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Nachricht vom 09.12.2019    

Feuriges und Klangvolles beim Betzdorfer Weihnachtsmarkt

Der Betzdorfer Weihnachtsmarkt lockte Jung und Alt und bestimmte in dem kleinen Hüttendorf drei Tage (6. bis 8. Dezember) das Geschehen rund um das Rathaus: Die zwölfte Auflage knüpfte da an, was den Weihnachtsmarkt 2018 geprägt hatte: Es regnete. Samstag blieb es dann trocken, und die Menschen kamen in großer Zahl herbei, ließen sich von handgemachter Musik und feinem Gesang umgarnen und sahen eine spektakuläre Feuershow.

Impression am Samstagabend vom Betzdorfer Weihnachtsmarkt. Foto: (tt)

Betzdorf. Feurig und spektakulär: Das trifft auf den Samstagabend zu, als „der Lemmi und seine Feuershow“ die dicht an dicht stehenden Menschen, Jung und Alt, in seinen Bann zog. Regnerisch: Das trifft auf den Auftakt des Weihnachtsmarktes zu, den die Aktionsgemeinschaft mit vielen ehrenamtlichen Kräften wieder gestemmt und den Besucherinnen und Besuchern schöne Stunden und ein bezauberndes Ambiente beschert hat. In dem kleinen Hüttendorf rund um das Rathaus hatten Steffi Stieler, stellvertretende Vorsitzende der Aktionsgemeinschaft, und Stadtbürgermeister Benjamin Geldsetzer den zwölften Betzdorfer Weihnachtsmarktes am Freitag (6. Dezember) eröffnet. Da prägte noch Regenschirme das Bild. Bei der Eröffnung nahm Steffi Stieler, stellvertretende Vorsitzende der Aktionsgemeinschaft Betzdorf, es schmunzelnd und begrüßte „bei diesem blendendem Wetter“ und sagte: „Nur heute wird es schlechtes Wetter sein.“ Im Vorjahr haben man drei Tage gebucht, sagte sie mit einem Augenzwinkern: „Das ist heute nur eine Erinnerung an das Vorjahr.“ Der Samstag war auch trocken, wie prognostiziert – Sonntagsmittags, als die Stadtkapelle Betzdorf zum Auftakt Weihnachtslieder spielte, war es dann doch regnerisch und windig.

Von einem wunderschönen Betzdorfer Weihnachtsmarkt sprach Stadtbürgermeister Benjamin Geldsetzer. Die Organisatorinnen und Organisatoren der Aktionsgemeinschaft hätten das wieder wunderbar und bezaubernd hinbekommen, attestierte das Stadtoberhaupt. Stellvertretend erwähnte er Vorsitzenden Christoph Weller, dessen Stellvertreterin Stieler und Beiratsmitglied Elisabeth Kreimer. Mit einem Impuls kam Geldsetzer daher, zu dem, was Michael Ende in seinem Buch „Momo“ zum Thema Sternstunden sage. „Viele Sternstunden zu erleben“, das wünschte der Stadtbürgermeister den Besucherinnen und Besuchern. Geldsetzer, der an der katholischen St.-Franziskus-Schule Olpe unterrichtet, berichtete, dass man dort morgens mit einem Gebet, einem Impuls beginnt. Ein Schüler, der mitbekommen hatte, dass Geldsetzer beim Weihnachtsmarkt sprechen würde, habe angeregt, „Sternstunden“ doch auch bei der Eröffnung in Betzdorf aufzugreifen, schilderte Geldsetzer dem AK-Kurier.

Feiner Gesang mit „Alpenröschen“
Schon im Vorjahr hätten die Mädchen- und Jungenjungscharen mit ihren zauberhaften Stimmen eingestimmt, kündigte Stieler den ersten Programmpunkt an. Weihnachtslieder wie „Dicke rote Kerzen“, aber auch „Sei ein lebend'ger Fisch“ sangen die Mädchen und Jungen, die rote Mützen auf hatte. Feiner Gesang war mit „Alpenröschen“ zu hören: Nicole Plack (Brachbach) und Marion Wisser (Sassenroth), die zum Beispiel schon gemeinsam im Quartett und Terzett gesungen haben, gaben als Duett „Alpenröschen“ ihre Premiere. Sie überzeugten mit Liedern wie Highland Cathedral“ und „Waiting For The Lord“. Bei der Premiere wurden Plack (Sopran) und Wisser (Alt) von Sebastian Krämer (Keyboard) begleitet. Abends stand „No Limit In The Sky“ im Scheinwerferlicht: Amelie Pritz, Sängerin der fünfköpfigen Band aus Betzdorf, brachte die Lieder mit ihren Musikerkollegen fein rüber. Weihnachtslieder wie „Last Christmas“ hatten die Fünf mitgebracht, aber auch Lieder wie „House Of Gold“ und „Jolene“.

Mit ihren Bandkollegen von „No Limit In The Sky“ hatten Sängerin Amelie Pritz und Jannik Sauerwald (Keyboard) einem regnerischen Freitag einen klangvoll Akzent gegeben – und Pritz und Sauerwald waren es auch, die am Samstagnachmittag das Bühnenprogramm eröffneten. Wie kam der Tannenbaum mit Mikroständer auf die Bühne beim Weihnachtsmarkt? Das könnte der Titel eine Weihnachtsgeschichte sein – und auf dem Betzdorfer Weihnachtsmarkt wurde sie geschrieben, als am frühen Samstagabend „YoungBoysOnAchse“ auf dem Programm standen. Ein Tannenbaum wurde auf die Bühne geschleppt. Stieler richtete den Mikroständer vor dem immergrünen Baum aus und brachte ein Plakat an: „Steffen Prinz“ war zu lesen, dazu ein Herzchen. Steffen Prinz, die eine Hälfte von „YoungBoysOnAchse“, sei erkrankt, hieß es. So stand Noah Lehnert mit Tannenbaum an seiner Seite im Rampenlicht und bot mit Gesang und Gitarre das Coverrepertoire dar, aber auch eigene Sachen.

Geschenkideen für unter den Weihnachtsbaum
In den Holzhütten gab es wieder Allerlei, auch Geschenkideen für unter den Weihnachtsbaum. Bei Tanja Schmidt, die mit „Tanja's Bastel- und Plotterstube“ in einer Holzhütte präsent war, bot die Möglichkeit, Geschenke, zum Beispiel Kissen, Bilderrahmen und Weihnachtskugeln, nach den eigenen Wünschen zu gestalten. Nadine Pecere bot Kosmetik an. „Alles, was man für den Winter draußen braucht und ein paar Ideen zur Adventszeit“: So umschrieb Elisabeth Kreimer ihr Sortiment. An ihrem Stand waren Gartendekorationsgegenständen, Vogelfütterstellen, Blech- und Rostarbeiten, Glocken und vieles mehr ausgestellt. Aus Gegenständen, die eigentlich weggeworfen werden würden, kann man noch etwas Schmuckes und Dekoratives herstellen. „Upcycling“ ist das Stichwort. Am Stand des Caritasverbandes Betzdorf wurden so entstandene Kunst- und Gebrauchsgegenstände angeboten, die im Auenland Arbeitstherapie in der Gelben Villa in Kirchen entstanden sind, Gebrauchs- und Kunstgegenstände. Aus ausgedientem Elektrokabel wurden Schlüsselanhänger geflochten, aus Tetrapak sind Sterne entstanden, aus Stoffresten wurden Weihnachtskarten hübsch gestaltet.

Geschenkideen hier, Musik da, und zum Genießen gab es Kulinarisches, zum Beispiel Crêpe, süß und herzhaft. Genussvolles und Wärmendes gab es mit Winzer- und Rum-Pflaumen-Punsch, aber auch weißem und rotem Glühwein sowie Kinderpunsch. Am Stand des Schützenvereins gab es Reibekuchen, und die brutzelte ein König: Ignatius Hof. Wie der AK-Kurier berichtete, regiert er als Schützenkönig. Mit Ehefrau Rita Hof bereitete er den Teig ganz frisch an Ort und Stelle zu. „Eben noch Kartoffeln, jetzt schon Reibekuchen“, sagte Besucher Frank Schmidt, der sich gerade eine Portion hatte schmecken lassen. Das war am Samstagabend, und Stieler freute sich, dass man tolles Wetter für den Weihnachtsmarkt habe. Jojo Weber dürfte einen guten Überblick über die Besucherinnen und Besucher gehabt haben. Denn er stand wieder mit seinen Bandkollegen auf der Bühne – wie im Vorjahr, nur diesmal ohne Regen. Es wurde ein schöner Abend, als Sänger Jojo Weber (Gitarre) mit seinen Bandkollegen mit „Whiskey In The Jar“, „Sweet Home Alabama“ und vielen weiteren Songs das Publikum mehr als nur erfreute, Es wurde auch mitgesungen, als Jörg Schenk den Sechssaiter bediente, Martin Ignatzy den Tiefentöner zupfte und Stephan Doschat hinter der Schießbude aktiv war.

Feurige Show mit Lemmi
Dazwischen gab es ein optisches Schmankerl: Die Aktionsgemeinschaft hatte „Lemmi und seine Feuershow“ auf den Weihnachtsmarkt geholt. Es wurde ein feurige Show, die bei Jung und Alt ankam. Feuerjonglagen und wirbelnde Feuerstangen: „der Lemmi“ (Köln) wusste, wie er sein Publikum mit seinen „visuellen Leckerbissen“ unterhalten und zum Staunen bringen konnte. Es war spektakulär, als er Feuerräder in die Luft malte und mit Fackeln und an den Seiten brennenden Stangen herumwirbelte. Das kam gut an. „Der Lemmi“, der auch eine Flammenverpuffung präsentierte, hatte noch „batteriebetriebenes Feuer“ dabei. Zwei Stangen, die keuchten können. Was er damit anstellte, das war beeindruckend. Er ließ die Stangen offensichtlich rotieren, und bei der LED-Zugabe waren Motive wie Flammen, Sterne und vieles mehr in der Luft zu sehen. So zum Beispiel auch in einem Motiv „Aktions“, in einem weiteren „Gemeinschaft“, ebenso das Logo des Zusammenschlusses der Betzdorfer Einzelhändler und Gewerbetreibenden. Der Beifall war „Lemmi“ sicher. Auf der Bühne ging es ausgezeichnet weiter – mit Jojo Weber und Band. Christoph Weller, Vorsitzender der Aktionsgemeinschaft, stand bei einem Lied mit auf der Bühne und sang „Iris“ von den „Goo Goo Dolls“.

Regenerisch und windig: So gab sich der Sonntag, nicht nur, als mittags die Stadtkapelle Betzdorf musikalisch den letzten Tag es Weihnachtsmarktes eröffnete. Unter der Leitung von Dirigent Sascha Becher gaben die Musikerinnen und Musiker, darunter Kinder und Jugendliche des Jugendorchesters, mit Liedern wie „Tochter Zion“. Nach diesem Auftakt übernahm „inTakt“. Der Betzdorfer Tafelchor wird von der evangelischen Pfarrerin Anja Karthäuser geleitete. Mit klassischen Weihnachtsliedern wie „Stille Nacht, heilige Nacht“ (Solist Reinhard Fischbach) und „O Tannenbaum“ waren die Aktiven zu hören. „Es ist für uns eine Zeit angekommen“ begleitete Inge Schröder mit der Mundharmonika. Es gab noch eine Überraschung: Es wurden von Ingrid Fischbach gebastelte Engel verteilt, die über Falten in eine Segensgeste gebracht werden können, berichtete Karthäuser.

Das Duo Dominik Stangier und Nina Becker bereicherten nachmittags das Programm mit ihren Weihnachtsliedern, auch als der Nikolaus die Kinder beschenkte. Für diese gab es nicht nur ein Kinderkarussell, sondern auch Kurzweile im Jugendbüro der Jugendpflege, mit Weihnachtsbasteln, Spielen und Kinderschminken. Es war an Marco Pecere, den Weihnachtsmarkt am Sonntagnachmittag musikalisch zu beschließen. (tt)


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