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Nachricht vom 16.11.2019    

Zukunft der Medizin: Uni Siegen und Kreis arbeiten zusammen

Landrat Dr. Peter Enders und der Rektor der Universität Siegen, Professor Dr. Holger Burckhart, trafen sich diese Woche zu einem Gespräch über die landärztliche Versorgung, das Modellvorhaben „Medizin neu denken“ in Siegen und mögliche gemeinsame Projekte.

Tauschten sich zur Zukunft der Medizin im Landkreis Altenkirchen und an der Universität Siegen aus: (von links) Landrat Dr. Peter Enders, Universitäts-Rektor Professor Dr. Holger Burckhart und Jennifer Siebert aus der Abteilung Demografie, Regional- und Kreisentwicklung. Foto: Kreisverwaltung Altenkirchen

Altenkirchen. Hintergrund des Gespräches war die in den letzten Wochen öffentlich gewordene Begutachtung des Modellvorhabens „Medizin neu denken“ der Universitäten Bonn und Siegen durch den Wissenschaftsrat. Burckhart betonte, dass man die Kritik des Wissenschaftsrates ernst nehme und gemeinsam mit den Partnern umsetzen werde, an der grundlegenden Idee und dem Ziel des Projekts grundsätzlich jedoch festhalten will.

Uni Siegen ist wichtig für den Kreis

Landrat Enders wies auf die Bedeutung der Siegener Hochschule für die Region hin: „Die Universität Siegen ist für uns so etwas wie unsere Regional-Universität. Viele Studierende aus dem Landkreis zieht es nach Siegen.“ Gerade mit Blick auf den drohenden Landarztmangel sieht der Landrat großes Potenzial in dem Modellprojekt „Medizin neu denken“. Enders und Burckhart waren sich einig, dass die Ausbildung von Medizinern in Siegen für ländliche Regionen wie den Landkreis Altenkirchen große Chancen birgt und man in gemeinsamen Projekten an der Sicherstellung der landärztlichen Versorgung arbeiten wolle.

Neben dem Modellvorhaben „Medizin neu denken“ lag Enders und Burckhart noch ein weiteres Modellprojekt am Herzen: Die „Digitale Modellregion Gesundheit Dreiländereck“. Angestrebt wird damit eine länderübergreifende Versorgungsallianz unter Federführung des Forschungskollegs der Universität Siegen (FoKoS). Geplant ist zunächst die exemplarische Durchführung von zehn telemedizinisch und datengestützten Entwicklungsprojekten, die die Gesundheits- und Infrastrukturen im Dreiländereck Südwestfalen mit NRW, Rheinland-Pfalz (Kreis Altenkirchen) und Hessen (Lahn-Dill-Kreis) umsetzungsorientiert unterstützen könnten.

Digitale Assistenzsysteme entstehen

In Zusammenarbeit mit dem Forschungskolleg der Universität Siegen erarbeitet der Landkreis derzeit bereits das Telemedizinprojekt „Digitale Assistenzsysteme für Nichtärztliche Praxisassistenten“, das als Teilprojekt in die „Digitale Modellregion Gesundheit Dreiländereck“ einfließen soll. Ein thematischer Schwerpunkt liegt hierbei auf der Fragestellung, wie weit ärztliche Delegationsverfahren ausgeweitet werden können (Grenze zur Substitution), ohne dass die Aufsichtspflicht der Ärzte verletzt wird.

Bei dem Forschungsprojekt soll zunächst der jetzige Arbeitsalltag der Nicht-ärztlichen Praxisassistent (NäPas) aus zehn Arztpraxen in der Region beleuchtet werden. In einem zweiten Schritt soll ein Delegationskatalog in Zusammenarbeit mit den Ärzten und den NäPas erstellt werden, unter dem Gesichtspunkt der digitalen Vernetzung zwischen Arzt und NäPa.

Zum Abschluss des Gesprächs betonte der Landrat, er hoffe, durch die länderübergreifende Zusammenarbeit und die Initiative in der „Digitalen Modellregion Gesundheit Dreiländereck“, den Druck des drohenden Landarztmangels abfedern und neue Projekte zur Unterstützung der Ärzte und der Gesundheitsversorgung der ländlichen Bevölkerung auf den Weg bringen zu können. Daher werde der Landkreis Altenkirchen die Universität Siegen auch weiterhin bei ihren Bemühungen, die Ausbildung von Medizinern in Siegen zu etablieren und mit dem Modellvorhaben „Medizin neu denken“ neue Wege in der Medizin zu gehen, unterstützen. (PM)


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