarbeitenden Gewerbe“, sagt Karl-Ernst Starfeld, Leiter der Neuwieder Arbeitsagentur.

Denn trotz in der Summe sinkenden Arbeitslosenzahlen (-242) zeigt sich bei einem Vergleich zwischen Agentur für Arbeit und Jobcenter, dass bei der Agentur für Arbeit, wo im konjunkturellen Abschwung der Kundenzustrom schneller zunimmt, die Zahl um 95 auf 2.934 Personen gestiegen ist. Bei den Jobcentern Neuwied und Altenkirchen ist die Zahl hingegen um insgesamt 337 auf 4.344 Personen gesunken. Dort sind all diejenigen erfasst, die von Grundsicherung leben und demnach meist länger als ein Jahr arbeitslos sind.

Aktuell wird die Arbeitslosenquote auch durch einen stärkeren Einsatz der Arbeitsmarktinstrumente entlastet. „Wir arbeiten einerseits gezielt mit Angeboten für die Menschen, die jetzt vom Arbeitsmarkt auf uns zukommen. Dazu zählen viele geringer qualifizierte und ältere Arbeitnehmer/-innen. Andererseits wollen wir den Menschen, die zum Teil schon lange arbeitslos sind, mit Weiterbildungsprojekten und neuen Möglichkeiten sozialer Teilhabe eine Rückkehr in den Arbeitsmarkt erleichtern“, so Karl-Ernst Starfeld.

Sichtbar wird das in der Differenzierung zwischen Arbeitslosen- und Unterbeschäftigungsquote. Wer an Qualifizierung und Förderung teilnimmt, wird in diesem Zeitraum laut Gesetz nicht als Arbeitsloser gezählt. Um hier Transparenz zu schaffen, publiziert die Bundesagentur für Arbeit jeden Monat die so genannte Unterbeschäftigungsquote. Sie bezieht zu den Erwerbslosen u.a. die Menschen mit ein, die zur Erhöhung ihrer Integrationschancen arbeitsmarktpolitisch gefördert werden. Auf dieser Basis kommt der Agenturbezirk Neuwied wie im Vorjahr auf eine Quote von 6,2 Prozent. „Da die Integrationschancen aktuell für weniger qualifizierte Arbeitnehmer schlechter werden, ist es aus unserer Sicht sinnvoll, sie jetzt weiterzubilden um sie für den ersten Arbeitsmarkt attraktiv zu machen. Qualifizierung ist die wichtigste Voraussetzung, um den Schritt in ein von Sozialleistungen unabhängiges Leben zu schaffen“, so Karl-Ernst Starfeld.

Der Stellenmarkt zeigt sich auch weiterhin verhalten. Hier gibt es einen leichten Anstieg der gemeldeten Stellen um lediglich 13 im Vergleich zum Vormonat, im Vorjahresvergleich allerdings einen Rückgang um 262. Insgesamt sind im Bezirk der Arbeitsagentur aktuell 3.152 freie Stellen zu besetzen. Das sind 60 mehr als im Vormonat, aber 395 weniger als im Vorjahr.

Zum 30. September erschien die Beschäftigungsstatistik für das erste Quartal 2019. Zum Stichtag 31. März 2019 waren im Agenturbezirk 102.092 Männer und Frauen sozialversicherungspflichtig beschäftigt – damit liegt der Agenturbezirk Neuwied im Vergleich zum Vorjahresquartal mit einem Zuwachs von 3.331 über dem Durchschnitt von Rheinland-Pfalz. (PM)



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