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Nachricht vom 06.10.2019    

Ätherische Öle: Duftende und gesunde Stimmungsmacher

Passend zum regnerischen Wetter da draußen: Wenn es Herbst wird, die Tage langsam kürzer werden, man sich wieder öfter im Haus aufhält und es sich gemütlich macht, sind die duftenden Stimmungsmacher in Form von ätherischen Ölen und Düften eine gute Möglichkeit den Wohlfühl-Effekt noch zu steigern.

Gemütlichkeit mit duftenden Stimmungsmachern (Fotos: KathaBe)

Wer kennt sie nicht, die kleinen Fläschchen mit dem wohlriechenden kostbaren Inhalt? Das die Düfte in Sachen Befindlichkeit und Stimmungsmache wahre Künstler sind und was sie alles bewirken können, soll hier ein wenig beleuchtet werden.

Die Kultur der Düfte
Mehr als 5000 Jahre schätzt die Geschichte den Beginn der Duftkultur und die ältesten Duftstoffe die man so kennt, sind Weihrauch und Myrrhe, die meist verräuchert wurden. Der Begriff Parfüm, der aus dem Lateinischen von „per fumum“ kommt und „durch den Rauch“ bedeutet, weist auf die frühere übliche Verwendungsart der duftenden Kostbarkeiten hin. Schon etwa 3000 vor Christus muss es allerdings bereits Destillationsgeräte zur Herstellung ätherischer Öle gegeben haben. In Deutschland war Hildegard von Bingen eine der Wegbereiter(innen) für die Verwendung ätherischer Öle und das Verständnis um Pflanzenheilkunde. Heute werden die kostbaren Düfte unter anderem in der Kosmetik, der Medizin und auch alltäglich zur Raumbeduftung genutzt.

Was genau sind ätherische Öle und wie werden sie gewonnen?
Durch den Stoffwechsel werden in den Pflanzen, Früchten oder einzelnen Pflanzenteilen
die flüchtigen ätherischen Öle, die teilweise aus über 500 Einzel-Wirkstoffen bestehen, in den sogenannten Öldrüsen produziert. Schön zu erkennen beispielweise an einer Zitrone: Ritzt man leicht an der Oberfläche der Schale, spritzt es schon und das, was dann austritt, ist nicht der Zitronensaft, sondern das ätherische Zitronenöl. Die Öldrüsen der Pflanzen mit ihren Düften befinden sich in den verschiedenen Teilen der Pflanze, zum Beispiel in der Schale der Zitrone, bei den Rosen in den Blüten, beim Ingwer in der Wurzel, andere im Holz, in Nadeln und Zweigen, im Kraut. Zur Gewinnung der ätherischen Öle werden nun genau die Pflanzenteile verwendet, in denen die Öle gespeichert sind. Wieder bei unserer Zitrone oder auch bei anderen Zitrusfrüchten werden also die Schalen verwendet und in diesem Fall kaltgepresst, bis das erheiternde und erfrischende Öl heraustritt. Eine weitere Gewinnungsart ist die alte Methode der Destillation, diese wird unter anderen beim bekannten Lavendel angewandt. Mittels Wasserdampf werden die ätherischen Öle aus dem Kraut quasi mitgenommen und gemeinsam mit dem Dampf gesammelt, so kann das Öl dann später abgeschöpft werden. Bei vielen empfindlichen Blütenölen, wie zum Beispiel dem Jasmin, werden die Öle mittels Extraktion durch Lösungsmittel aus den Pflanzenteilen entzogen, die nach der Gewinnung des duftenden Öls aus diesem wieder „herausgedampft“ werden.

Betrachtet man die Gewinnungsarten und auch die Vielzahl der Pflanzenteile, die benötigt werden, um einen Tropfen Öl zu erhalten, erschließt sich auch, warum ein Zitronenöl wesentlich günstiger ist, als das im Beispiel genannte bei der Extraktion gewonnene Jasminöl, bei dem mehr als acht Millionen Blüten benötigt werden, um einen Liter des wertvollen Gutes zu erhalten oder bei der Rose, die meist destilliert wird, mehr als 30 Rosenblüten für einen einzigen Tropfen des sinnlich duftenden Schatzes, zumal die Blüten in den meisten Fällen von Hand geerntet werden.

Und warum sind jetzt Düfte Stimmungsmacher?
Tief verankert ist unser Riechsinn, denn dieser entwickelt sich als erster Sinn im Mutterleib und grob vereinfacht umschrieben werden die Düfte und Gerüche beim Riechen und Schnuppern von unserer Nase, über den Riechkolben als elektrische Impulse direkt in unser Gehirn, und zwar in einen der ältesten Gehirnteile, dem sogenannten Limbischen System, weitergeleitet. Von dort aus werden auch unsere Emotionen und Empfindungen gesteuert.
Somit also kein Wunder, das Gerüche und Düfte (wir können über 10.000 wahrnehmen) unser Wohlbefinden beeinflussen.

Welche Düfte wirken nun wie?
Es gibt eine Vielzahl wundervoller Düfte, welcher Duft nun gerade gefällt, sollte man einfach seiner der Nase überlassen. Hier gilt: Wohlgeruch und Gefallen passt. Grundsätzlich kann man allerdings die Düfte in verschiedene Sparten teilen.

Lebensfreude und Fröhlichkeit mit Zitrus-Düften
Zitrone, Grapefruit, Limette, Bergamotte und viele mehr haben allesamt einen frischen, fruchtigen Geruch und stimmen heiter, machen fröhlich und können an trüben, tristen Tagen Farbe ins Spiel bringen. Außerdem wirken die meisten äußerst konzentrationsfördernd und sind damit, gerade weil sie auch sehr leicht sind, beliebte Düfte für Schule und Büro. Kommt die Orange noch mit dazu, wird es gleichzeitig entspannend.

Düfte, die an Holz erinnern
In aller Munde ist im Moment das „Waldbaden“, den Effekt kann man mit Düften wie Zirbelkiefer, Fichtennadel, Weißtanne und Lärche mittels der ätherischen Öle direkt in die Wohnung zaubern. Das sind nur einige der stärkenden, erdenden und stabilisierenden Düfte, die zudem den Effekt der Raumluft-Reinigung mit sich bringen. Frisch, mal weich aber auch herb kommen sie daher.

Düfte der Blumen
Sehr wertvoll sind sie allesamt, was schon allein oft an ihrer Gewinnungsart liegt. Sinnlich und harmonisierend, manchmal süß und warm verleihen die Blütendüfte einen besonderen Wohlfühleffekt und es braucht nur einige Tropfen von Rose, Jasmin oder YlangYlang, um eine besondere verwöhnende Stimmung zu zaubern.

Entspannende Krautige Düfte
Lavendel ist viel bekannt und wird häufig genutzt. Entspannend und ausgleichend wirken viele der Kräuterdüfte wie neben Lavendel auch die Immortelle, Melisse.

In der Anwendung zum Beispiel in einer Duftlampe oder einen Aromavernebler kann man nun diese Düfte einzeln verwenden. Man kann sie sich aber auch als Duftmischung aus verschiedenen Düften selbst zusammen stellen und damit eine wahre Komposition schaffen, in der die Düfte nacheinander oder gemeinsam als Dufterlebnis wahrgenommen werden. Vielzählige gute Angebote von bereits zusammengestellten Duftmischungen ersparen das eigene Mischen und sind bereits harmonisch aufeinander abgestimmt.

Worauf sollte man achten?
Grundsätzlich gilt: Sparsam dosieren! Auch sollte man darauf achten wirklich nur naturreine oder natürliche Düfte zu verwenden, die es im Fachhandel zu kaufen gibt. Geschulte Aromaberater haben außerdem Kenntnis über die Wirkung und die verschiedenen Verwendungsarten der ätherischen Öle. Denn ob bei Erkältung ein wohltuendes Erkältungsbad, beim Winterblues ein stärkendes und Optimismus versprühendes Dufterlebnis, Entspannung nach einem stressigen Arbeitstag oder einfach nur eine heimelige Atmosphäre bei knisterndem Feuer im Ofen gewünscht ist: Hier kennen sich Fachleute am bestens aus und ansonsten gilt: Einfach der eigenen Nase vertrauen! (KathaBe)


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