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Nachricht vom 28.10.2019    

Weltweite Ersteinspielung der Orgelwerke von Frederick Holloway

Das fünfte Konzert der diesjährigen Gackenbacher Orgelkonzerte am 3. November wird von dem Orgelvirtuosen Markus Eichenlaub gestaltet und steht ganz im Zeichen eines außergewöhnlichen Komponisten, des Briten Frederick William Holloway (1873 – 1954), dessen Orgelwerke in ihren harmonischen Wendungen und melodischen Phrasen an die französische Orgelmusik des ausgehenden 19. Jahrhunderts anknüpfen.

Markus Eichenlaub. Foto: Georg Knoll

Gackenbach. Markus Eichenlaub ist dafür bekannt, dass er immer wieder besondere musikalische Herausforderungen sucht. Der Domorganist in der weltweit größten romanischen Kathedrale, dem Speyerer Kaiser- und Mariendom, hat bereits im Jahre 2000, damals noch als Limburger Domorganist, das vollständige Orgelwerk von Johann Sebastian Bach aufgeführt. Weitere Meilensteine seines künstlerischen Werdegangs waren die zyklische Aufführung der zehn Orgelsymphonien von Charles-Marie Widor im Dom zu Speyer, Uraufführungen von Werken zeitgenössischer Komponisten sowie die Einspielung eigener, meist liturgischer Orgelkompositionen.

Jetzt hat sich Eichenlaub, der an den Musikhochschulen Karlsruhe, Hamburg und Stuttgart studiert hat und später an der Essener Folkwang Universität als junger Professor tätig war, einem ganz besonderen Projekt zugewandt: An der historischen englischen Nelson-Orgel im Seitenschiff der Kirche St. Bartholomäus in Gackenbach spielte er Mitte September in einer technisch aufwändigen Produktion als weltweit erster Organist Orgelwerke von Frederick William Holloway ein. Dass der britische Organist und Komponist heute zu Unrecht weitgehend in Vergessenheit geraten ist, mag dem unglücklichen Umstand geschuldet sein, dass seine musikalische Wirkungsstätte, das Londoner Crystal Palace, am 30. November 1936 durch ein Feuer vollkommen zerstört wurde. Auch die Orgel und ein Teil seiner Musik wurden ein Raub der Flammen. Holloway stand zu Lebzeiten durchaus in einer Reihe mit berühmten Organisten wie Alfred Hollins oder Edwin Lemare, die dem Instrument Orgel in viktorianischer Zeit zu ungemeiner Popularität verhalfen. Entstanden sind alle derzeit eruierbaren Orgelwerke Holloways in den ersten beiden Dekaden des 20. Jahrhunderts.




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Der Verein Gackenbacher Orgelkonzerte präsentiert die aus Vereinsmitteln und mit großzügiger Unterstützung der Nassauer Leifheit-Stiftung finanzierte CD, die beim Label Aeolus erscheint, im Rahmen eines Konzertes am 3. November um 17 Uhr in der Kirche St. Bartholomäus. Markus Eichenlaub wird einige Werke von Holloway, etwa die Cantilène op. 33, auf der Nelson-Orgel darbieten, darüber hinaus weitere Orgelwerke unter Einbeziehung der Göckel-Orgel auf der Empore des katholischen Gotteshauses.

Konzert am Sonntag, 3. November, 17 Uhr
Interpret: Markus Eichenlaub, Orgel
Ort: Kath. Kirche St. Bartholomäus in Gackenbach
Veranstalter: Verein Gackenbacher Orgelkonzerte
Programm, Infos & Karten: Telefon02602/5098 und unter www.orgel-gackenbach.de.
Tickets: 10 Euro


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