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Nachricht vom 24.10.2019    

Heimat-Jahrbuch wieder mit großer Themenvielfalt

Das Heimatjahrbuch 2020 für den Kreis Altenkirchen ist erschienen. Auf 320 Seiten wird den Lesern wieder eine große Themenvielfalt geboten, in der alle Regionen des Kreises berücksichtigt werden.

Foto: Heimatverein für den Kreis Altenkirchen e.V.

Altenkirchen. Das Titelbild des Heimatjahrbuches 2020 für den Kreis Altenkirchen zeigt in diesem Jahr eine Ansicht von Wissen und würdigt damit nachträglich das Stadtjubiläum. Im Kalendarium stellt Joachim Weger Kulturdenkmäler aus dem Kreis vor. Die Fachbeiträge folgen nach der ausführlichen und reich bebilderten Jahreschronik.

Erstaunt wird mancher sein, wie viele Mühlen es im Kreis Altenkirchen gab. Ein Blick in die Vergangenheit zeigt die kluge Städtepolitik des Grafen Gottfried von Sayn und die Einführung der Reformation in der Grafschaft Sayn. Dass die Novemberrevolution im Kreis Altenkirchen Auswirkungen hatte ist ebenso nachzulesen wie Gründe, warum Menschen aus unserer Heimat auswanderten.

Wie es in Elkenroth vor 150 Jahren zuging ist ebenso lesenswert wie Berichte zur Besiedlung von Scheuerfeld, die Anfänge der Scheuerfelder Energieversorgung und dem Imhäuserhof bei Betzdorf. In Zeiten, da die Großpfarrei Betzdorf vor der Tür steht wird noch einmal zur Geschichte der „Trierischen Insel“ berichtet. Auch das Daadener Land kommt nicht zu kurz, unter anderem mit „Glockenklang von der Schallplatte“ und der Vorstellung von Ansichtskarten aus dieser Region. Auch der Wandel der Daadetalbahn wird fachkundig abgehandelt.

Isert ist gleich mit zwei Beiträgen vertreten, zum einen mit dem Ortswappen und dann mit der zentralen Wasserversorgung. Berichtet wird über den Besuchsdienst im Altenkirchener Krankenhaus und über die Geschichte der Stadthalle in der Kreisstadt. Auch ein Backestag in Werkhausen wird beschrieben. Über dunkle Tage in Altenkirchen und die Rettung der Thorarollen wird ebenso geschrieben wie über Fluchtversuche aus der DDR.



Eine besondere Würdigung erfährt der aus Mudersbach stammende Künstler Alois Stettner und auch der in dieser Gemeinde wirkende Kalligraph Walter Keil wird vorgestellt. Die Reise durch den Kreis Altenkirchen führt auch ins Wildenburger Land nach Schmalenbach und Schmalenbachs Mühle. Schließlich kommt auch das Gebiet um Wissen nicht zu kurz, zum Beispiel mit dem Wissener Jahrmarkt und der Geschichte der Honigsesser Bergkapelle. Die Interessierten können vieles über Gebhardshainer Weide- und Bodennutzungsgenossenschaften erfahren. Abgerundet wird das Buch natürlich auch wieder mit Gedichten und Zeichnungen sowie naturkundlichen Themen, unter anderem zur Wildkatze und der Vorstellung heimischer Persönlichkeiten. Alle Beiträge können hier nicht erwähnt werden. Schriftleiterin Dr. Kirsten Seelbach und Schriftleiter Eckard Hanke ist es jedenfalls auch bei der 63. Ausgabe gelungen, einen lesenswerten Band zu erstellen, der sicher auf großes Interesse stoßen wird. (PM)


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