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Nachricht vom 14.11.2019    

Feuerwehr trainiert nun auf moderner Atemschutzübungsstrecke

Am Mittwoch, 13. November, konnte Landrat Dr. Peter Enders die sanierte Atemschutzübungsstrecke im Feuerwehrgerätehaus Altenkirchen offiziell ihrer Bestimmung übergeben. Sven Sauer und Alexander Werning, die die Strecke betreuen, erläuterten die nunmehr modern gestaltete digitale Technik.

Gleich geht es los: Ein Trupp bereitet sich vor. (Fotos: kkö)

Altenkirchen. Die Feuerwehren des Landkreises verfügen nun über eine modern ausgestattete Atemschutzübungsstrecke. Diese Einrichtung wird von rund 700 Feuerwehrleuten, davon 550 aus dem Kreis, genutzt. Landrat Peter Enders übergab die Strecke am Mittwoch, 13. November, ihrer Bestimmung. Peter Deipenbrock und Christoph Orthen von der Fachabteilung der Kreisverwaltung nannten Zahlen: Die Sanierung der Einrichtung hat rund 120.000 Euro gekostet, wovon das Land 48.000 Euro übernommen hat.

Die bisherige Atemschutzübungsstrecke war 1995 zusammen mit dem Gerätehaus errichtet worden. Seitdem, so Deipenbrock, wurden nur geringfügige Reparaturen (2011) mit einem Kostenaufwand von rund 8.500 Euro vorgenommen. In diesem Jahr war nun eine Generalsanierung der Ausstattung erforderlich, sagte der Landrat. Es wurden neue Sportgeräte beschafft und die Technik auf die digitale Steuerung umgerüstet. Die gesamte Steuerwarte wurde modernisiert und die Strecke mit einem modernen Anmeldesystem versehen. Dies, so Sauer, vereinfache die Betreuung und sorgt für einen reibungslosen Ablauf.

Einmal im Jahr die Strecke durchlaufen
Die Sanierung fand nach einer Ausschreibung im Zeitraum April und Mai 2019 statt. Parallel hierzu wurden auch die Umkleide und Duschräume geändert sowie der Anstrich erneuert. Ralf Schwarzbach, stellvertretender Kreisfeuerwehrinspekteur (KFI), erläuterte die Nutzung der Strecke für die Ausbildung. Jeder Atemschutzgeräteträger – das sind rund 550 Feuerwehrleute im Kreis – muss innerhalb von zwölf Monaten einmal die Strecke durchlaufen haben, um weiterhin als Atemschutzgeräteträger eingesetzt werden zu können. Um den Aufwand für die Terminvergabe zu minimieren, wurde mit der Sanierung auch ein Online-Buchungssystem eingeführt. Das sorge dafür, dass die Wehrführer oder Atemschutzgerätewarte schnell überblicken können, wann Termine frei sind, so Deipenbrock.



Für die Feuerwehrleute der kreisangehörigen Verbandsgemeinden ist die Nutzung kostenfrei. Die Nutzer aus den angrenzenden Verbandsgemeinden tragen einen geringen Nutzungsbeitrag. Die Strecke besteht aus vier Bereichen, die sich aufteilen in den Geräteraum, den Nebelraum, die eigentliche, leicht veränderbare Übungsstrecke sowie einen Wärmegewöhnungsraum, der auf rund 80 Grad aufgeheizt werden kann. Des Weiteren ist ein Tank verbaut, der besonders für die Übungen mit Chemieschutzanzügen genutzt wird. Die Übenden können während der gesamten Zeit durch eine 360-Grad-Kamera überwacht werden. „Wir können jederzeit eingreifen, sollte einmal etwas Unvorhergesehenes geschehen“, so Werning. Der Nebelraum kann innerhalb einer Minute „entraucht“ werden,ergänzte Sauer. Landrat und stellvertretender KFI sind stolz, eine modern ausgestattete Übungsstrecke den Feuerwehren zur Verfügung stellen zu können. (kkö)


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