Werbung

Nachricht vom 09.12.2019    

Bundesumweltministerium fördert Projekt auf Deponie Nauroth

Der Abfallwirtschaftsbetrieb des Landkreises Altenkirchen als Betreiber der Deponie Nauroth hat sich entschlossen, an einem von dem Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit unterstützten Projekt zur Minimierung von Treibhausgasemissionen teilzunehmen.

Nauroth/Kreisgebiet. Die seit dem 31. Dezember 2002 geschlossene Deponie in Nauroth hat über die Jahre des Betriebs und auch nach der Schließung Deponiegas (Methangas) generiert, welches in Gasmotoren verstromt und die gewonnene Energie in das Stromnetz eingespeist wurde. Mit zunehmendem Alter des abgelagerten Abfalls gehen die biologische Aktivität und damit die Menge an brennbarem Deponiegas zurück. Als Konsequenz wurden die Motoren mehrfach an das reduzierte Gasdargebot angepasst. Mittlerweile ist das Gasdargebot so gering, dass eine wirtschaftliche Nutzung nicht mehr darstellbar ist. Zurzeit, so teilt der Abfallwirtschaftsbetrieb Kreis Altenkirchen (AWB) mit, wird das Gas über eine Schwachgasverbrennungsanlage schadlos verbrannt. Auch diese Option wird in naher Zukunft wegfallen. Aus diesem Grund hat sich der AWB als Betreiber der Deponie entschlossen, an einem von dem Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit unterstützten Projekt zur Minimierung von Treibhausgasemissionen teilzunehmen.

Im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative initiiert und fördert das Bundesumweltministerium seit 2008 zahlreiche Projekte, die einen Beitrag zur Senkung der Treibhausgasemissionen leisten. Ihre Programme und Projekte decken ein breites Spektrum an Klimaschutzinitiativen ab: Von der Entwicklung langfristiger Strategien bis hin zu konkreten Hilfestellungen und investiven Fördermaßnahmen. Diese Vielfalt ist Garant für gute Ideen. Die Nationale Klimaschutzinitiative trägt zu einer Verankerung des Klimaschutzes vor Ort bei. Von ihr profitieren Verbraucherinnen und Verbraucher ebenso wie Unternehmen, Kommunen und Bildungseinrichtungen.



Bei dem Projekt geht es darum, die im Deponiekörper vorhandene Restorganik beschleunigt abzubauen und klimaschädliche Emissionen deutlich zu reduzieren. Dabei soll durch Übersaugung der auf dem Deponiekörper verteilten 35 Gasbrunnen Luftsauerstoff in den Deponiekörper eingesaugt werden. Dadurch wird ein allmählicher Wechsel vom bestehenden anaeroben Milieu hin zum aeroben Milieu erfolgen. Der aerobe Organikabbau ist um ein Vielfaches schneller als der anaerobe Abbau. Zudem nimmt die Entstehung von klimaschädlichem Methan ab, da beim aeroben Abbau vornehmlich Kohlenstoffdioxid entsteht. Das so gefasste Schwachgas wird anschließend in einer neuen Schwachgasbehandlungsanlage schadlos entsorgt.

An den vorbereitenden Maßnahmen wie Instandsetzung von Gasregeleinheiten und Bau von neuen Gasbrunnen haben regionale Firmen mitgewirkt. Der Auftrag für die Herstellung und Errichtung der Schwachgasbehandlungsanlage ging an einen deutschen Anbieter. Planung, Genehmigung, Ausschreibung und die örtliche Bauüberwachung erfolgen durch die Ingenieurgruppe RUK GmbH aus Stuttgart. „Mit diesem neuem Projekt ist der Abfallwirtschaftsbetrieb über die nächsten Jahre bestens aufgestellt, um einen nachhaltigen Betrieb der Deponieentgasungsanlage auf der ehemaligen Hausmülldeponie in Nauroth zu gewährleisten“, resümiert der AWB in einer Pressemitteilung. (PM)


Lokales: Betzdorf & Umgebung
Feedback: Hinweise an die Redaktion

AK-Kurier Newsletter: Immer bestens informiert

Täglich um 20 Uhr kostenlos die aktuellsten Nachrichten, Veranstaltungen und Stellenangebote der Region bequem ins Postfach.



Aktuelle Artikel aus Region


Naturpfad Weltende – Wanderung ans Ende der Welt

Wer auf ein wenig Abenteuer aus ist, für den ist der Naturpfad Weltende Pflicht. Enge Wanderpfade, teils ...

Psychotherapie in Gefahr: Kritik an Gesetzesänderung zur GKV-Beitragssatzstabilisierung

Kurz vor der Abstimmung über das GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz sorgt ein Änderungsantrag für ...

Neue Hoffnung auf der Löwenanlage im Zoo Neuwied

Auf der Löwenanlage des Zoo Neuwied ist wieder Leben eingekehrt: Mit Löwin "Swana" beginnt im Zoo Neuwied ...

Gruppe von Jugendlichen war mit der Försterin rund um Kirchen im Wald unterwegs

"Mit der Försterin im Wald" unter diesem Motto hatte das Leitungsteam der kfd St. Michael Kirchen in ...

Nach erneutem Brand: Erinnerungen an das Hotel "Kroppacher Schweiz" in Bruchertseifen

Wieder hat es gebrannt im Hotel "Kroppacher Schweiz" in Bruchertseifen. Die einst "gute Adresse" ist ...

Altenkirchener LandFrauen erleben Deutschen LandFrauentag in Essen

Mit einer großen Delegation nahmen die Altenkirchener LandFrauen am Deutschen LandFrauentag in Essen ...

Weitere Artikel


Besinnliches und Festliches mit dem Bach-Chor Siegen

Auch in der diesjährigen Weihnachtszeit wird die Siegener Martinikirche von vielfältigen Klängen erfüllt ...

Westerwälder besuchten die Kölner Zentralmoschee

Sie ist nicht zu übersehen: Die neue Kölner Moschee mit ihrer riesigen Kuppel und den beiden Minaretten ...

BfDI verhängt Geldbuße gegen 1&1 Telecom GmbH in Millionenhöhe

Der Bundesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit (BfDI) hat den Telekommunikationsdienstleister ...

Reaktionen zum Krankenhaus-Standort: „Nach vorne schauen“

Die neue DRK-Westerwald-Klinik, die das Verbundkrankenhaus Altenkirchen- Hachenburg „in sechs bis acht ...

Entscheidung: Neues Krankenhaus in Hattert oder Müschenbach

Das letzte Wort ist gesprochen: Das neue DRK-Krankenhaus, das aus der Zusammenlegung der beiden Kliniken ...

Personalsituation im Gastgewerbe spitzt sich zu

Die Stimmung in der Tourismusbranche ist deutlich verhaltener als im Herbst des vergangenen Jahres: Lediglich ...

Werbung