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Wirtschaft | - keine Angabe -


Nachricht vom 23.10.2019    

Scheitert der Glasfaserausbau an fehlenden Rückmeldungen?

Die Wirtschaftsförderung Kreis Altenkirchen führt derzeit online eine Unternehmensbefragung durch, bei der Betriebe ihren aktuellen Versorgungsgrad mit schnellem Internet darstellen sollen. Aufgrund des bisher geringen Rücklaufs wurde der Befragungszeitraum bis zum 4. November verlängert. Die Wirtschaftsförderung appelliert an die angeschrieben Unternehmen, hier teilzunehmen, um die Förderfähigkeit des jeweiligen Gewerbegebietes sicherzustellen.

(Foto: Staatskanzlei RLP/Frey)

Altenkirchen/Kreisgebiet. Bekanntermaßen stellt der flächendeckende Glasfaserausbau eine wichtige Grundlage für die Zukunftsfähigkeit einer Region dar. Sei es um als attraktiver Wohnort zu punkten oder um als Unternehmen große Datenmengen in kürzester Zeit übertragen zu können. Aktuell veröffentlichte Informationen bestätigen, dass gerade gewerbliche Betriebe auf zuverlässige Bandbreiten im Gigabitbereich angewiesen sind. Durch das Breitbandprojekt des Kreises konnten in den vergangen Jahren eine Vielzahl der sogenannten „Weißen Flecken“, die eine Bandbreite von weniger als 30 Megabit pro Sekunden (Mbit/s) aufweisen, im Landkreis Altenkirchen versorgt werden.

Glasfaserausbau gelingt nur mit Fördermitteln
Aktuell plant man auf Kreisebene im Rahmen der Breitbandinitiative die Versorgung der Gewerbegebiete mit Glasfaserinfrastruktur herzustellen. Um dieses Ausbauvorhaben finanziell stemmen zu können, sind die Kreiskommunen auf Bundes- und Landesfördermittel angewiesen. „Denn nur durch die Inanspruchnahme der Fördermittel ist die Glasfaserrealisierung in Gewerbegebieten möglich. Eine hundertprozentige Finanzierung des Projektes aus kommunalen Mitteln wird nicht funktionieren“, so Lars Kober, Leiter der Wirtschaftsförderung Kreis Altenkirchen.

Rücklaufquote noch sehr gering
Um jedoch die Fördertöpfe in Anspruch nehmen zu können, muss gegenüber Bund und Land die Unterversorgung der Gewerbegebiete nachgewiesen werden. „Dafür sind wir auf die Mithilfe der Unternehmen angewiesen. Denn diese müssen uns mitteilen, wie sich die aktuelle Versorgungslage bei den Unternehmen vor Ort darstellt. In diesem Zusammenhang haben wir vor einigen Wochen knapp 900 Unternehmen angeschrieben und in dem Schreiben eindringlich darauf hingewiesen, sich an der Datenabfrage zu beteiligen. Die Rücklaufquote ist leider sehr enttäuschend und entspricht nicht dem eigentlichen Bedarf, der uns regelmäßig von unseren Unternehmen mitgeteilt wird. Bleibt die aktuelle Datenlage und die geringe Rücklaufquote so wie sie ist, werden nur knapp zehn Prozent der Gewerbegebiete mit Glasfasertechnologie ausgestattet werden können, da uns schlicht die Rückmeldungen der Unternehmen fehlen“, so Kober weiter.

Befragung läuft bis 4. November
Kober appelliert an die angeschriebenen Unternehmen, sich noch bis zum 4. November an der Online-Abfrage zu beteiligen, um die Förderfähigkeit des jeweiligen Gewerbegebietes sicherzustellen. Kober ergänzt, dass sich nicht alle Unternehmen aus dem Kreis daran beteiligen können, sondern nur diese, die in einem ausgewiesenen Gewerbegebiet ansässig sind oder in Fällen, wo sich das Firmengebäude auf einer Fläche befindet, die im Flächennutzungsplan als sogenannte gewerbliche Fläche ausgewiesen ist. Alle Betriebe, die diese Voraussetzung erfüllen, wurden explizit angeschrieben. „Wir haben bewusst darauf verzichtet, den Onlineabfragelink öffentlich zugänglich zu machen, um zu verhindern, dass nicht betroffene Betriebe an der Umfrage teilnehmen“, so Kober abschließend. (PM)



Kommentare zu: Scheitert der Glasfaserausbau an fehlenden Rückmeldungen?

4 Kommentare
Zu Kommentar 2 (Christian Nadel)
- die Förderkulisse für den Breitbandausbau ist sehr komplex
- es gibt verschiedene Förderprogramme. Aktuell fand ein so genannter FTTC-Ausbau statt. In diesem Fall wurden Glasfaserkabel bis an die grauen Kästen gelegt. "Ab da" erfolgt die Weiterleitung des Signals per Kupferkabel. Dadurch können Bandbreiten zwischen 30 Mbit/ und 100 Mbit/s realisiert werden.
- im vorliegenden Falle geht es um ein "Sonderförderprogramm" für Unternehmen, da unterstellt wird, dass diese aktuell den höchsten Bedarf an Glasfasertechnologien haben.
- Ziel ist, dass alle Anschlussnehmer -auch Private- einen Glasfaseranschluss erhalten sollen. Dies wird jedoch sicherlich noch zehn bis 15 Jahre dauern. Manche in fünf und manche erst in 15 Jahren. Grund: Fast jede Liegenschaft muss individuell angeschlossen werden. Dies bedeutet den Aufriss fast aller Straßen (Ausnahme: dort wo bereits in der Vergangenheit Leerrohre verlegt wurden). Da aktuell deutschlandweit der flächendeckende Breitbandausbau durchgeführt wird, sind die zur Verfügung stehenden Tiefbaukapazitäten stark begrenzt.

Mit freundlichen Grüßen


Lars Kober

#4 von Lars Kober (Wirtschaftsförderung Kreis Altenkirchen), am 24.10.2019 um 17:38 Uhr
Als Projektverantwortliche des Vorhabens beantworten wir gerne die Kommentare wie folgt:

Zu Kommentar 1 (Olaf Schütz)
- dieses Fördervorhaben betrifft ausschließlich Unternehmen in ausgewiesenen Gewerbegebieten bzw. in Gebieten, die im Flächennutzungsplan als gewerbliche Fläche ausgewiesen sind. Alle davon betroffenen Unternehmen wurden von uns persönlich angeschrieben.
- es gibt eine Vielzahl von Informationen, mit denen die Unternehmen tagtäglich konfrontiert werden. Daher ist es denkbar, dass die Wichtigkeit der Onlinebefragung nicht erkannt wurde. Mit dem Artikel weisen wir nochmals auf die Wichtigkeit hin.
- von den 900 Unternehmen haben uns knapp 250 eine Rückmeldung gegeben.
#3 von Lars Kober (Wirtschaftsförderung Kreis Altenkirchen), am 24.10.2019 um 17:38 Uhr
Sie meinen, die ganzen Privatpersonen, die in Gewerbegebieten wohnen?
Artikel überhaupt gelesen?

"Förderfähigkeit des jeweiligen Gewerbegebietes sicherzustellen"

Frage mich manchmal, was die Unternehmen mit einer Glasfaserverbindung wollen, wenn sie offensichtlich bzw. wie von der Wirtschaftsförderung suggeriert, nicht in der Lage sind an Online-Befragungen teilzunehmen.
Dahingehend hätte ich es auch interessant gefunden, wieviele von den wohl angeschriebenen 900 Unternehmen denn tatsächlich teilgenommen haben.
Was ist für die Wirtschaftsförderung denn ein "geringer" Rücklauf.
#2 von Olaf Schütz, am 24.10.2019 um 11:24 Uhr
Wäre ja schön wenn dort nicht nur Unternehmen teilnehmen dürfen: würde nämlich auch als Privatperson mit Homeoffice einen Glasfaseranschluss im Haus haben wollen.
#1 von Christian Nadel, am 23.10.2019 um 23:45 Uhr

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